ProSolar: Jalousie erzeugt erneuerbare Energie

Forscher haben sehr dünne, flexible Solarzellen entwickelt, die in Massenproduktion hergestellt werden können. Dieses umweltfreundliche Projekt macht die österreichische Region Tirol zu einem Vorreiter im Bereich Photovoltaik.

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Inspektion einer Folie mit Metallkontakt, die im Rahmen des K-Regio-Projekts ProSolar entwickelt wurde. Inspektion einer Folie mit Metallkontakt, die im Rahmen des K-Regio-Projekts ProSolar entwickelt wurde.

" Das Projekt beinhaltete große wissenschaftlich-technologische Herausforderungen und ein ebenso großes Entwicklungsrisiko. Die gestellten Fragen und alle aufkommenden Schwierigkeiten wurden größtenteils eingegrenzt und durch einen starken Fokus auf Prozesstechnologie gelöst. Dies wäre ohne Förderung nicht möglich gewesen. "

Dr. Rudolf Stoffner, Standortagentur Tirol

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der Sunplugged GmbH (federführender Partner), PhysTech, Hella Sonnen- und Wetterschutztechnik GmbH, Zitt&Schennach und dem Institut für Ionenphysik und angewandte Physik der Universität Innsbruck. Es zeigt, wie Hightech-Forschung im Bereich Dünnschichttechnologie in Alltagsobjekte integriert werden kann. Dank der Fortschritte bei der Prozessoptimierung werden die teilnehmenden Unternehmen international wettbewerbsfähiger und etablieren die Region Tirol als Standort für Forschung und technologische Entwicklungen.

Von der Grundlagenforschung zu angewandter Photovoltaik

Das Hauptziel des Projekts war die Entwicklung einer Technologie, mit der Dünnschichttechnologie in ein konkretes Demonstrationsprojekt integriert werden kann. Nach Innovationen in den Bereichen Material und Verarbeitung wurde eine flexible Solarzelle auf Grundlage einer Kupfer-Indium-Gallium-Selen (CIGS)-Zelle entwickelt.

Diese neue Solarzelle ist besonders dünn und flexibel und bietet daher verschiedene Verwendungsmöglichkeiten. Demonstriert wurde dies im Projekt durch die Konstruktion einer Jalousie mit integrierten Photovoltaikzellen – Sonnenschutz, der Energie produziert.

Ein Markt mit hohem Wettbewerbsdruck

Um in einem hart umkämpften Markt wie dem Dünnschicht-Solarzellenmarkt überleben zu können, sind Innovationen und optimierte Methoden unerlässlich für Unternehmen. Das K-Regio-Programm der Tiroler Zukunftsstiftung, das teilweise durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert wird, unterstützt diese Unternehmen bei risikoreichen Investitionen und in der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Forschung.

Dank dieser Unterstützung konnte im Rahmen des ProSolar-Projekts ein wirtschaftlich lebensfähiges Produkt entwickelt werden, das gleichzeitig die Umwelt- und Klimaherausforderungen angeht, vor denen die EU steht. Nachfolgeprojekte, die zur industriellen Produktion der Dünnschicht-Zellen führen, haben bereits begonnen.

Durch das Projekt entstanden zwei neue Stellen für einen Entwickler und einen Ingenieur. Es wird erwartet, dass die industrielle Umsetzung der entwickelten Prozesse zusätzliche hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Region generieren wird.

Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „K-Regio ProSolar“ betragen 525 920 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 118 332 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Tirol“ im Programmplanungszeitraum 2007-2013 beteiligt.

Datum des Entwurfs

30/03/2015