Der Rail Baltica Growth Corridor verbessert die Fahrgast- und Frachtbeförderung

Die Fahrgast- und Frachtbeförderung auf der Strecke Rail Baltica (RB) des Ostseeraums wurde durch das Projekt Rail Baltica Growth Corridor (RBGC) verbessert. Der RBGC hat durch den Aufbau einer Plattform, mit welcher der Bedarf der Branche und ihrer Kunden beobachtet werden kann, geholfen, die Verkehrsverbindungen und die Zusammenarbeit zwischen den Städten und Regionen des Ostseeraums zu stärken und sie wettbewerbsfähiger und besser erreichbar zu machen.

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Titelseite der Rail-Baltica-Wachstumsstrategie – Dima Stepanchuk, Aalto-Universität, für das Projekt RBGC, Titelbild (c) Yuyang | Dreamstime.com Titelseite der Rail-Baltica-Wachstumsstrategie – Dima Stepanchuk, Aalto-Universität, für das Projekt RBGC, Titelbild (c) Yuyang | Dreamstime.com

" Man sollte nicht vergessen, dass Rail Baltica viel mehr ist als nur eine Eisenbahnstrecke. Es ist eine Möglichkeit, Städte miteinander zu verbinden, die Erreichbarkeit von Menschen zu fördern und Chancen für Unternehmen entlang der Strecke zu schaffen. Dies ist eines der effektivsten Instrumente, um im östlichen Ostseeraum Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit zu schaffen. "

Hannu Penttilä, Stellvertretender Bürgermeister von Helsinki, Vorsitzender des RBGC-Verkehrsforums

Die von den Partnern durchgeführte Forschung befasste sich mit dem öffentlichen und privatwirtschaftlichen Verkehr sowie den Interessengruppen und Entscheidungsträgern im Bereich der regionalen Entwicklung; auch eine Beurteilung der Ansichten zur RB, des Bedarfs an der RB und der Entscheidungsfindungsprozesse in den betroffenen Ländern gehörten dazu. Diese Forschungsergebnisse waren die Grundlage für die Anstrengungen des RBGC, die Bedingungen für den multimodalen Verkehr in der Region zu verbessern, und führten zu zwei Studien zu öffentlichen und privatwirtschaftlichen Entscheidungsfindungsprozessen.

Für die Fahrgast- und Frachtbeförderung wurden Pilotprojekte zur Anbindung und Logistik durchgeführt. Das Anbindungspilotprojekt hatte das Ziel, EU-Spirit, einen multimodalen Reiseplaner, durch die Aufnahme neuer Länder in das System auszuweiten. Im Zuge des Logistikpilotprojekts wurde, basierend auf der Untersuchung und Priorisierung der Kriterien für Interoperabilität und Multimodalität, eine Reihe von Logistikzentren entlang des RB-Korridors eingerichtet.

Projektforschung unterstützt mehrere Maßnahmen

Die Forschung unterstützte den Ausbau des Reiseinformationsnetzwerks, eines auf EU-Spirit basierenden Dienstes, den Aufbau von Partnerschaften zwischen den Logistikzentren und transnationale Gespräche am runden Tisch, die im Rahmen der Arbeit an einer zukünftigen gemeinsamen RB-Wachstumsstrategie durchgeführt wurden. Das Projekt RBGC veröffentlichte einen Mobilitätsleitfaden mit Karten und Informationen zum öffentlichen Verkehr im östlichen Ostseeraum. Außerdem wurde ein Demoserver mit Informationen zu Anschlüssen an die Region St. Petersburg eingerichtet.

Die Teilnahme an Veranstaltungen im ganzen Ostseeraum und in Europa stärkte die Sichtbarkeit des Projekts. Im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Projekts im Juni 2013 in Berlin wurde die Rail-Baltica-Wachstumsstrategie vorgestellt, ein Instrument für die politische Entscheidungsfindung, das zum Wirtschaftswachstum im östlichen Ostseeraum beitragen soll. In die Strategie, welche die Hauptaussagen des Projekts darstellt, floss das durch die Forschung und die Pilotprojekte gewonnene Wissen ein.


Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „Rail Baltica Growth Corridor“ belaufen sich auf 3 587 090 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 2 836 000 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Ostseeraum“ für den Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 beteiligt.


Datum des Entwurfs

17/12/2015