Ein wettbewerbsfähiges Hainaut am Horizont

Das Projekt Hainaut Biomed soll Hainaut sowie die Großregion Wallonien an die Spitze der biomedizinischen Industrie bringen. Hierzu soll ein Querschnitt forschungsorientierter Experten in diesem Bereich an einen Tisch gebracht werden.

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Projekte wie dieses helfen der EU dabei, gemäß den Vorgaben der Wachstumsstrategie EU 2020 bis zum Jahr 2020 eine intelligente, nachhaltige und integrative Wirtschaft zu werden. Die EU sieht sich einigen schwierigen Herausforderungen gegenüber, unter anderem einer älter werdenden Bevölkerung, einer unzureichend qualifizierten Arbeitnehmerschaft, einem größeren Bedarf an Innovation, der Schaffung eines Gleichgewichts zwischen Wirtschaftswachstum und Umweltschutz sowie der Sicherstellung sicherer, sauberer Energielieferungen. Projekte im Bereich Regionalpolitik in der ganzen EU spielen bei der Bewältigung dieser und zahlreicher anderer Herausforderungen eine aktive Rolle. Dies geschieht durch die Durchführung von Projekten zur Schaffung von Arbeitsplätzen, der Verbesserung des Bildungsniveaus, der Entwicklung erneuerbarer Energiequellen, der Ankurbelung der Produktivität sowie zur Schaffung von Möglichkeiten für alle Bürgerinnen und Bürger. Die Projekte und Regionen spielen hierbei eine wichtige Rolle, da sie echte Ergebnisse generieren, die zur Erreichung der wesentlichen Ziele der Strategie beitragen.

Das Budget des Projekts, dessen Schwerpunkt auf drei Bereichen, nämlich einem Bildgebungszentrum, gemeinsamer Forschung von Akademikern und Unternehmen sowie der Unterstützung des Forschungszentrums ImmuneHealth, liegt, erlaubt die Einstellung von 19 Forschern, denen Unterstützung sowie die erforderliche Ausrüstung zur Verfügung gestellt wird, damit eine weltweit anerkannte Qualität der biomedizinischen Forschung gewährleistet werden kann.

Lokales Potenzial erkannt

Das Projekt Hainaut Biomed umfasst die Zusammenarbeit zwischen der Freien Universität Brüssel, der Universität Mons, der Akademie Wallonien-Brüssel (Académie Wallonie-Bruxelles) sowie des Wettbewerbsclusters Biowin. Die drei Projektbereicht umfassen die Forschung, Schulung und Instrumente, die erforderlich sind, um Hainaut weltweit zu einem starken Wettbewerber im Bereich Biomedizin zu machen.

Der erste Schwerpunkt liegt auf der Einrichtung eines modernen Bildgebungszentrums in der Region. Zusätzlich zur dort durchgeführten Bildgebungsarbeit dient dies zwei weiteren Zwecken: der Anzapfung des lokalen Potenzials sowie der Anlockung externer Investitionen. Das breite Spektrum an Bildgebungsausrüstung wird dabei helfen, das lokale Forschungspotenzial zu fördern und Unternehmen sowie Forschungszentren zu den bereitgestellten Plattformen anziehen, die qualitativ hochwertige Programme anbieten, die strenge industrielle Standards erfüllen. Darüber hinaus werden der Industrie und den Akademikern auch Schulungsmodule für die Ausrüstung bereitgestellt.

Analysen des modernen Gesundheitswesens

Der zweite Bereich unterstützt die Innovation im Bereich industrieller Produkte und Prozesse durch die gemeinsame Forschung von Akademikern und Unternehmen. Es werden zwei spezifische Projekte durchgeführt: OCPAM – Optimierung einer Produktionskette für monoklonale Antikörper („Optimisation of a Production Chain for Monoclonal Antibodies”) und PSEUDART: Benennung neuer diagnostischer Ziele für Pseudo-Osteoarthrose sowie Entwicklung innovativer Therapiekonzepte mithilfe der Zelltherapie. Das dritte Ziel des Projekts ist die Unterstützung biomedizinischer Unternehmen. Dies soll durch die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des gemeinsamen Forschungszentrums ImmuneHealth, insbesondere im Bereich immunologischer Analysen, erreicht werden. An den durchzuführenden Arbeiten werden akademische Labors, Partner aus der Industrie und dem CER, einem anerkannten gemeinsamen Forschungszentrum in Marloie beteiligt sein.


Datum des Entwurfs

17/08/2011