Nach oben keine Grenzen für Luftfahrt-Kompetenzzentrum

Auf dem internationalen Flughafen Ostende-Brügge hat 2007 ein neues Know-how-, Kompetenz- und Ausbildungszentrum für die flämische Luftfahrtsindustrie seine Pforten geöffnet. Das VLOC (flämisches Ausbildungszentrum für die Luftfahrt) bildet jährlich ca. 200 Studenten aus.

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Honen im Schulungszentrum des Internationalen Flughafens Ostende-Brügge Honen im Schulungszentrum des Internationalen Flughafens Ostende-Brügge

„Die Studenten des VLOC haben die einmalige Möglichkeit, modernste Luftverkehrsinfrastruktur zu nutzen. Das hilft ihnen beim späteren Übergang ins Berufsleben.“
Ivan Becuwe, Lehrbeauftragter, VLOC

Das nach dem Vorbild einer Einrichtung in der belgischen Region Wallonien errichtete und in Flandern einmalige Zentrum bietet eine Reihe von Kursen für Ingenieure bis Piloten an. Es verdankt sein Entstehen dem Zusammenwirken von Behörden und privaten Partnern und konnte sich in einem heftig umkämpften Umfeld rasch als Exzellenzzentrum etablieren.

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Die Luft- und Raumfahrtindustrie ist mit mehreren Dutzend flämischen Unternehmen, Forschungszentren und Bildungseinrichtungen von strategischer Bedeutung für Flandern. Der Sektor hat in jüngster Zeit ein beachtliches Wachstum verzeichnet und schafft Arbeitsplätze mit hoher Wertschöpfung für über 50 000 Menschen.

Kürzlich in Flandern durchgeführte Studien haben jedoch eine integrierte Luftfahrts- und Flughafenpolitik der Region sowie bessere Aus- und Weiterbildungsangebote für die Beschäftigten des Sektors angemahnt. Außerdem haben Fachkräfte der Luftfahrt auf die extreme Zersplitterung der Weiterbildung in Flandern hingewiesen, was auch Wettbewerbsnachteile gegenüber den Nachbarregionen und -ländern brachte.

Das im Juni 2007 am Flughafen Ostende-Brügge eröffnete VLOC ist das Ergebnis einer Partnerschaft zwischen der Region Flandern, Privatunternehmen, Fachhochschulen und Universitäten. Das neue Gebäude und die Einrichtungen wurden von der Katholischen Hochschule Brügge-Ostende (KHBO) mit Unterstützung der flämischen Regierung und der EU, die für ein Drittel der Gesamtbaukosten aufkam, errichtet. Hier sollen Linienpiloten, Luftfahrtingenieure und Fluggerätetechniker aus- und weitergebildet werden.

Ausbildungszentrum erfüllt JAR-Vorschriften

Im Zentrum wird sowohl theoretische als auch praktische Ausbildung angeboten. Es steht allen offen, von Schülern höherer Berufsfachschulen bis Universitätsstudenten und Fachkräften aus der Branche, die ihre Kenntnisse aktualisieren möchten, wie auch Arbeitsuchenden aus der Region.

Mithilfe von Flugzeugmotoren, Multimedia-Ausstattung wie Cockpit-Simulatoren und Systemtrainer und ggf. Fernunterricht bietet das VLOC eine Ausbildung auf hohem Niveau, die für die jährlich circa 200 Studenten neue Karrieremöglichkeiten eröffnet. Ab 2014 soll die Studentenzahl auf 320 erhöht werden.

Das Zentrum bietet 12 Vollzeitstellen für Ausbilder, Betreuer und andere Beschäftigte, hinzu kommen noch indirekte lokale Arbeitsplätze in Bereichen wie Verkehr und Hotellerie. Es deckt auch den Schulungs- bzw. Umschulungsbedarf für das Flugzeugwartungspersonal und erfüllt die seit 2003 in Europa geltenden gemeinsamen Lufttüchtigkeitsvorschriften (JAR).

Datum des Entwurfs

17/01/2010