Bahnverbindung zwischen Österreich und Italien fördert die transnationale, nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität

Die im Pilotprojekt MI.CO.TRA (MIglioramento dei COllegamenti TRAnsfrontalieri) entstandene grenzüberschreitende Bahnstrecke verbindet nun Udine in Italien mit Villach in Österreich. Sie stellt eine dringend benötigte Verbindung zwischen den beiden Städten her und bietet wirtschaftliche, soziale und ökologische Vorteile.

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Der MI.CO.TRA-Zug. Der MI.CO.TRA-Zug.

Ziel des Projekts ist eine Umstellung in der Gegend von der Straße auf die Schiene und so hat es bereits zu einem Anstieg der nachhaltigen Mobilität und einer Senkung der CO2-Emissionen geführt. Darüber hinaus hat es Vorteile im Hinblick auf die sozioökonomische Entwicklung sowie eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Partnerregionen Friaul-Julisch Venetien und Kärnten gebracht. Durch das im Juni 2012 angelaufene Projekt MI.CO.TRA entstand die erste Bahnverbindung zwischen den Städten, seit der Betrieb des EuroCity vor mehreren Jahren eingestellt wurde.

Dank der neuen Verbindung sind die Touristenzahlen verschiedener historischer und archäologischer Stätten in der gesamten Region gestiegen. Dazu gehören Palmanova und Venzone. Die Touristen wissen außerdem zu schätzen, dass sie im Zug ihre Fahrräder bzw. im Winter ihre Skier mitnehmen dürfen.

Solide Fahrgastzahlen und sozioökonomische Vorteile

Die Nachhaltigkeit des Projekts zeigt sich an den beeindruckenden Fahrgastzahlen; zwischen Juni 2012 und Februar 2013 lag der Tagesdurchschnitt zum Beispiel bei 4 614 Personen. Im August steigt die Zahl in der Regel auf 6 964. Am Sonntag ist mit durchschnittlich 6 520 Fahrgästen bei Weitem am meisten los.

Die Züge sind extrem pünktlich und Verspätungen die absolute Ausnahme. Im August 2012 waren zum Beispiel 99,19 % der Züge pünktlich. Der erste Zug fährt in Udine um 7.00 Uhr ab, der zweite um 17.15 Uhr. Der Gegenzug aus Villach fährt um 9.40 und 19.29 Uhr ab.

Das italienische Bahnunternehmen Ferrovie Udine-Cividale stellt die Triebwagen bereit, während die Reisezugwagen von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) kommen. Die beiden Unternehmen leiten das Projekt gemeinsam.

Projektverlängerung

Das Pilotprojekt wurde über den geplanten Abschluss im Juni 2013 hinaus verlängert. Für die Zukunft plant das Team die Verlängerung der Strecke nach Triest und Klagenfurt. Da immer mehr Menschen den Zug nehmen, besteht die Hoffnung, dass dieses Problem zu einer deutlichen Senkung der CO2-Emissionen durch Autos in der Region beitragen wird.

Durch das Projekt sind drei kurzfristige Arbeitsplätze an Bord des Zugs entstanden.


Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „MI.CO.TRA“ belaufen sich auf 1  405  000 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit   749   970   EUR im Rahmen des operationellen Programms „Interreg IV A Italien-Österreich“ für den Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 beteiligt hat.


Datum des Entwurfs

12/12/2014