Zentrum für virtuelle Realität im österreichischen Bundesland Vorarlberg

Als Bindeglied zwischen den drei hochentwickelten Ländern Deutschland, Schweiz und Liechtenstein befindet sich das westlichste österreichische Bundesland Vorarlberg in idealer Lage für innovative Projekte. Ein Paradebeispiel ist das dortige Zentrum für virtuelle Realität. Diese Einrichtung geht über die normale Computerwissenschaft hinaus und ist dadurch in der Lage, neue Multimedia-Anwendungen zu entwickeln.

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Virtuelle Realität auf dem Display Virtuelle Realität auf dem Display

„Das Zentrum für virtuelle Forschung wurde mit Unterstützung des EFRE aufgebaut und ist inzwischen Bestandteil des Forschungsinstituts für nutzerorientierte Technologien der Fachhochschule Vorarlberg. Durch diese neue Infrastruktur konnten wir ein neues Kooperationsnetzwerk mit regionalen Unternehmen wie Benninger AG, Coaster GmbH, Doppelmayr GmbH und ZF Friedrichshafen AG schaffen. Viel wichtiger aber ist, dass es uns damit gelungen ist, den Bereich der virtuellen Realität als neuen Schwerpunktbereich an der Fachhochschule Vorarlberg einzuführen.“
Prof Dr. Guido Kempter, Leiter des Forschungsinstituts für nutzerorientierte Technologien

Dank der Unterstützung der EU und der österreichischen Regierung kann das Zentrum diese Anwendungen in den unterschiedlichsten Sektoren einsetzen, darunter Medizin, Architektur, Industrie und Unterhaltung.

In einer virtuellen Welt forschen

Obschon es im Bundesland Vorarlberg keine Universität gibt, sind die 145 000 Erwerbstätigen dort äußerst gut ausgebildet. Neben den schulischen und akademischen Bildungseinrichtungen bietet die dortige Fachhochschule hochspezialisierte Fächer wie Produktionsautomatisierung, internes Prozessmanagement sowie Gestaltung und Kunst an. Zum Angebot an beruflicher Bildung gehört im Übrigen auch ein Praktikumsprogramm.

Das Zentrum für virtuelle Realität wurde an der Fachhochschule als Bestandteil des Forschungszentrums für nutzerorientierte Technologien eingerichtet. Die im Zentrum durchgeführten Aktivitäten sind neuerdings ebenfalls Gegenstand des Studiengangs Mediendesign. Inzwischen ist der Bereich der virtuellen Realität einer der wichtigsten neuen Forschungsbereiche in dieser Einrichtung.

Zu den neuen und verbesserten Forschungsgeräten gehört auch eine Anlage für stereoskopische Projektionen, die Nutzern die Interaktion mit einer virtuellen Umgebung ermöglicht.

Chancen eröffnen

Das Zentrum hat neue Chancen für Forschung und Entwicklung in Zusammenarbeit mit Universitäten und lokalen Unternehmen geschaffen. Derzeit ist es mit 48 regionalen Unternehmen verbunden, die sich u. a. mit Marktanalyse befassen.

Dank des Projekts ist das Bundesland Vorarlberg wieder in der Lage, hochqualifizierte Arbeitnehmer anzuziehen und zu halten, nachdem Industrieunternehmen früher eher in die Nachbarländer abwanderten.

Neben der Visualisierung von Produkten für Architekturprojekte und insbesondere Museen wird die virtuelle Realität im Zentrum nun ebenfalls zur Bewertung von Produkten in den Bereichen Ergonomie und Orthopädie eingesetzt.

Datum des Entwurfs

04/01/2010