Projekt „Baltic Biogas Bus“ soll Einsatz von Biogas in Stadtbussen steigern

Das Projekt hatte das Ziel, den Einsatz von Biogas in Stadtbussen im Ostseeraum zu steigern, und half Städten, Einführungsstrategien für Biogasbusse zu erarbeiten. Die Verlängerung des Projekts hatte das Ziel, die Marktposition von Biogasbussen zu verbessern, indem Biogas als Kraftstoff unterstützt und Biogasbusse mit „Hybridantriebssträngen“ und Technik für ein umweltbewusstes Fahren energieeffizienter gemacht wurden.

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Der 24 Meter lange Doppelgelenkbus mit hybridem Biogas-Elektroantrieb auf den Straßen von Bergen (Norwegen).  © Skyss Der 24 Meter lange Doppelgelenkbus mit hybridem Biogas-Elektroantrieb auf den Straßen von Bergen (Norwegen). © Skyss

" Dank der finanziellen Unterstützung der EU konnten wir zeigen, dass Biogasbusse für den nachhaltigen Stadtverkehr die beste Wahl sind. "

Peter Liss, Leiter Öffentliche Verkehrsgesellschaft Västerås

Das ursprüngliche Projekt analysierte das Niveau der Biogasproduktion, Wachstumsszenarien und die Vertriebsinfrastruktur und kartierte die bestehende sowie die geplante Biogasinfrastruktur im Ostseeraum. Die Partner erarbeiteten Strategien, um den Erwerb von Biogasbussen zu beschleunigen, und verfassten ein Einführungshandbuch zu Biogasbussen. Durch Messungen im Labor und unter Realbedingungen auf der Straße konnten die geringen Emissionen von Biogasbussen bestätigt werden.

Für die estnische Stadt Tartu wurde ein Verkehrsplan erarbeitet, der auch Biogasbusse umfasste, und die erste Tankstelle für komprimiertes Gas in der Stadt wurde gebaut. Während der ersten drei Projektjahre verdoppelte sich die Anzahl der Biogasbusse in den Partnerstädten von 300 auf 600. Tartu plant, bis 2017 vollständig auf Biogasstadtbusse umzustellen.

Investitionen in Hybridbusse

In der zweiten Projektphase wurde in verschiedene Typen von Biogas-Elektro-Hybridbussen investiert, die heute täglich in Bergen (Norwegen) und in Västerås (Schweden) fahren. In Bussen in Bergen, Kaunas (Litauen) sowie Rzeszów und Tychy (Polen) wurden Systeme für ein umweltverträgliches Fahren eingebaut; diese Busse werden heute für Schulungen in kraftstoffsparendem Fahren genutzt. Im polnischen Niepołomice wurde eine mobile Anlage eingerichtet, um Rohbiogas aus Mülldeponien zu veredeln, damit es Kraftstoffqualität erreicht und anschließend in Bussen getestet werden kann.

Der Abschlussbericht bewertet die Investitionen und bietet eine sozioökonomische und ökologische Analyse der Biogasproduktion und Kraftstoffveredelung.

Beide Phasen konzentrierten sich auf Kommunikation und Beziehungen zu Interessengruppen; dazu wurde eine regelmäßig aktualisierte Website eingerichtet, und es werden Newsletter und Informationsblätter herausgegeben. Informationen zum Projekt Baltic Biogas Bus, seine Ergebnisse, vorbildliche Vorgehensweisen der Partner und die Biogasproduktion wurden auf Projektseminaren und internationalen öffentlichen Veranstaltungen vorgestellt. Darüber hinaus wurde in Zeitschriften und Zeitungen über das Projekt berichtet.


Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für die Projekte „Baltic Biogas Bus“ und „More Baltic Biogas Bus“ belaufen sich auf 7 405 670 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 4 565 627 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Ostseeraum“ für den Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 beteiligt.


Datum des Entwurfs

01/02/2016