Lechweg fördert den Tourismus in der österreichisch-deutschen Grenzregion

In einem grenzüberschreitenden Kooperationsprojekt der Tourismusgesellschaften in Tirol und Vorarlberg (Österreich) und Bayern (Deutschland) ist ein Wanderweg entstanden, der dem Lech von seiner Quelle bis zu einem Wasserfall folgt.

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Der Lechweg lädt Wanderer ein, die alpine Landschaft entlang des Lechs zu entdecken. © Verein Werbegemeinschaft Lech-Wege Der Lechweg lädt Wanderer ein, die alpine Landschaft entlang des Lechs zu entdecken. © Verein Werbegemeinschaft Lech-Wege

" Der Erfolg des Lechwegs hat gezeigt, dass eine einzigartige Landschaft nicht viel braucht, um sich zu präsentieren. Sanfter Tourismus im Einklang mit der Natur ist weiterhin im Kommen und hat viel Potenzial, um nachhaltige wirtschaftliche Auswirkungen auszulösen. "

Juliane Rohde, Projektmanagement Lechweg

Der Lechweg ist zu einem umfassenden Tourismusprodukt geworden. Auf 125 km stehen Besuchern gastronomische Angebote zur Verfügung und sie können Unterkünfte sowie Informationen über die Sehenswürdigkeiten finden. Das Hauptprojekt wurde mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Die Begleitprodukte wie Lechweg-Bier und regionale kulinarische Spezialitäten wurden im Rahmen des transnationalen LEADER-Projekts finanziert.

Die Projekt- und Marketingaktivitäten wurden erfolgreich umgesetzt: Die Zahl der Übernachtungen entlang der Route ist im ersten Jahr der Kampagne, von 2011 bis 2012, um 6 % und 2013 um weitere 11 % angestiegen. Dies führt zu weiteren Investitionen von Hotels und Gasthäusern in der Region. Die Buchungen über lokale Reiseveranstalter haben sich zwischen 2012 und 2013 verdoppelt und die Anzahl der Menschen, die ein Wanderpaket gebucht haben, ist um 150 % gestiegen.

Enge Zusammenarbeit der Tourismusgesellschaften

Um eine größere Bandbreite an Wandertouristen anzusprechen, hat sich die grenzüberschreitende „Werbegemeinschaft Lech-Wege” dazu entschlossen, Nutzen aus der Schönheit der Natur entlang der Lech zu ziehen. Dank Elementen wie entspannenden Sitzgelegenheiten und Schilder, die besonders schöne Landschaftselemente hervorheben, wurde der Weg erweitert und ist nun auch für Wanderer ohne alpine Erfahrungen geeignet.

Je nach individueller Form und persönlichen Vorlieben kann der gesamte Weg – von der Quelle des Lech in der Region Vorarlberg bis zur bayerischen Stadt Füssen – in sechs bis acht Tagen erwandert werden. Die guten öffentlichen Transportverbindungen ermöglichen aber auch Tageswanderungen oder kürzere Exkursionen.

Marketing und Naturschutz – Vorteile für die Region

Das Projekt beinhaltete auch eine Marketingkampagne. Dazu gehörte die Erstellung einer Website, die Teilnahme an ausgewählten Tourismusmessen, Berichte in Wandermagazinen und Videodokumentationen. Diese Maßnahmen zogen mehr Touristen an und förderten die Wirtschaft der Region. Dadurch entstanden auch Beschäftigungsmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung.

Daneben haben das Projekt und die Zusammenarbeit mit dem Naturpark Tiroler Lech auch geholfen, die einmalige Landschaft entlang des Flusses zu erhalten, die zu den letzten Wildgebieten in Europa gehört.


Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „Lechweg – Von der Quelle bis zum Fall“ belaufen sich auf 465 594 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 279 357 EUR im Rahmen des operationellen Programms „INTERREG IV A Deutschland (Bayern) – Österreich“ für den Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 beteiligt.


Datum des Entwurfs

27/05/2015