SRSnet: ein Netz intelligenter, solarbetriebener Sensoren unterstützt Nationalparkmanager

In einem Projekt der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit wurde ein Multisensornetzwerk entwickelt, das selbstständig die Bewegungsmuster von Besuchern und Tieren im Nationalpark Hohe Tauern erkennen kann. Dank innovativer Technik kann es auch in abgelegenen Gebieten eingesetzt werden.

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Ein im Rahmen des Projekts SRSnet entwickelter Sensor. Ein im Rahmen des Projekts SRSnet entwickelter Sensor.

" Das Projekt war sehr erfolgreich und wurde als Beispiel für eine vorbildliche Vorgehensweise anerkannt. Der EFRE hat deutlich zur Umsetzung und zum Erfolg des Projekts beigetragen. "

Dr. Andreas Kercek, Forschungsleiter, Lakeside Labs

Das Netzwerk intelligenter Audio- und Videosensoren kann für eine Reihe verschiedener Aufgaben eingesetzt werden, von der Besucherzählung und der Kartierung ihrer Bewegungen in einem bestimmten Gebiet bis zur Beobachtung des Verhaltens von Tieren in der Wildnis und der Entdeckung ungewöhnlicher Ereignisse. Nationalparkmanager nutzen die gewonnenen Daten auch, um Besucherströme besser planen zu können, zum Beispiel durch Änderungen an der Beschilderung. So trägt das Projekt sowohl zum Erhalt des Parks als auch zur Verbesserung des Erlebnisses der lokalen Bevölkerung sowie der Touristen bei.

Ein an schwierige Verhältnisse angepasstes System

Eine wichtige Herausforderung war für die Projektentwickler, ein System zu schaffen, das auch in abgelegenen Gebieten mit begrenzter Infrastruktur und ohne externe Stromversorgung vollständig funktioniert. Anstatt auf Batterien zurückzugreifen, die regelmäßig ausgetauscht werden müssen, entschieden sich die Forscher für ein solarbetriebenes System. Ein energiesparendes Kommunikationsnetzwerk wurde entwickelt, um die Kameras und sonstigen Sensoren an die zentrale Datenbank anzubinden, wo die Daten gesammelt und den Nutzern zugänglich gemacht werden.

Dies war nur dank der Kombination des Fachwissens der verschiedenen Partner möglich. Während Lakeside Labs in Zusammenarbeit mit der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt für die Erarbeitung der Konzepte und Technik für selbstorganisierte Netzwerksysteme zuständig war, stellte das italienische Unternehmen Eye-Tech Softwarelösungen für die Kameras und Sensoren selbst bereit, sodass Ziele automatisch erkannt, eingeordnet und verfolgt werden können. InfoFACTORY, ein Unternehmen, das aus der Universität Udine hervorgegangen ist, entwickelte die Archive und Datenbanken, in denen die erhobenen Daten gespeichert und analysiert werden.

Forschungserfolg

Erste praktische Tests im Nationalpark Hohe Tauern verliefen erfolgreich. Die Projektergebnisse wurden in rund 20 Beiträgen in hoch angesehenen Fachzeitschriften veröffentlicht und auf Konferenzen vorgestellt. Darüber hinaus wurde SRSnet vom italienisch-österreichischen Interreg-IV-Programm als Beispiel für eine vorbildliche Vorgehensweise ausgezeichnet. Die breit gefächerten Anwendungsmöglichkeiten des Systems stellen sicher, dass das Projekt nachhaltig ist.

Durch das Projekt entstanden 2 neue Arbeitsplätze in der Forschung und bei allen Projektpartnern konnten Arbeitsplätze gesichert werden.


Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „SRSnet – Smart resource-aware multi-sensor network“ belaufen sich auf 892 700 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 521 500 EUR im Rahmen des operationellen Programms „INTERREG IV A Italien – Österreich“ für den Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 beteiligt.


Datum des Entwurfs

14/12/2014