Harmonisierte Entwicklung in der grenzüberschreitenden Region zwischen Österreich und der Slowakei

RegioStars 2012 FinalistIm Rahmen des BAUM-Projekts, das eine Reihe von Projekten und gemeinsamen Initiativen umfasst, arbeiten die slowakische Hauptstadt Bratislava und die österreichischen Regionen im Umland grenzüberschreitend zusammen, um die Entwicklung der Region zu harmonisieren.

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BAUM steht für Bratislava Umland Management bzw. Bratislava Územný Manažment. Es handelt sich bei diesem Projekt um eine gemeinsame Initiative der österreichischen Bundesländer Niederösterreich und Burgenland, der slowakischen Hauptstadt Bratislava und dem Bratislavský samospávny kraj (Selbstverwaltungsregion Bratislava). Das Projektziel besteht in der Einrichtung einer Plattform für alle Interessenträger in der BAUM-Region zur Lenkung und Regelung der Raumplanung.

Seit dem EU-Beitritt der Slowakei ist eine größere grenzüberschreitende Mobilität in der Region zu verzeichnen: Die Menschen leben auf österreichischer Seite und arbeiten in der Slowakei und umgekehrt. Schulen und Kindergärten sind wieder ausgelastet, und viele Kinder in der Region wachsen zweisprachig auf.

Umlandentwicklungen

Die enorme Wachstumsdynamik von Bratislava wirkt sich im Hinblick auf eine gesteigerte Nachfrage nach Siedlungs-, Freizeit- und Erholungsgebieten auf die ländlichen Dörfer in Österreich aus. Die vormals ländlichen Dörfer entwickeln sich zu Vororten.

Um unliebsame Entwicklungen, wie beispielsweise eine unkontrollierte Ausdehnung, in der Grenzregion einzudämmen, muss eine wohlausgewogene Strategie für die zukünftige Entwicklung von Bratislava und der Städte im Umland ausgearbeitet werden.

Im Laufe des BAUM-Projekts wird die erste grenzüberschreitende Managementstruktur für regionale Zusammenarbeit entstehen. Durch die Einrichtung einer gemeinsamen Plattform werden die Bedingungen für eine weiterführende regionale Entwicklung festgelegt. Der Konsens aller Interessenträger wird zu eindeutigen Grundlagen für eine systematische Entwicklung führen.

Regulierung und Investitionen

Durch Regelungen und Investitionen auf beiden Seiten der Grenze wird die Managementstruktur für die Stadt und ihr Umland die mit der Ausdehnung der Stadt Bratislava möglicherweise einhergehenden negativen Auswirkungen beträchtlich abschwächen.

Das Projekt umfasst Informations-, Kooperations- und Koordinierungstreffen in Bezug auf slowakische und österreichische Dörfer und die Stadt Bratislava. Anhand gemeinsamer Vorstellungen zum Image der Region sollen im Rahmen des Projekts nachhaltige Bedingungen für die zukünftige Entwicklung der Region aufgestellt werden, worunter u. a. Mobilität, Siedlungsentwicklung und Soziales fallen.

Eine neue Phase der Zusammenarbeit mit noch konkreteren Zielen, zum Beispiel die Einrichtung einer Multilateralen Expertenplattform (MEP) als Grundlage für die Umsetzung eines städtebaulichen und regionalen Planungskonzepts – eine gemeinsame Vorstellung von der Entwicklung der Region, die die Interessen aller betroffenen Interessenträger vereint –, wird derzeit eingeleitet.

Nach Projektabschluss bleibt die Expertenplattform erhalten und kann zur Koordinierung der zukünftigen Entwicklung der Grenzregion genutzt werden. Sie wird weiterhin bei allen Entscheidungen, die das tägliche Leben in der Grenzregion betreffen, als Informationsquelle dienen.

Die grenzüberschreitende Managementstruktur für die regionale Zusammenarbeit wird ebenfalls aufrechterhalten, um die tägliche Kommunikation zwischen den österreichischen und slowakischen Gemeinden und Regionen zu unterstützen.

Gesamtkosten und EU-Finanzmittel

Die förderfähigen Gesamtkosten des Projekts „Baum – Bratislava Umland Management/Bratislava Urban Regional Cooperation/Bratislava Územný Manažment“ betragen 690 959 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 587 315 EUR für den Programmzeitraum von 2007 bis 2013 beteiligt.

Datum des Entwurfs

01/01/2007