Verbesserung der sozialen Eingliederung und Integration von Migranten

Für die österreichische Region Tirol und die Region Südtirol in Italien hat die Aufnahme von Migranten aus verschiedenen Teilen der Welt eine lange Geschichte. Dies gilt auch für viele andere Gebiete der Europäischen Union. Im Rahmen eines grenzüberschreitenden Projektes haben die beiden Regionen Instrumente, Analysen und Informationsdienste entwickelt, die helfen sollen, eine reibungslosere Integration von Einwanderern zu gewährleisten und gleichzeitig Problemen wie Rassismus und Diskriminierung entgegenzuwirken.

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" Ziel des Projekts war es, zur Reduzierung von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus in der Bevölkerung beizutragen, indem die Aufmerksamkeit durch Initiativen und Kampagnen langfristig erhöht wird – und auch durch Bildungsprogramme für junge Menschen und Maßnahmen für ein besseres Zusammenleben zugunsten der Vielfalt. "

Roberta Medda-Windischer, MigrAlp Projektkoordinatorin.

Der Anteil von Migranten, die sich in Tirol und Südtirol niederlassen, ist in den letzten Jahren gestiegen. Die Migranten in der italienischen Region stammen vorwiegend aus Albanien, Marokko und Pakistan. Migranten aus Ländern wie der Türkei, Serbien, Kroatien und Bosnien-Herzegovina haben dagegen eine Heimat im österreichischen Tirol gefunden. Daneben gibt es in beiden Regionen saisonale Migration, da die Menschen kommen, um im Tourismus und in der Landwirtschaft zu arbeiten.

Entwicklung effektiver Strategien

Die italienischen und österreichischen Behörden erkennen die Notwendigkeit, erfolgreiche, fundierte Integrationsstrategien zu entwickeln, um den Zusammenhalt zu gewährleisten. Daher wurde das Projekt MigrAlp entwickelt, das die Informationen und Analysen bereitstellen soll, die für die Festlegung von wirksamen politischen Maßnahmen in dieser sensiblen Angelegenheit notwendig sind.

Das Projektteam erforschte regionale und lokale migrationspolitische Aspekte, indem verschiedene Gemeinschaften und ihre Bedürfnisse in verschiedenen Bereichen wie Arbeit, Familienleben, Bildung und Freizeit untersucht wurden. Die daraus entstandene Studie zeigt die Dynamiken, die innerhalb einzelner Gruppen genutzt werden, um sich in die lokale Gemeinschaft und den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Mehr als ein Spiel

Bei MigrAlp wurde auch versucht, Probleme im Zusammenhang mit Diskriminierung und Rassismus gegen junge Menschen zu erforschen. Dazu wurde ein Rollenspiel mit dem Namen SpaceMigrants 2513 entwickelt, das hilft, die Vorteile kultureller Vielfalt hervorzuheben. Das Spiel wurde in Schulen und Jugendzentren für Gruppen von 15 bis 20 jungen Menschen eingeführt. 

Das MigAlp-Team hofft, dass diese Arbeit dazu beiträgt, die Beziehungen zwischen Menschen verschiedener Hintergründe in der Schule, bei der Arbeit und im Alltag zu verbessern.

Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „MigrAlp - Service Centre for Migration, Integration and Information” belaufen sich auf 783 850 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 499 704 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Italien – Österreich“ für den Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 beteiligt.

Datum des Entwurfs

22/12/2015