Rückenwind für Innovation im Ostseeraum

Der Ostseeraum ist für seine starke wissensbasierte und innovative Wirtschaft bekannt. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) spielen bei diesem Innovationsprozess eine entscheidende Rolle. Um diesen KMU dabei zu helfen, ihre Aktivitäten international zu erweitern, werden durch das neue JOSEFIN-Projekt eine Reihe praktischer Instrumente eingeführt, die sie bei ihren Bemühungen unterstützen. Zu diesen zählen die europäische Rückbürgschaft und das neue Risikoteilungsmodell.

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Stockholm gehört zu den Orten, wo KMU vom JOSEFIN-Projekt profitieren könnten Stockholm gehört zu den Orten, wo KMU vom JOSEFIN-Projekt profitieren könnten

„Einen  wichtigen Impuls für das Projekt gab die Erfolgsgeschichte des Berliner IT-Unternehmens Condat AG, mit dem wir zusammengearbeitet haben. Durch die spezifische finanzielle und technische Unterstützung, zu der wir ihm verhalfen, erhielt es schnell Zugang zu chinesischen Märkten für seine IT-Systeme.“
Torsten Mehlhorn, Projektleiter bei der Investitionsbank Berlin

KMU, die Finanzierung für transnationale Projekte benötigen, stoßen bei Banken häufig auf Ablehnung. Oftmals können sie ihr Potential daher nicht voll ausschöpfen. Um diese Hürde zu beseitigen, bietet JOSEFIN (Joint SME Finance for Innovation – gemeinsame KMU-Finanzierung für den Ostseeraum) KMU im Ostseeraum strategische Dienstleistungen wie individuelles Coaching und maßgeschneiderte Beratung an.

Neue Horizonte für Unternehmen aus dem Ostseeraum

Die Entwicklung der Ostseeregion hängt in entscheidendem Maße davon ab, ob Schlüsselakteure den Einstieg in internationale Märkte finden. KMU konzentrieren sich jedoch aufgrund der Finanzierungsschwierigkeiten häufig nicht auf internationale, sondern auf lokale Märkte. Das JOSEFIN-Projekt wurde eingeführt, um direkte transnationale Zusammenarbeit zu fördern und den Zugang zu Finanzmitteln zu verbessern, damit KMU innovieren und neue Produkte und Dienstleistungen auf den Markt bringen können.

Das Innovationspotenzial nutzen

Die wichtigsten Akteure im Innovationsprozess – Inkubatoren, Technologietransferzentren und öffentliche Entwicklungsbanken – werden gemeinsam konkrete Hilfsmittel und Instrumente für die beteiligten Länder (Deutschland, Polen, Lettland, Litauen, Estland, Schweden und Norwegen) entwickeln. Zur Verwirklichung der Zielsetzungen des JOSEFIN-Projekts wurden Partnerschaften mit Organisationen gebildet, die Fachwissen im Bereich Unternehmensentwicklung besitzen. Zu diesen zählen das Enterprise Europe Network, für die Entwicklung und Umsetzung von Politiken verantwortliche Behörden, öffentliche Finanzinstitutionen und Organisationen für FuE-Entwicklung.

Rückendeckung für KMU

Die wichtigste Errungenschaft des Projekts ist die Einrichtung eines europäischen Rückbürgschaftsfonds. Dieser wird Darlehen, Bürgschaften, Start- oder Risikokapital für KMU absichern. Somit wird das finanzielle Risiko transnationaler Geschäfte von Unternehmen und Finanzinstitutionen verringert und internationale Geschäfte und Zusammenarbeit gestärkt. Für Finanzinstitutionen soll ein neues Risikoteilungsmodell für eine sicherere Bereitstellung von Krediten eingeführt werden, das eine realistischere Bewertung der Kreditwürdigkeit von KMU ermöglichen wird.


Datum des Entwurfs

04/01/2010