Neuer Park schafft in einem benachteiligten Grazer Bezirk Möglichkeiten zur Erholung

Jahrzehntelang gab es im Bezirk Gries der steirischen Hauptstadt nicht genügend öffentliche Grünflächen. Die Einrichtung eines neuen Parks mithilfe des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung bietet nun dringend benötigte Gelegenheiten zur Erholung in einen vorher grauen Stadtteil.

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Der Park wird für eine Vielzahl von Sport- und Freizeitaktivitäten genutzt Der Park wird für eine Vielzahl von Sport- und Freizeitaktivitäten genutzt

Soziale und ethnische Segregation, schlechte Wohnverhältnisse und unzureichende Möglichkeiten zur Erholung waren nur einige der Probleme, denen sich der Bezirk Gries in Graz gegenübersah. Doch 1997 wurde der 20 000 m² große Oeverseepark, einige Kilometer südwestlich des Grazer Stadtzentrums eröffnet. Dadurch haben Kinder, ihre Eltern und junge Menschen nun einen Zugang zu Spielplätzen, Sporteinrichtungen und Wegen für Spaziergänge.

Der Park ist inzwischen bei Menschen aller Altersgruppen beliebt, insbesondere bei Patienten des nahegelegenen geriatrischen Krankenhauses. Diese genießen den einfachen Zugang zu Blumen und Grünflächen.

Bürger waren an der Planung des Parks beteiligt

In der Planungsphase des Projekts trafen sich die Stadtplaner und Landschaftsgärtner der Stadt mit den Bewohnern des Bezirks, um ihre Ansichten dazu einzuholen, wie ein multifunktionaler Park aufgebaut sein sollte.

Aufgrund dieses Beratungsprozesses wurden gewisse Bereiche des Parks bestimmten Zwecken gewidmet. Zum Beispiel wurde ein Bereich speziell für das Spazierführen von Hunden eingerichtet, wo die Vierbeiner nun ohne Angst vor einer Konfrontation zwischen Hundebesitzern und den Eltern kleiner Kinder Auslauf haben können. Mittlerweile ist der Park gut an das bestehende Grazer Fahrradwegnetz angeschlossen.

Laut Gerhard Ablasser von der Stadt Graz war das Projekt sehr erfolgreich und viele Menschen nutzen den Park täglich für eine Vielzahl von Sport- und Freizeitaktivitäten. Darüber hinaus hat der Park die soziale Integration in einem Gebiet der Stadt gefördert, dessen Einwohner aus zahlreichen verschiedenen Ländern stammen.


Datum des Entwurfs

19/12/2012