Interkultureller Dialog über die gemeinsame Sprache des Fußballs

Das Projekt „Neue Wege nach Europa“ unterstützte eine deutsch-tschechische Fußballschule (DTFS) in ihren Bemühungen, Fußball-Eltern und angehende junge Hoffnungsträger in einem Geist der Zusammenarbeit und der gemeinsamen Verständigung zusammenzubringen.

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Mit Fußball-Kartenspielen das interkulturelle Verständnis fördern © Gerald Prell Mit Fußball-Kartenspielen das interkulturelle Verständnis fördern © Gerald Prell

" Ein Beispiel im Bereich der Zusammenarbeit im Jugendbereich ist die deutsch-tschechische Fußballschule, die die Förderung der sportlichen Aktivitäten mit einem sprachlichen und kulturellen Training kombiniert. Seit 2007 haben ungefähr 6.000 Jugendliche aus beiden Nationen an dem Training, den Veranstaltungen und Turnieren teilgenommen. "

Johannes Hartl, Bayrische Staatsregierung

In dem Bemühen, die sprachlichen und kulturellen „Unterschiede“ zwischen Deutschen und Tschechen in der bayerisch-tschechischen Grenzregion zu verringern, wurde ein auf Jugendliche ausgerichtetes Projekt eingerichtet. Fußball hat sich als eine hervorragende Möglichkeit zum Überwinden der kulturellen Barrieren und zum Aufbauen von Beziehungen über körperliche Betätigung erwiesen. Die Teilnehmer am Trainingslager werden ermutigt, sich unter die Teilnehmer von der anderen Seite der Grenze zu mischen. Die Fußball-Trainingslager fördern das Erlernen einer anderen Sprache und die Wertschätzung von kulturellen Werten.

Das Erreichen vieler Ziele

Das Projekt erregte viel Medieninteresse: Im ersten Jahr des Projekts berichtete die deutsche überregionale Zeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung über die Mini-Europameisterschaft, die von dem Trainingslager organisiert und von der EU gefördert wurde. Ferner wurden Vertreter des Projekts von dem deutschen Bundespräsidenten, Horst Köhler, 2009 zu einem Empfang in Berlin und von Frank-Walter Steinmeier, dem deutschen Außenminister, ebenfalls im Jahr 2009 zu einer Präsentation in Prag eingeladen.

Das Projekt erstreckte sich über die gesamte bayerisch-tschechische Grenze und hielt die Trainingslager in den beiden Ländern abwechselnd ab. Diese wurden in Zusammenarbeit mit sowohl kleinen als auch großen Fußballvereinen organisiert. „Unser Ziel war, so viele Kinder wie möglich einzubeziehen und Kindern aus abgelegenen Regionen oder kleineren Vereinen die Gelegenheit zu geben, auf berühmtere Vereine zu treffen und gegen sie anzutreten“, sagte Gerald Prell von der deutsch-tschechischen Fussballschule (DTFS). „Die besten Spieler wurden für eine gemischte grenzüberschreitende Mannschaft „Team Europa“ ausgewählt und konnten sich in verschiedenen Fußballturnieren mit Vereinen aus der Bundesliga, der tschechische Premier League und anderen europäischen Spitzenligen im Spiel messen.“

Die Verbindung zu anderen europäischen Regionen

Der Verein lud auch führende internationale Akademien zum Austausch von Fachwissen und Trainer zur Unterstützung der Mannschaften ein. Darüber hinaus hat das Projekt ein jährliches Turnier, die zuvor erwähnte Mini-EM, für 11-jährige Fußballspieler aus der Region ins Leben gerufen. An dem Turnier haben die Jugendmannschaften von Manchester United, Bayern München, dem FC Porto, Ajax Amsterdam, ZSKA Moskau, Legia Warschau, Sparta Prag, Paris Saint-Germain und Karpaty Lviv teilgenommen. „Fußball war die Brücke für gegenseitiges Verständnis und ein starkes Zeichen gegen Rassismus“, betonte Gerald Prell.

Gesamtinvestitionen und EU-Fördermittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „New ways to Europe“ betrugen 3 922 353 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 682 821 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Tschechische Republik - Deutschland “ für den Programmplanungszeitraum 2007-2013 beteiligte.

Datum des Entwurfs

24/06/2015