Das RegEnergy-Netzwerk fördert eine grüne, sichere und erschwingliche Energie in ganz Europa

Die Sicherheit und Effizienz regionaler Energiesysteme ist ein wesentlicher Bestandteil der europaweiten regionalen Entwicklung. Das RegEnergy-Projekt trug diesen Anforderungen durch die Bereitstellung umweltfreundlicher, bezahlbarer und sicherer Lösungen Rechnung.

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Das Projekt RegEnergy hat Akteure aus elf Ländern in einem Netzwerk vereint, das durch lokale politische Ansätze und finanzielle Anreize eine effiziente Energienutzung fördern soll. Das Projekt RegEnergy hat Akteure aus elf Ländern in einem Netzwerk vereint, das durch lokale politische Ansätze und finanzielle Anreize eine effiziente Energienutzung fördern soll.

Bei RegEnergy handelt es sich um ein europaweites Projekt, an dem 18 nationale, regionale und kommunale Partner aus elf Ländern teilnahmen und dessen Laufzeit 30 Monate – April 2005 bis September 2007 – betrug. Das Ziel bestand darin, grüne und erschwingliche Energielösungen bereitzustellen und im Rahmen des Partnernetzwerks bewährte Verfahren auszutauschen.

Das Netzwerk förderte durch Beteiligung am politischen Entscheidungsfindungsprozess sowie durch finanzielle Anreize eine effiziente Energienutzung. Das Netzwerk konnte von Erfahrungen aus einem früheren Projekt profitieren, bei dem es Innovationen im Wärmesektor und deren Nutzen für die regionale Entwicklung untersucht hatte.

Weitverzweigtes Partnernetzwerk

Die Energieverfügbarkeit und -sicherheit stellt nach wie vor einen wichtigen Aspekt der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Regionen sowie eine Triebkraft des territorialen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts dar. Lokale und regionale Gebietskörperschaften spielen bei der Energieversorgung als Lieferanten von Fernwärme eine entscheidende Rolle. Staatliche Behörden in den neuen EU-Mitgliedstaaten stehen in diesem Bereich aufgrund einer fragmentierten Form der Entscheidungsfindung, finanzieller Zwänge und fehlender Kohärenz bei der politischen Entwicklung vor besonderen technischen und institutionellen Problemen.

Im Projektnetzwerk waren Gemeinden, Energieversorger, Forschungseinrichtungen und Agenturen für Regionalentwicklung aus dem Heizungsenergiesektor vereint. Der Schwerpunkt des Projekts lag auf der Verbesserung und Förderung von erneuerbaren Energien.

RegEnergy hatte fünf Prioritäten:

  • Verwaltung und Koordinierung
  • Umstrukturierung der lokalen Versorgung mit Fernwärme und gesetzgeberische Reformen
  • Innovative politische Maßnahmen für eine nachhaltige lokale und regionale Versorgung mit Wärmeenergie
  • Innovative Finanzierungsinstrumente für mit Fernwärme versorgte Gebiete und öffentlich-private Investitionen
  • Lokale Energiepilotprojekte im Wärme-/Kältesektor

Die Ergebnisse der Projektmaßnahmen wurden in den Leitfäden „Project Tool for Policy Makers“ und „7 Steps to Your Action Plan“ zusammengetragen.

Die Projektpartner haben einen webbasierten Leitfaden ausgearbeitet, der politischen Entscheidungsträgern auf kommunaler und regionaler Ebene bei der Vermittlung von Richtlinien, Studienergebnissen und bewährten Verfahren zu nachhaltigen Energielösungen als hilfreiche Ressource dient. Er enthält Informationen zu innovativen politischen Maßnahmen und Finanzierungslösungen für nachhaltige Projekte im Wärme- und Kältesektor sowie eine Anleitung zur Erarbeitung von geeigneten Ansätzen zur Umsetzung solcher nachhaltigen Lösungen in anderen Regionen und Gemeinden.

RegEnergy konnte teilweise Einfluss auf die Politik, institutionelle Strukturen und Investitionsentscheidungen in Partnerregionen oder -ländern nehmen. Ausgewählte Projektmethoden und -ergebnisse flossen in die laufende Politikgestaltung ein. Ein Beispiel hierfür ist das regionale Programm zur Biomasseförderung in der italienischen Region Abruzzen. Im Rahmen eines der Nachfolgeprogramme werden die Erkenntnisse von RegEnergy derzeit in politische Empfehlungen für die russische Oblast Kaliningrad umgemünzt. Dem Bundesministerium der Finanzen, dem führenden Projektpartner, war es ein wichtiges Anliegen, institutionelle Veränderungen für eine effiziente Energieversorgung anzugehen.


Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtkosten des Projekts „RegEnergy – Network of Pioneering Communities and Regions Working on Innovative Heat Solutions” betrugen 1 466 234 EUR, zu denen der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) auf Grund der Priorität „Innovation und auf Wissen basierende Wirtschaft“ des INTERREG IIIC-Programms zur europäischen territorialen Zusammenarbeit für den Programmplanungszeitraum 2000 bis 2006 830 942 EUR beigesteuert hat.


Datum des Entwurfs

07/05/2014