Interregionale Zusammenarbeit zur Bewältigung der Herausforderung des Bevölkerungsrückgangs und der Alterung

Das Projekt betreffend Bevölkerungsrückgang, Alterung und regionale Transformation („Declining, Ageing and Regional Transformation“, DART) umfasst die Zusammenarbeit zwischen 13 Regionen aus der ganzen EU im Hinblick auf die Bewältigung der gemeinsamen Herausforderung einer rückläufigen und alternden Bevölkerung.

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Projekte wie dieses helfen der EU dabei, gemäß den Vorgaben der Wachstumsstrategie EU 2020 bis zum Jahr 2020 eine intelligente, nachhaltige und integrative Wirtschaft zu werden. Die EU sieht sich einigen schwierigen Herausforderungen gegenüber, unter anderem einer älter werdenden Bevölkerung, einer unzureichend qualifizierten Arbeitnehmerschaft, einem größeren Bedarf an Innovation, der Schaffung eines Gleichgewichts zwischen Wirtschaftswachstum und Umweltschutz sowie der Sicherstellung sicherer, sauberer Energielieferungen. Projekte im Bereich Regionalpolitik in der ganzen EU spielen bei der Bewältigung dieser und zahlreicher anderer Herausforderungen eine aktive Rolle. Dies geschieht durch die Durchführung von Projekten zur Schaffung von Arbeitsplätzen, der Verbesserung des Bildungsniveaus, der Entwicklung erneuerbarer Energiequellen, der Ankurbelung der Produktivität sowie zur Schaffung von Möglichkeiten für alle Bürgerinnen und Bürger. Die Projekte und Regionen spielen hierbei eine wichtige Rolle, da sie echte Ergebnisse generieren, die zur Erreichung der wesentlichen Ziele der Strategie beitragen.

Im Rahmen des DART-Projekts arbeiten die Regionen zusammen, um angemessene Lösungen zu entwickeln, zu beurteilen und mit dem Ziel auf diese weit verbreitete demografische Herausforderung zu übertragen, eine integrierte Strategie zu formulieren, die die Bereiche Wirtschaft, Bildung und Gesundheitswesen stärkt und letztlich eine soziale Ausgrenzung von Menschen in schrumpfenden Regionen verhindert.

Den Teufelskreis durchbrechen

Bis zum Jahr 2030 wird jeder dritte Bürger der EU 60 Jahre oder älter sein. Dieser Alterungsprozess, gepaart mit einem Bevölkerungsrückgang, bedroht die Bereitstellung angemessener öffentlicher und privater Dienstleistungen sowie einer nachhaltigen Wirtschaftsgrundlage in vielen europäischen Regionen.

Das vom EFRE im Rahmen des Programms INTERREG IVC zur interregionalen Zusammenarbeit unterstützte DART-Projekt bietet den 13 teilnehmenden Regionen die Möglichkeit, ihre Erfahrungen mit Projekten zu diesem Thema auszutauschen und sie mit angepassten Standards und Indikatoren zu untermauern. Außerdem bietet es den Regionen die Möglichkeit, innovative und integrative Lösungen zur Aufrechterhaltung der Lebensqualität sowie zur Verbesserung der sozialen Integration für alle Generationen in Gebieten zu erarbeiten, die von Bevölkerungsrückgang und Alterung betroffen sind.

Die bewährten Verfahrensweisen werden kombiniert und in einer integrierten Strategie für eine „lebenserwartungsverträgliche Nachbarschaft“ formuliert, das die drei Hauptthemen des Projekts umfasst: Bildung und lebenslanges Lernen, Gesundheitswesen und soziale Dienste sowie Tradition und innovative Wirtschaft.

Integration der Ergebnisse des DART-Projekts in die Politik

Innerhalb der DART-Regionen laufen es bereits zahlreiche Projekte, die sich mit dem demografischen Wandel befassen. Im Rahmen dieser Projekte entwickelte Verfahren werden zwischen den Partnern ausgetauscht. Die „bewährten Verfahrensweisen“ werden dann auf den drei wesentlichen Projektkonferenzen zwischen Frühjahr 2011 und Frühjahr 2012 vorgestellt.

Man hofft, dass diese bewährten Verfahrensweisen sowie neue Produkte und Dienstleistungen zur Verbesserung der Lebensqualität sowie eine Reihe von Indikatoren zur Beurteilung der Regionen in Politiken betreffend den demografischen Wandel integriert werden.

Matthias Platzeck, Ministerpräsident des Landes Brandenburg (Deutschland) hierzu: „Die Auswirkungen des demografischen Wandels werden in unseren Regionen immer deutlicher. Wir müssen die Herausforderungen mit Augenmaß angehen und bewährte Verfahrensweisen mit anderen europäischen Regionen austauschen, die vom demografischen Wandel betroffen sind.“


Datum des Entwurfs

26/08/2011