Baltic Manure – auf unserem Mist gewachsen! Vom Mist zur Ressource

Baltic Manure sorgt dafür, dass Mist von der Öffentlichkeit nicht länger als Abfall, sondern als Ressource voller Möglichkeiten wahrgenommen wird.

 Weitere Extras

 
Neue Technologien helfen, tierischen Mist in eine Ressource voller geschäftlicher Möglichkeiten zu verwandeln. Neue Technologien helfen, tierischen Mist in eine Ressource voller geschäftlicher Möglichkeiten zu verwandeln.

Wo andere übel riechenden Mist sehen, sieht das Projekt Baltic Manure Möglichkeiten. Durch die Entwicklung der richtigen Techniken für die Handhabung und des angemessenen politischen Rahmens verwandelt das Projekt tierischen Mist in eine Ressource mit vielen geschäftlichen Möglichkeiten.

Die Ausgangslage

Die Ostsee ist heute ziemlich verschmutzt und erstickt fast an überschüssigen Nährstoffen, von denen einige aus der umfangreichen Landwirtschaft und Viehzucht der Region stammen. Algenblüten sind deshalb ein alltäglicher Anblick.

Das Projekt Baltic Manure, ein Vorzeigeprojekt der EU-Strategie für den Ostseeraum, will dieses Problem lösen, indem es Mist in eine Ressource verwandelt. Zu diesem Zweck hat das Projekt Forscher, Entwickler, Verwaltungsmitarbeiter und führende Vertreter der Wirtschaft zusammengebracht und in drei miteinander verbundenen Foren organisiert: Wissen, Politik und Wirtschaft. Gemeinsam diskutieren sie, wie Mist in eine Energiequelle und Dünger für Feldfrüchte verwandelt werden kann.

Die Ergebnisse

Die drei Foren bündeln ihre Anstrengungen, um neue Erkenntnisse zu den derzeitigen Fütterungs- und Unterbringungssystemen in der Viehzucht und deren Auswirkung auf die „Qualität“ des produzierten Mists bereitzustellen. Die Forschung verfolgt die ökologischen Auswirkungen verschiedener Arten von Mist (fest und flüssig) und untersucht, welche Techniken derzeit in Gebrauch sind. Auf Basis dieser Daten empfiehlt das Projekt neue Techniken, die in der Lage sind, den Umgang mit Mist nachhaltiger zu gestalten.

Baltic Manure hat umfassend in Bemühungen investiert, mit denen die geschäftliche Entwicklung von Techniken zum Umgang mit Mist angeregt werden soll; dazu zählen neue Geräte für die Vorbehandlung von Mist für die Biogaserzeugung, ein neues System für die Übersäuerung durch Gülle und ein innovativer Prozess für die Trennung von Mist. Diese Investitionen wirken sich positiv auf die entstehenden Dünger und den Brennwert der Ressource Mist aus, sodass für die Landwirte eine neue Gewinnquelle entsteht.

In der letzten Phase möchte das Projekt diese Ergebnisse in politische Empfehlungen umsetzen.

„Auch wenn der umweltfreundliche Umgang mit Mist weiterhin eine Herausforderung ist, ist er doch eine Chance für diejenigen, die im Bereich technische Entwicklung und Landwirtschaftstechnik arbeiten.“

  • Darijus Valiucko, Kommunikationsbeauftragter, Programm für den Ostseeraum 2007–2013.

Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „Baltic Manure“ belaufen sich auf 3 700 000 EUR. Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung der EU beteiligt sich im Rahmen des Programms für den Ostseeraum im Programmplanungszeitraum 2007-2013 mit 2 900 000 EUR daran. Federführender Partner des Projekts ist MTT Agrifood Research Finland. 


Datum des Entwurfs

29/04/2014