Saubere Seeverkehrstechnologie für die Nordsee

Ziel des Projekts „Sauberer Seeverkehr für die Nordsee“ (CNSS), an dem 18 Partner aus 6 Ländern beteiligt sind, ist die Reduzierung der Abgasemissionen von Schiffen in der Nordseeregion.

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Projekte wie dieses helfen der EU dabei, gemäß den Vorgaben der Wachstumsstrategie EU 2020 bis zum Jahr 2020 eine intelligente, nachhaltige und integrative Wirtschaft zu werden. Die EU sieht sich einigen schwierigen Herausforderungen gegenüber, unter anderem einer älter werdenden Bevölkerung, einer unzureichend qualifizierten Arbeitnehmerschaft, einem größeren Bedarf an Innovation, der Schaffung eines Gleichgewichts zwischen Wirtschaftswachstum und Umweltschutz sowie der Sicherstellung sicherer, sauberer Energielieferungen. Projekte im Bereich Regionalpolitik in der ganzen EU spielen bei der Bewältigung dieser und zahlreicher anderer Herausforderungen eine aktive Rolle. Dies geschieht durch die Durchführung von Projekten zur Schaffung von Arbeitsplätzen, der Verbesserung des Bildungsniveaus, der Entwicklung erneuerbarer Energiequellen, der Ankurbelung der Produktivität sowie zur Schaffung von Möglichkeiten für alle Bürgerinnen und Bürger. Die Projekte und Regionen spielen hierbei eine wichtige Rolle, da sie echte Ergebnisse generieren, die zur Erreichung der wesentlichen Ziele der Strategie beitragen.

Ziel von CNSS ist die Reduzierung der durch die Luftverschmutzung und die Treibhausgase des Seeverkehrs entlang der Nordseeküste sowie an Nordseehäfen verursachten Belastungen für Umwelt und Gesundheit durch eine Sensibilisierung für das Thema, den Austausch von Kenntnissen und die Überzeugung einflussreicher Interessengruppen zur Ergreifung von Maßnahmen. Es ist eines einer Reihe von Projekten die von Programm INTERREG IVB – Nordseeregion finanziell unterstütz werden, um auf allen Ebenen Daten für die nächste Generation von Politik und Strategien für die Seeschifffahrt zu liefern.

Ursache und Wirkung

Die Seeschifffahrt ist zwar mit Abstand eines der umweltfreundlichsten Transportmittel, jedoch trägt sie dennoch erheblich zur Luftverschmutzung bei. Die aktuelle Mitteilung der EU zur Zukunft des Verkehrs besagt, dass von Schiffen verursachte Emissionen reduziert werden müssen, um den gefährlich hohen Luftverschmutzungswerten entgegenzuwirken. Die Gesetzgebung der EU schreibt außerdem für Schiffe am Liegeplatz in EU Häfen seit 2010 einen Grenzwert für Schwefel von 0,1 % vor. In der Nord  und Ostseeregion gilt dieser Grenzwert für Schiffe auf See ab dem Jahr 2015. Aus diesem Grund werden die Schiffe zu leichteren Treibstoffen wechseln müssen, was zu einer Erhöhung der Treibstoffkosten und somit zu erheblichen negativen wirtschaftlichen Auswirkungen für die Seeschifffahrt auf der Nordsee sowie die betreffenden Hafenindustrien führen wird.

Umweltfreundliche und nachhaltige Lösungen

Im Rahmen des CNSS Projekts werden Studien zur Bewertung der Luftqualität an Häfen und in den umliegenden Gebieten durchgeführt. Auf der Grundlage der Ergebnisse werden transparente, kostengünstige technologische Lösungen und Programme für eine bessere Luftqualität entwickelt. Man wird sich bemühen, umweltfreundliche, nachhaltige, kostengünstige Konzepte und praktische Lösungen gemäß den Standards der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) umzusetzen.

Saubere Technologie für die Seeschifffahrt

Ziel des Projekts ist eine Reduzierung der Luftverschmutzung und der Treibhausgasemissionen durch die Untersuchung verfügbarer Technologie und die Umsetzung einer kostengünstigen und saubereren Infrastruktur die Energielieferungen für Schiffe in Häfen sowie auf See. Ziel ist die groß angelegte Einführung einer Technologie für die „saubere Seeschifffahrt“ in der Nordseeregion durch die Entwicklung einer kostengünstigen Umsetzung von Demonstrationsprojekten. Im Rahmen des Projekts wird es auch Anreize und einen rechtlichen Rahmen geben, die auf die Nutzung umweltfreundlicher Technologien und Treibstoffe bei Schiffen abzielen, ohne dabei die Wettbewerbsfähigkeit der Seeschifffahrt auf der Nordsee zu beeinträchtigen.

Erwartete Ergebnisse

  • Gemeinsames Handbuch zur Nutzung unterschiedlicher Programme zur Luftqualität;
  • Gemeinsame Strategie für die Nordseeschifffahrt;
  • Entwicklung einer „gemeinsamen Umwelterklärung“;
  • Gemeinsame Leitlinien zur Umsetzung eines saubereren Seeverkehrs;
  • Studie zu den Auswirkungen künftiger Szenarien von Schiffsemissionen;
  • Demonstrationsprojekte für eine harmonisierte Überwachung/Simulation an 2/4 Häfen.

Datum des Entwurfs

29/08/2011