Das Hochwasserrisiko im Einzugsgebiet der Donau senken

Das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanzierte Projekt DANUBE FLOODRISK führt die kosteneffektivsten Maßnahmen zur Senkung des Hochwasserrisikos in der Region ein; davon profitieren sowohl das ländliche Umfeld als auch Städte enorm.

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Überschwemmungsgebiet der Donau aus der Vogelperspektive. Überschwemmungsgebiet der Donau aus der Vogelperspektive.

Das Projekt hat Wissenschaftler, Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes, NROs und Interessenvertreter aus allen Donauländern zusammengebracht. Gemeinsam haben sie ein skalierbares System von Hochwasserrisikokarten für die Überschwemmungsgebiete der Donau entwickelt. Das Projektteam hat darüber hinaus eine Reihe von Maßnahmen zur Eindämmung des Hochwasserrisikos, neue Raumentwicklungspläne und Instrumente zur Bewertung der wirtschaftlichen Entwicklung in Hochwassergebieten eingeführt. Wesentlich ist aber, dass seine Arbeit zu einer größeren Sensibilität für Hochwasserrisiken bei wichtigen Interessenvertretern und bei der Allgemeinheit geführt hat.

Die Donau ist eine der wichtigsten natürlichen Achsen in Südosteuropa und verbindet die meisten Länder der Region. Das katastrophale Hochwasser von 2006 zeigte erstmals, wie anfällig das Gebiet für extreme Naturereignisse ist. Außerdem sind die durch Hochwasser verursachten Schäden aufgrund der zunehmenden industriellen und städtischen Ansiedlungen der jüngsten Vergangenheit deutlich gestiegen.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Ein transnationaler, fachübergreifender und auf Interessenvertreter ausgerichteter Ansatz war unerlässlich für die angemessene Beurteilung und Kartierung des Hochwasserrisikos. Und da am Hochwasserrisikomanagement zahlreiche Akteure beteiligt sind, war die Harmonisierung ein wesentlicher Aspekt des Projekts. Diese „grundsätzliche Interpretation“ der Ereignisse bezog auch die Festlegung von Zielen und die Beantwortung wichtiger technischer Fragen mit ein.

Das Projekt leistet über den Schwerpunktbereich 5, „Umweltrisiken“, einen wichtigen Beitrag zur Arbeit im Rahmen der EU-Strategie für den Donauraum. Dies ist ein erster Schritt hin zur Entwicklung und Umsetzung eines gemeinsamen übergeordneten Plans zum Hochwasserrisikomanagement im gesamten Einzugsgebiet der Donau; dies soll bis 2015 erfolgen. DANUBE FLOODRISK hat zu einer Verbesserung der sozioökonomischen Bedingungen im Einzugsgebiet der Donau und geringeren Hochwasserschäden im Überschwemmungsgebiet gesorgt. Darüber hinaus hat das Projekt den Rahmen der langfristigen strategischen Planung für das Hochwasserrisikomanagement verbessert. Experten sind der Ansicht, dass das Projekt weit über den strategischen Schwerpunkt Risikomanagement hinausreicht und zu einem Vorzeigeprojekt für das Programm Südosteuropa werden könnte.

Durch das Projekt sind 28 neue Arbeitsplätze im Projekt- und Finanzmanagement entstanden. Auch im Bereich Hochwasserschutz sind Hunderte neuer Stellen entstanden.

Mithilfe des Projekts DANUBE FLOODRISK konnte eine stabile transnationale Zusammenarbeit der Länder des Programms Südosteuropa erreicht werden. Alle Beteiligten entwickelten umfassende Kenntnisse über die Strategie, Prioritäten und Methoden des Hochwasserrisikomanagements. Darüber hinaus wurden hydraulische Modelle harmonisiert sowie eine gemeinsame Datenbank und Hochwasserrisikokarten erarbeitet.“

  • Dr. Mary-Jeanne Adler, wissenschaftliche Leiterin, leitende Beraterin des Ministeriums für Umwelt und Wälder

Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtkosten des Projekts „Danube Floodrisk“ belaufen sich auf 6 376 563 EUR. Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung trägt dazu im Programmplanungszeitraum 2007-2013 5 003 647 EUR durch das operationelle Programm „Transnationale Zusammenarbeit in Südosteuropa“ bei. 


Datum des Entwurfs

04/05/2014