Erweiterung der wirtschaftlichen und sozialen E-Inclusion der wachsenden Gruppe der über 65-Jährigen

Investitionsprogramm ermöglicht der alternden europäischen Bevölkerung die aktive gesellschaftliche Teilnahme dank iAge und stärkerer Nutzung der IKT

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Es gibt viele Gründe, weshalb E-Development für die Generation der über 65-Jährigen eine besondere Herausforderung darstellt. Es gibt viele Gründe, weshalb E-Development für die Generation der über 65-Jährigen eine besondere Herausforderung darstellt.

" Selbst in der Wohnung einer 98-jährigen Dame wurde ein Videofon zur Fernversorgung installiert. Wir haben bewusst ein bewährtes und getestetes System gewählt, das anerkannt, erschwinglich und zuverlässig ist. Auffallend war jedoch, dass es immer noch das Vorurteil gibt, Senioren seien nicht online. Aber das ist Unsinn. Viele ältere Mitbürger haben einen Computer oder ein iPad. Es gibt Menschen, die etwas zögerlich sind und sagen, sie könnten das nicht, aber dank des Touchscreens ist es ein Kinderspiel. "

Gert Brouwer, Leiter der häuslichen Betreuung beim Pflegedienstleister Oosterlengte

Bis 2030 wird die Zahl der über 65-Jährigen in Europa um über 50 % zugenommen haben. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Renten, das Gesundheitswesen, den Arbeitsmarkt und die Zukunftsfähigkeit der Gemeinwesen. Gleichzeitig sind die Senioren heute gesünder, mobiler, qualifizierter, IT-kompetenter und haben eine größere Kaufkraft als jede Generation vor ihnen. Die Nordseeregion kann von diesem Potenzial profitieren und dynamische und erfolgreiche Gemeinwesen entwickeln. Transnationale Maßnahmen und gemeinsame Analysen im Rahmen des iAge-Projekts führen zu Erfolgen im Hinblick auf die Ziele von Europa 2020 für Innovation und Beschäftigung.

Dank des iAge-Projekts sind sehr viele relevante regionale und transnationale Aktivitäten rund um das Thema „E-Inclusion älterer Menschen“ entstanden. Es werden Untersuchungen zu zahlreichen interessanten Themen in den Bereichen „Arbeitsmarkt“ und „unabhängiges Leben“ durchgeführt. In enger Zusammenarbeit mit Endnutzern werden Tools und Apps entwickelt, es entstehen Merkblätter und Leitlinien zum Thema „Lernen“, und die Toolbox-Gestaltung ist abgeschlossen. Der transnationale Austausch wurde durch die Erstellung von Präsentationen, Berichten und Newslettern sichergestellt.

Hilfe für arbeitslose Senioren, ein eigenes Unternehmen zu gründen

Die iAge-Partner haben Untersuchungen und Pilotprojekte sowie Peer Reviews zu den Aktivitäten durchgeführt und die Ergebnisse veröffentlicht.

Im Mittelpunkt stand die Erwerbsbeteiligung mittels IKT. Auch die ehrenamtliche und selbständige Tätigkeit sowie das schrittweise Ausscheiden aus dem Erwerbsleben wurden dabei berücksichtigt.

Die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein (WAK in Kiel) brachte beispielsweise die Runpat-Software in die Partnerschaft ein, um Senioren zur Unternehmensgründung zu ermutigen. In Zusammenarbeit mit den regionalen Arbeitsvermittlungsstellen, bei denen arbeitslose Teilnehmer zwischen 55 und 64 Jahren an einer individuellen Betreuung und Beratung zur Gründung eines eigenen Unternehmens teilnahmen, wurde die Runpad-Software von Teilnehmern und Betreuern getestet und bewertet. Die Software wird zur Entwicklung intelligenterer Geschäftsmodelle eingesetzt und steht im Rahmen der Partnerschaft für weitere transnationale Tests und Bewertungen nun auch in englischer Sprache zur Verfügung.


Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „iAge: e-inclusion in Ageing Europe“ belaufen sich auf 2 543 878 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 1 271 939 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Nordseeregion“ für den Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 beteiligt hat.


Datum des Entwurfs

22/05/2015

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