Unterstützung und Coaching für die nächste Generation mitteleuropäischer Unternehmer

Ein EU-finanziertes Projekt hat gezeigt, wie eine transnationale Zusammenarbeit entscheidend dazu beitragen kann, dass regionenübergreifend Unternehmen florieren, sich ein nachhaltiges Wachstum ausbreitet und Arbeitsplätze entstehen. Dieses Projekt hat die notwendige Infrastruktur errichtet, um eine solche EU-weite Zusammenarbeit zwischen Unternehmen im Raum Wien in Österreich und mehreren anderen Regionen in Mitteleuropa zu fördern. Dadurch hat es Start-ups und Unternehmern ermöglicht, neue Technologien und Wachstumsmärkte einfach zu erkennen, und zu laufenden Unternehmens-Coachings und -Schulungen angeregt.

 Weitere Extras

  •  
  •  Text verkleinern  
  •  Text vergrößern  
Ostösterreich, Wien.  © European Commission Ostösterreich, Wien. © European Commission

" Die Herausforderung besteht jetzt darin, die ‚fördernde‘ Atmosphäre, von der die SMART-Unternehmer während der SMART-Campus-Schulungswoche profitiert haben, zu einem dauerhaften, fördernden transnationalen Ökosystem zu erweitern. Künftig soll es sich auf Schüler der weiterführenden Schule, in der sich die Unternehmerkultur zu entwickeln beginnt, und auf den Arbeitsmarkt erstrecken. "

Stuart Simpson, Europa Büro des Stadtschulrats für Wien

Die Schaffung eines europäischen Ökosystems für Unternehmen, das schnell wachsenden Unternehmern mit großem Potenzial dabei helfen kann, globale Unternehmen zu entwickeln, hat oberste Priorität. Zu diesem Zweck hat das Projekt i.e. SMART ein dauerhaftes interregionales SMART-Netzwerk eingerichtet, das sieben EU-Regionen miteinander verbindet.

Start-ups in diesen sieben SMART-Zentren erhielten Coaching und Schulungen durch speziell dazu eingesetzte Unternehmer. Dabei lag der Schwerpunkt auf drei Wirtschaftssektoren mit enormem Potenzial, die sich als wirtschaftlich widerstandsfähig erwiesen haben: Kreativbranchen, die grüne Wirtschaft und IKT. 

Intelligentere Netze

Im Laufe des Projekts wurden 47 regionale Mitarbeiter während zwei fünftägigen Schulungen für SMART-Ausbilder von einem internationalen Ausbilderteam geschult. Im Sinne eines „Schneeballsystems“ schulten dieses Ausbilder daraufhin 185 weitere SMART-Ausbilder in ihren jeweiligen Ländern. Insgesamt erhielten rund 630 Jungunternehmer ein erstklassiges Coaching.

Zudem beteiligten sich Partner und Experten aus mehreren Ländern am Mentoring und boten Beratung zur bestmöglichen Nutzung von Finanzierungsmechanismen wie z. B. Risikokapital. Ein Highlight dieses Aspekts des Projekts war die SMART-Campus-Schulungswoche. An der fünftägigen Veranstaltung nahmen die 44 Finalisten des SMART-Wettbewerbs teil, die zum Abschluss vor einer internationalen Jury aus Experten und Investoren in der alten Markthalle im slowakischen Bratislava ihre Geschäftsideen vorstellten.

Eine Unternehmergeneration

Gleichzeitig hat das Projekt dazu beigetragen, einige der zentralen Herausforderungen für europäische Unternehmer ins Blickfeld zu rücken, die künftig angegangen werden müssen. Das Projekt stellte zum Beispiel fest, dass Unternehmer laufend und nicht nur sporadisch unterstützt werden müssen, damit Ideen wirksam in Projekte und Projekte in tragbare Unternehmen umgewandelt werden können. 

Weitere Herausforderungen, die man in den Partnerregionen feststellte, waren u. a. fehlendes Interesse an Innovation und Unternehmertum, eine niedrige Überlebensrate von Unternehmensneugründungen, hohe Jugendarbeitslosigkeit, demographische und sozioökonomische Abwanderung von Hochqualifizierten sowie soziale Fragen im Zusammenhang mit der Gleichstellung der Geschlechter und Nichtdiskriminierung. Seit der Wirtschaftskrise 2009 leidet Mitteleuropa unter einer hohen Jugendarbeitslosigkeit und fehlendem Wachstum bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).

SMART strebt an, diese negativen Aspekte in etwas Positives umzuwandeln, indem man junge Menschen bei der Schaffung ihrer eigenen Arbeitsplätze unterstützt. Sie sollen die nächste Unternehmergeneration Europas werden. Schließlich müssen die EU-Länder die Exzellenz ihrer eigenen Forschungsanstrengungen und ihre Innovationsfähigkeit stärken, um in einer globalisierten Wirtschaft wettbewerbsfähig zu bleiben. Nur so kann man den Anforderungen der schnell wachsenden globalen Märkte gerecht werden.


Gesamtinvestition und EU-Finanzierung

Die Gesamtinvestition für das Projekt „Smart training network for innovation and entrepreneurship in emerging sustainable economic sectors“ beläuft sich auf 2 004 670 EUR, an der sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 1 561 391 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Mitteleuropa“ für den Programmplanungszeitraum 2007-2013 beteiligt.


Datum des Entwurfs

28/11/2016