Wärme aus Biomasse für das Kleinwalsertal

Ein neues lokales Biomasse-Heizwerk in Österreich beschert den Anwohnern bezahlbare Wärme und mindert Luftverschmutzung und Treibhausgas-Emissionen.

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Das neue Heizkraftwerk erzeugt saubere Energie für das Kleinwalsertal. Das neue Heizkraftwerk erzeugt saubere Energie für das Kleinwalsertal.

" Wer kann schon behaupten, dass trotz 170 angeschlossener Objekte weniger Emissionen erzeugt werden als durch 1 Objekt, das nicht bei der Bioenergie Kleinwalsertal angeschlossen ist? "

Wolfgang Bantel, Heizwart

Das Heizkraftwerk in Hirschegg, an der österreichisch-deutschen Grenze, versorgt 170 Gebäude in Hirschegg und Riezlern mit Heizung und Warmwasser. Dazu zählen öffentliche Gebäude, Unternehmen und Privathaushalte  Jährlich verhindert die umweltfreundliche Technologie des Biomasse-Heizwerks den Ausstoß von etwa 5 200 t Kohlendioxid (CO2)-Emissionen.

Ein über elf Kilometer langes Leitungsnetz

Das Projekt beinhaltete den Bau des Bioenergie-Heizkraftwerks und des gesamten lokalen Leitungsnetzes. Zur Erzeugung der benötigten Energie wurden zwei Biomasse-Boiler installiert, die jeweils 4 MW und 2 MW Energie erzeugen können. Ein Brennstofflager wurde ebenfalls gebaut.

Das Leitungsnetz hat eine Gesamtlänge von 11 100 m. Neben den Grabungsarbeiten und der Installation der Rohre mussten bei allen Kunden des Netzwerks auch Wärmeübergabestationen gebaut werden.

Vorteile für die Anwohner und die Umwelt

Das Projekt bringt Vorteile für die lokale Bevölkerung und die vielen Touristen. Das Heizen mit Bioenergie ist nicht nur vergleichsweise günstig, sondern benötigt auch recht wenig Platz in den Gebäuden der Kunden. Die Wartungskosten sind auch sehr gering. Die Technologie ist umweltfreundlich und trägt zur Minderung von Luftverschmutzung, Lärm und Abfall bei. Zusätzlich werden die regionalen Waldbesitzer und Forstwirte unterstützt.

Die Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen gehört zu den größten Herausforderungen bei der Erreichung der EU-Klimaziele. Das Bioenergie-Heizkraftwerk hilft bei der Minderung der Treibhausgas-Emissionen und trägt so zu den Zielen der Europa 2020-Strategie bei. Es wurde mit 1,6 Mio. EUR durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

Durch das Projekt entstanden zwei neue Vollzeitstellen und eine Teilzeitstelle.


Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „Bioenergie Heizwerk Kleinwalsertal eGen“ betragen 11 000 000 EUR. Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung beteiligt sich im Rahmen des operationellen Programms „Vorarlbergfür den Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 mit 1 600 000 EUR daran.


Datum des Entwurfs

16/12/2014