EURUFU hilft Staatsorganen, dem demografischen Wandel in ländlichen Regionen zu begegnen

Durch den Austausch von bewährten Vorgehensweisen, Informationen und Modellvorhaben in Zusammenarbeit mit verschiedenen Interessenvertretern erarbeiten die ländlichen Regionen in Mitteleuropa Lösungswege für die Anpassung an den demografischen Wandel und stellen qualitativ hochwertige öffentliche Dienstleistungen bereit.

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Den Kern des Projekts EURUFU bilden 17 Modellvorhaben für die ländliche Entwicklung. Den Kern des Projekts EURUFU bilden 17 Modellvorhaben für die ländliche Entwicklung.

" EURUFU hat Strategien für regionale selbsttragende Lösungen zur Schaffung von Chancengleichheit und guten Lebensbedingungen entwickelt. Es geht um ganz praktische Fragen, die das Leben der Menschen in Europa in vielerlei Hinsicht beeinflussen. In Thüringen zum Beispiel wird die medizinische Versorgung von Patienten durch Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis oder eine Vereinfachung des Zugriffs auf öffentliche Verkehrsmittel mithilfe eines Mobilitätsberaters gewährleistet. Solche Projekte helfen, die Zukunft der ländlichen Gebiete im Freistaat Thüringen zu sichern. Eines hat sich in den letzten Jahren deutlich gezeigt: Wir können den Wandel nur gestalten, wenn wir bereit sind, den Status quo in Frage zu stellen, neue Ansätze zu erproben und ungewöhnliche Wege zu gehen. "

Dr. Klaus Bongartz, Projektkoordinator

Die Projektpartner der grenzüberschreitenden Initiative EURUFU, was für "European Rural Futures" (Lösungswege für die europäischen ländlichen Regionen) steht, haben sich zusammengeschlossen, um innovative Lösungen für Probleme wie Entvölkerung, Alterung der Bevölkerung, Mangel an sozialem Zusammenhalt und Arbeitslosigkeit zu finden. Die Modellvorhaben in den verschiedenen ländlichen Regionen zielen auf die Einbeziehung der Interessenvertreter vor Ort und die Entwicklung eines basisorientierten Ansatzes ab, wodurch die Einwohner an öffentlichen Entscheidungsfindungsprozessen teilhaben können und die Verwaltung den Menschen näher gebracht wird.

Fünf Arbeitspakete und 17 Modellvorhaben zur Schaffung einer übergreifenden Strategie

EURUFU ist in fünf Arbeitspakete folgenden Inhalts unterteilt: Projektmanagement, Informationsaustausch mit den Partnern und der Öffentlichkeit, Erstellen einer Methodik zur Identifizierung regionaler Stärken und Schwächen, Testen und Auswerten von Maßnahmen anhand von Modellvorhaben und Entwickeln von übertragbaren Strategien und bewährten Vorgehensweisen.

Den Kern des Projekts bilden 17 Modellvorhaben statt der ursprünglich angedachten 10 Maßnahmen, und zwar in den Kategorien Öffentliche soziale Infrastruktur, Sozialer Wohnungsbau, Bildung, Beschäftigungsmöglichkeiten, Soziale Infrastruktur und Mobilitätsanforderungen sowie Mobilität. Zu solchen Maßnahmen zählen beispielsweise Bemühungen zur Verbesserung der ambulanten medizinischen Versorgung im Kyffhäuser Landkreis in Thüringen, Deutschland, neue Wohnmöglichkeiten für junge Menschen in Asti, Italien oder Qualifizierungs- und Sprachkurse für Arbeitssuchende in der Region Usti, Tschechische Republik. Der Mehrwert, die Übertragbarkeit und die Nachhaltigkeit jeder einzelnen Projektmaßnahme wurde anhand eines "kombinierten Prüfberichts" bewertet, wodurch eine globale Bewertung vorgenommen werden konnte.

Identifizieren des ländlichen Potenzials in schwierigen Zeiten

Im Zuge des EURUFU-Projekts wurde auch eine eindeutige Definition und Abgrenzung der ländlichen Gebiete in Mitteleuropa sowie ein Leistungsvergleichssystem erarbeitet, das alle lokalen und regionalen Zielgruppen einschließlich Akteure wie Schulen, Anbieter von Gesundheits- und Sozialdienstleistungen und Gemeinden bei ihren Verhandlungen mit den nationalen Behörden unterstützt. Diese Systeme bilden die Grundlage einer Strategie für das Entfalten des Potenzials der ländlichen Regionen und stellen eines der wichtigsten übertragbaren Ergebnisse des Projekts dar.


Gesamtinvestitionen und EU-Finanzmittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt "European Rural Futures - Neue Möglichkeiten der Sicherung der Daseinsvorsorge in ländlichen Städten und Gemeinden (EURUFU)" liegen bei 2 163 713 EUR, zu denen der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der EU 1 720 938 EUR über das operationelle Programm "Mitteleuropa" für den Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 beiträgt.


Datum des Entwurfs

19/12/2014

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