Umgehungsstraße in Limassol soll Verkehr erleichtern

Auf der drittgrößten Mittelmeerinsel mit etwa 800 000 Einwohnern wird derzeit ein umfangreiches Projekt zur Modernisierung der Umgehungsstraße in Limassol durchgeführt. Diese Straße verbessert nicht nur den Zugang zum Hafen von Limassol, sondern gewährleistet auch einen reibungslosen Verkehr aus Richtung Nicosia und Paphos. Dank des Projekts lassen sich die vielen Staus um den Seehafen, der im Jahr 2000 Abreise und Ankunft von etwa 1 Million Passagiere abwickelte, endlich verringern.

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Die Umgehungsstraße von Limassol soll Verkehrsverbindungen in Zypern verbessern Die Umgehungsstraße von Limassol soll Verkehrsverbindungen in Zypern verbessern

„Ich lebe in einem der Vororte von Limassol und nutze die Autobahn auf meinem Weg zur Arbeit. Entsprechend sehe ich die positiven Auswirkungen der Umgehungsstraße jeden Tag aus erster Hand. Zu den Vorteilen zählen ein reibungsloser Durchgangsverkehr sowie eine deutliche Senkung der Verkehrsstaus. Und natürlich auch eine bessere Luft."
Coralia Massoura, Stadtverwaltung Limassol

Zypern hat in den letzten 25 Jahren ein äußerst dichtes Straßennetz angelegt und entsprechend kaum Bedarf für neue Verkehrswege. Infolgedessen wurde es im Rahmen dieses vom EU-Kohäsionsfonds unterstützten Projekts vorgezogen, Umgehungsstraßen für große Stadtzentren und vereinfachten Zugang zu Häfen und Flughäfen anzulegen.

Von Nicosia nach Paphos

Um einen reibungslosen Verkehrsfluss auf der Umgehungsstraße in Richtung Nicosia und Paphos zu ermöglichen, wurden in Agios Athanaisos, einem Vorort von Limassol, eine Unterführung und ein Verkehrskreisel gebaut. Die Arbeiten umfassten zudem zwei Brückenkonstruktionen von jeweils 23,3 m Länge, eine Fußgängerüberführung, vier unterirdische Fußgängerwege, Stützmauern und neue Beläge für die Zubringer.

Einige Veränderungen erfuhr auch der Verkehrskreisel von Germasogeia. Hierzu zählten eine 304 m lange Brücke, zwei 75 m lange und 12 m breite Brücken über den Fluss Amathos, zwei neue unterirdische Fußgängerwege sowie der Bau einer doppelspurigen Umgehungsstraße mit einer Länge von 2 km.

Durch den Ausbau des Transportsystems tragen diese beiden Erweiterungen dazu bei, den wirtschaftlichen und sozialen Wohlstand des Landes sicherzustellen. 

Mehr Sicherheit für die Straßen

Zypern gilt als eines der wachstumsstärksten Länder Europas. Von daher verwundert es kaum, dass auch der Verkehr in den letzten 10 Jahren enorm zugelegt hat: So stieg allein die Zahl der Kraftfahrzeuge um 65 %. Das Projekt zum Bau der Umgehungsstraße Limassol soll diesem Wachstum Rechnung tragen und unterstreicht die Bedeutung der Sicherheit in einem Land, in dem die Hälfte der Bevölkerung in den vier größten Städten, d. h. Nicosia, Limassol, Larnaca und Paphos, lebt.

Im Zuge des steigenden Verkehrs war die Sicherheit zunehmend auf der Strecke geblieben. So lag die Zahl der Verkehrstoten 2004 mit 117 wesentlich höher als 2003 (97). Entsprechend haben die projektspezifischen Verbesserungen nicht nur die Staus, sondern auch – und das ist noch wichtiger – die Zahl tödlicher Verkehrsunfälle drastisch reduziert.

Datum des Entwurfs

17/12/2009