Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der städtischen Gebiete durch Mitwirkung

Das Projekt Stadtregionen wurde ins Leben gerufen, um zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der städtischen Regionen durch eine ausgeglichene Stadt-Land-Entwicklung beizutragen.

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Durch Stadtregionen kamen Staatsorgane zusammen, um bewährte Vorgehensweisen für die Landnutzung und für Transportsysteme zu diskutieren. © Henry Pfeifer Durch Stadtregionen kamen Staatsorgane zusammen, um bewährte Vorgehensweisen für die Landnutzung und für Transportsysteme zu diskutieren. © Henry Pfeifer

" Die Stärkung der funktionalen Zusammenhänge zwischen den großen Städten und ihren umliegenden Gebieten ist entscheidend, wenn es um die umfassende Nutzung von Wettbewerbsvorteilen und die Förderung der polyzentrischen Entwicklung in der Makroregion geht. "

Peggy Sacher, Stadtregionen Projektleiterin, Stadt Leipzig

Die anhaltende Migration von Menschen in die Städte – bereits rund 70 % der europäischen Bevölkerung lebt in Städten – hat dazu geführt, dass der Wohnraum in Städten äußerst wertvoll wurde. Der Bedarf an Bauflächen für Wohnen, Gewerbe und Industrie nimmt zusammen mit einem sich daraus ergebenden Bedarf an verbesserten Verkehrssystemen zu.

Ermittlung der besten Vorgehensweisen

Allerdings wurde das Projekt Stadtregionen eingerichtet, um städtische Behörden und die umliegenden Regionen zusammen zu bringen, um die besten Vorgehensweisen für die Vernetzung zu ermitteln und Verwaltungsstrukturen für die Landnutzung und neue Verkehrssystemprogramme aufzustellen.  "Im Rahmen des Projekts beraten Kernstädte und Umlandgemeinden gemeinsam über Aktionspläne, Aufgabenverteilung und Finanzierung, um die regionale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern", sagt Peggy Sacher, Projektleiterin von Stadtregionen, Stadt Leipzig.

Im Zuge des Projekts wurden Modellpartnerschaften eingerichtet, um langfristige Verträge für die Landnutzungsverwaltung abschließen zu können. In Halle/Leipzig beispielsweise haben Partner eine gemeinsame Verwaltung der Gewerbegebiete über ein Netzwerk, das aus dem komparativen Nutzen der Gemeinden in der städtischen Region profitiert, eingerichtet. In Breslau und Niederschlesien arbeiten jetzt verschiedene Gemeinden als ein Ergebnis des Projekts beim Schutz und der Entwicklung von Grünflächen, der Verwaltung der Vorschulbildung und der Entwicklung von Park-and-Ride-Strategien zusammen.

Strategische Planung

In der Stadtregion Graz wurden die Prinzipien der "sanften Mobilität" auf die ländlichen Gebiete ausgeweitet, während in Prag Strategien entwickelt wurden, um Investitionen in Straßen in der gesamten Großstadtregion zu verwalten. Im Großraum Turin initiierte das Projekt einen Prozess der strategischen Planung zur Einführung einer neuen Qualität der Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den umliegenden Gemeinden.

Die am länderübergreifenden Netzwerk des Projekts beteiligten Partner verfassten ein Positionspapier und Empfehlungen im Hinblick auf die Wirksamkeit der Überführung eines makroregionalen und stadtnahen Ansatzes zu europäischen Strategien für die Entwicklung von Stadtregionen.


Gesamtinvestitionen und EU-Fördermittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „Stadtregionen – Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der städtischen Regionen durch eine ausgeglichene Stadt-Land-Entwicklung“ belaufen sich auf 1 600 420 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung der EU mit 1 252 900 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Mitteleuropa“ im Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 beteiligt.


Datum des Entwurfs

19/12/2014