Die Restaurierung der Burg Ehrenberg schafft eine Besucherattraktion im Tirol

Mitte der 90er Jahre war die Burg Ehrenberg in einem schlechten Zustand, die Ruinen der Burg verfielen schnellen Schrittes. Dank eines großzügigen Renovierungsprojekts ist sie heute eine der Haupttouristenattraktionen der Region und ein wichtiger Wirtschaftsmotor.

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" Dank dem Projekt Burg Ehrenberg konnte ein wertvolles und identitätsstiftendes Kulturgut für künftige Generationen bewahrt werden. Neben dem kulturellen Erfolg hat Ehrenberg sich ein einzigartiges Alleinstellungsmerkmal im Bereich Tourismus verschafft und ist zu einem wesentlichen wirtschaftlichen Faktor der Region geworden. Ohne die Hebelwirkung der Förderung aus dem ERDF wäre dieses Projekt sicher nicht so bedeutend geworden. "

MMag. Martin Traxl, Projektkoordinator, Tiroler Landesregierung

Der effektvolle Schauplatz umfasst die Burg Ehrenberg (aus dem Jahr 1293), die Klause (1480), das Fort Claudia (1645) und die Festung Schlosskopf (1741). Alle sie sind nun Teil eines interaktiven Museums, das außerdem eine Veranstaltungsarena, eine Naturausstellung und Ferienunterkünfte beherbergt und ein Kinderprogramm und vieles mehr anbietet, womit ein attraktives Ziel für Touristen und Einheimische gleichermaßen entsteht. Die Zahlen sprechen für sich: Ende der 90er Jahre besichtigten rund 3 000 bis 5 000 Besucher die Burg Ehrenberg, jetzt werden 140 000 Besucher erwartet.

Identitätsstiftung und Wirtschaftsmotor

Im Laufe des Projekts wurde die Burg Ehrenberg zu einem der wichtigsten Erkennungszeichen der Region sowie zum wesentlichen Element für regionales Marketing. Dies gilt nicht nur für Österreicher. Die Stadt Reutte, in der sich die Burg befindet, liegt nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, und ein großer Teil des Restaurierungsprojekts wurde als grenzübergreifendes Kooperationsprojekt im Rahmen des Programms „Interreg III“ durchgeführt.

Neben dem ideellen Wert der Wahrung eines kulturellen Schatzes haben lokale und regionale Unternehmen ebenfalls von den Investitionen profitiert. Die Kombination aus Ko-Finanzierung aus zwei EU-Instrumenten - dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) - dienten als Hebel, um zusätzliche finanzielle Unterstützung von regionalen und nationalen Sponsoren zu gewinnen. Somit hat allein der Programmzeitraum 2007-2013 mit einer Förderung aus dem ERDF von rund 207 000 EUR zu Investitionen von mehr als 860 000 EUR geführt.

Eine interaktive Erfahrung

Die Popularität der Burg Ehrenberg ist insbesondere der hautnahen Erfahrung geschuldet, die das Museum bietet. Die Nachbildungen vor Ort können angefasst und ausprobiert werden - was eine große Anziehungskraft auf Kinder, die Hauptzielgruppe, ausübt. „Ritter Rüdiger“, das Maskottchen der Burg, führt die Kinder durch die Reise. Die Burg richtet außerdem jährlich „Ritterspiele“ aus, die regelmäßig Tausende von Besuchern anlocken.

Das Projekt hat 16 neue Arbeitsplätze geschaffen, neun davon besetzen Frauen.


Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „Burg Ehrenberg“ betragen 4 640 000 EUR. Davon kommen 1 070 000 EUR bzw. aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung über das operationelle Programm „Interreg III A Österreich-Deutschland/Bayern” für den Programmplanungszeitraum 2000-2006 und 207 000 aus dem operationellen Programm „Tirol” für den Programmzeitraum 2007-2013.

 


Datum des Entwurfs

19/12/2014