Das kulturelle Erbe in Mitteleuropa mit der transnationalen Kirchenroute THETRIS erkunden

Ein Projekt, das 11 Partner aus 8 mitteleuropäischen Ländern vereint, unterstützt die ländliche Entwicklung durch die Förderung des Kulturtourismus und trägt zum nachhaltigen Erhalt des religiösen Kulturerbes bei.

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Die reformierte Kirche von Tiszácsecse, Ungarn, eine der in die transnationale Kirchenroute aufgenommenen lokalen Kirchen. © Foto von László Guti Die reformierte Kirche von Tiszácsecse, Ungarn, eine der in die transnationale Kirchenroute aufgenommenen lokalen Kirchen. © Foto von László Guti

" Unsere kleine Kirchengemeinde ist sehr stolz darauf, Teil der THETRIS Transnationalen Kirchenroute zu sein. Unser Dorf hat sich seit Jahrzehnten um den Erhalt unserer besonderen Barockkirche bemüht und jetzt hat sich dank des internationalen Marketing durch THETRIS die Zahl der Besucher in unserem Dorf deutlich erhöht. "

Zsolt Tiba, Pfarrer der Reformierten Kirche von Tiszacsécse, Ungarn

Zur Nutzung des Potenzials der mittelalterlichen Kirchen und lokalen religiösen Denkmäler hat das Projekt THETRIS - kurz für THEmatische Transnationale Kirchen-Routen-Entwicklung unter EInbeziehung der örtlichen GeSellschaft - die Stärken und Schwächen der beteiligten Regionen analysiert und Strategien für die Erhaltung und Förderung der Kirchen entwickelt. Daraufhin wurden lokale und regionale Modellvorhaben in einer grenzüberschreitenden Kirchenroute zusammengefasst, bei der es um die Förderung der Aktivitäten aller Projektpartner insgesamt geht. Die Route vereint 61 Kirchen oder religiöse Denkmäler von 6 verschiedenen Glaubensgemeinschaften.

Grenzüberschreitender Erfahrungsaustausch über Modellvorhaben

Die Analyse des Potenzials der teilnehmenden Regionen ergab ähnliche Stärken und Schwächen. Den Stärken - in der Regel der Reichtum des kulturellen Erbes, das Vorhandensein von starken lokalen Bindungen und Traditionen und die Schönheit der Landschaft der Region - wurde oft durch schlechte Marketingstrategien und unbefriedigende Touristeninformationsdienste, unzureichende Finanzmittel zum Erhalt des kulturellen Erbes und ein mangelndes Bewusstsein und Engagement der lokalen Bevölkerung entgegengewirkt. Es wurden sieben lokale Modellvorhaben eingeführt, die diese Schwachstellen auf verschiedene Weisen beseitigen sollen.

So hat sich der Verband der Gemeinden in der Region Obere Theiß, Ungarn, für moderne Technologie entschieden und eine GPS-basierte Reiseführer-Anwendung entwickelt. Die Diözese Graz-Seckau in Österreich ging ebenfalls diesen Weg und entwickelte eine Anwendung, die mit QR-Codes in ausgewählten Kirchen in der Region verknüpft ist, während die Provinz Turin, Italien, ein Wiederbelebungspaket mit Maßnahmen entwickelt hat, die in verschiedenen Regionen Mitteleuropas eingeführt werden könnten.

Übertragung von Know-how

Die Übertragbarkeit der Erfahrungen ist eines der wichtigsten Elemente des Projekts, da es ein Modell für andere Regionen sein soll. Deshalb werden auch Erfahrungen und bewährte Vorgehensweisen in Seminaren ausgetauscht, um die Nutzung des wirtschaftlichen Potenzials des kulturellen Erbes zu fördern.


Gesamtinvestitionen und EU-Finanzmittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „THETHRIS: THEmatische Transnationale Kirchen-Routen-Entwicklung unter Einbeziehung der örtlichen GeSellschaft” belaufen sich auf 1 509 856 EUR, wobei der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der EU 1 214 923 EUR über das operationelle Programm “MITTELEUROPA” für den Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 beiträgt.


Datum des Entwurfs

19/12/2014