Neues Leben in alten Gemäuern

Ein bis vor kurzem heruntergekommenes Viertel im Ostteil von Nikosia wird jetzt im Rahmen einer Reihe von Projekten zur Ankurbelung der sozialen und wirtschaftlichen Aktivität auf Vordermann gebracht. Das Projekt umfasste die Restaurierung eines leerstehenden historischen Gebäudes (das alte Armenhaus), das zu einem modernen Zentrum wurde, wo die lokale Bevölkerung, insbesondere ältere Menschen und Einwanderer, soziale und kulturelle Dienstleistungen in Anspruch nehmen könne.

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Leerstehendes Gebäude in Nikosia wird  nun sozialer und kultureller Bestimmung zugeführt Leerstehendes Gebäude in Nikosia wird nun sozialer und kultureller Bestimmung zugeführt

„Das Projekt ist ein sehr gutes Beispiel dafür, was mithilfe der EU-Regionalpolitik und den für ausgewogene und nachhaltige Entwicklung auf europäischer, nationaler und lokaler Ebene verfügbaren Mitteln erreicht werden kann. Es ist auch das Ergebnis einer gezielten Zusammenarbeit aller Regierungsebenen.“
Auszug einer Rede von Eleni Mavrou, Bürgermeisterin von Nikosia

Das am 21. Dezember 2008 abgeschlossene Projekt hat es geschafft, eine Balance zwischen dem Erhalt der architektonischen Schönheit der Originalgebäude und den neuen Merkmalen, insbesondere der Innengestaltung, herzustellen. Insgesamt wurden 3 000 m2 an Gebäude- und Freiflächen umgestaltet.

Heruntergekommene Viertel auf Vordermann bringen

Mit finanzieller Unterstützung der EU und in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung von Nikosia konnte die Abteilung für Stadtplanung und Wohnungswesen ein Zentrum auf die Beine stellen, das nicht nur der lokalen Bevölkerung im von Stadtmauern umgrenzten Alt-Nikosia, sondern auch den Menschen im weiteren Umkreis zugute kommt. Die Stadtverwaltung sah Handlungsbedarf, um die alten Viertel an der Waffenstillstandslinie im Rahmen der Sanierung des Ostteils der Stadt wiederzubeleben.

Den alten Charme bewahren

Das Projekt sah die Restaurierung des bestehenden Gebäudekomplexes vor, wobei darauf geachtet wurde, die Zubauten und Änderungen auf ein Minimum zu beschränken. Die Arbeiten wurden im Einklang mit internationalen Grundsätzen für bewährte Verfahren und Chartas bezüglich des architektonischen Erbes ausgeführt. Die Innenbereiche mussten baulich an die von der Stadtverwaltung für das Mehrzweckgebäude geplanten diversen Aktivitäten angepasst werden. Außerdem wurden Nebengebäude errichtet und die umliegenden Flächen für verschiedene Veranstaltungen wie Freiluftaktivitäten umgestaltet.

Für alle Generationen

Die verschiedenen Aktivitäten des Zentrums sind im Hauptgebäude angesiedelt. Der nördliche Teil ist der Verwaltung vorbehalten, im mittleren Teil, der auch der älteste ist, werden kulturelle Aktivitäten organisiert und der Südteil mit verschiedenen Bereichen und Räumlichkeiten entsprechend der Zielgruppe wird für Sozialprogramme für ältere Menschen, Zuwanderer und Kinder genutzt. Insgesamt betraf das Projekt eine Gebäudefläche von 780 m² und Freiflächen von 2 150 m².


Datum des Entwurfs

17/12/2009