Anschub für Karriere und Unternehmensentwicklung

Ein Programm für Hochschulabsolventen vermittelt speziell ausgebildete Studenten an Kleinbetriebe in Niederösterreich. Die Studenten erhalten dadurch die Möglichkeit, ihr technisches Fachwissen in der Praxis anzuwenden, und die Unternehmen, ihr Innovationsniveau zu steigern. Den Studenten oder „Innovationsassistenten“ wird damit der Aufstieg auf der Karriereleiter erleichtert, während die Unternehmen neue Kompetenzen gewinnen und neue Produkte entwickeln.

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„Durch das Projekt Innovationsassistent ist uns der Schritt vom Kleinunternehmen zum mittelständischen Betrieb gelungen. Wir haben mehrere technische Verbesserungen umgesetzt und in die Steigerung des Niveaus interner Prozesse auf einen hohen professionellen Standard investiert.“
Herbert Wimberger, WIMTEC Elektronische Steuerungs- und Meßgeräte GmbH

Bei Projektbeginn hatten neun von zehn Unternehmen in Niederösterreich weniger als 50 Beschäftigte. Nur selten verfügten die Kleinbetriebe über die notwendigen Ressourcen für eine strategische Planung. Die Region wurde zudem mit einem Abzug von hochqualifizierten Kräften ins nahegelegene Wien konfrontiert. Das Programm gibt den Unternehmen daher den notwendigen Impuls, um ihre Wettbewerbsfähigkeit durch strategische Planung und Innovation zu steigern, und sechs von zehn Unternehmen bieten den Absolventen die Möglichkeit, in dem Unternehmen zu bleiben.

Möglichkeiten schaffen und nutzen

Interessierte Unternehmen bewarben sich beim Bundesland Niederösterreich, indem sie einen Vorschlag für ein konkretes Innovationsprojekt einreichten. In der Regel werden zwischen 10 und 20 Anträge pro Jahr genehmigt. Das Bundesland wählt diese Vorschläge aus, nachdem es einen Beamten zu einem Besuch bei dem antragstellenden Unternehmen abbestellt hatte, um das Projekt mit dem Geschäftsführer zu diskutieren. Nach Auswahl des Unternehmens stellt dieses seinen eigenen Innovationsassistenten ein, entweder durch direkte Kontakte oder durch eine Stellenanzeige in einer Zeitung.

Der Innovationsassistent besucht eine speziell gestaltete Ausbildungsreihe für Postgraduierte an der Donau Universität Krems unter der Bezeichnung „Innovationsmanagement“. Die Teilnahme wird zum Teil aus Fördermitteln finanziert. Der Universitätslehrgang befasst sich mit folgenden Themen: Projektmanagement, Innovationsmanagement, Präsentationstechniken, Gesprächsführung, Führungskompetenzen, Kreativitätstechniken und Teambildung.

In einem Fall engagierte das auf Kettensägen spezialisierte Unternehmen Prinz einen Innovationsassistenten, um die Effizienz der Sägen durch Design zu steigern. Das Projekt ermöglichte die Einstellung eines Diplom-Ingenieurs über die Dauer des Programms hinaus. Ohne entsprechende Finanzierung hätte sich dieser Kleinbetrieb die Einstellung eines Ingenieurs nicht leisten können.

Innovation steigern, Nutzen vergrößern

Durch dieses Programm wurden ungefähr 70 Innovationsprojekte in kleinen und mittleren Unternehmen in Niederösterreich durchführt; ungefähr 50 Hochschulabsolventen besuchten Lehrgänge für Innovationsmanagement.

Die Ergebnisse dieser Projekte bestätigen den Wert des Programms. In 80% der Fälle wurden erhebliche Fortschritte bei der Entwicklung neuer Produkte erzielt. Zumindest ein neuer Arbeitsplatz wurde in der überwiegenden Mehrheit der teilnehmenden Unternehmen geschaffen. Durchschnittlich entstanden drei bis vier Arbeitsplätze.

Der Arbeitsvertrag für Innovationsassistenten wurde in den meisten Fällen verlängert und die Hälfte der Assistenten übt derzeit Führungsfunktionen aus. Weitere Vorteile: verbesserte Produktionsprozesse, Umsatzsteigerung dank neuer Produkte, verbesserte Strategien für Unternehmensinnovation und bessere Arbeitsmoral und Motivation des gesamten Personals.

Datum des Entwurfs

15/06/2010