Förderung einer grünen Wirtschaft durch Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden

Der „Bau.Energie.Umwelt Cluster“ hat die Umweltverträglichkeit und Energieeffizienz von Gebäuden in Niederösterreich verbessert und für Arbeitsplätze und Wachstum gesorgt.

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Der Aufbau von Clustern miteinander verbundener Unternehmen und Lieferanten, die in ähnlichen oder zusammengehörigen Branchen zusammenarbeiten, wird weithin als Mittel zur Steigerung der Produktivität, der wirtschaftlichen Entwicklung und der Innovation betrachtet.

Vor allem deshalb wurde in Niederösterreich ein „Bau.Energie.Umwelt Cluster“ aus Unternehmen, die im Bereich des nachhaltigen Bauens, Planens und Sanierens tätig sind, aufgebaut. Den Projektmanagern zufolge hat der Cluster zu Synergien und zur stärkeren Vernetzung zwischen dortigen Unternehmen, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, öffentlichen Verwaltungen und qualifizierten Handwerkern, die innerhalb und außerhalb der Region tätig sind, beigetragen.

Synergien schaffen

Der Cluster hat die Sanierung vieler Mehrgeschossbauten und Einfamilienhäuser in Niederösterreich vorangebracht. Besonders erfolgreich hat er Innovationen bei der Gebäudesanierung und beim Gebäudeneubau sowie den Einsatz von Niedrigenergietechnologien und nachhaltigen Energietechnologien gefördert. Die Clusterprojekte haben auch zu gesünderen und besser gestalteten Wohninnenräumen und zu komfortableren Lebensbedingungen geführt.

Der Cluster geht auf das Jahr 2001 zurück, als die Region erkannte, dass Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz auch Chancen für die regionale wirtschaftliche Entwicklung bieten. 2007 wurden dann der Holzcluster und der „Bau.Energie.Umwelt Cluster“ zusammengeführt. So entstand ein Cluster, dem über 200 Partnerorganisationen angeschlossen sind. Über 80 % von ihnen sind kleine und mittlere Unternehmen.

Aufstellung neuer Baustandards

Neben anderen Dienstleistungen bietet der Cluster seinen Mitgliedern auch spezialisierte Beratungsleistungen zur Verbesserung der Zusammenarbeit, der Ausbildung, des Marketings und der Kommunikation. Außerdem ist der Cluster die erste Anlaufstelle für Unternehmen und Einrichtungen von außerhalb der Region, die im Rahmen von Projekten in der Region internationale Partnerschaften aufbauen möchten. Der Cluster war auch maßgeblich an der Aufstellung von Bauvorschriften und von Standards für berufliche Qualifikationen sowie an der Entwicklung von Programmen für finanzielle Anreize beteiligt. Im Ergebnis sind heute ca. 25 % aller Neubauten in der Region als hoch energieeffiziente „Passivhäuser“ ausgewiesen.

In der zehnjährigen Tätigkeit des Clusters in der Region wurden 273 Projekte im Gesamtwert von 34 Millionen EUR durchgeführt. Im Zeitraum 2007 bis 2012 hatten die Aktivitäten dieses Clusterprojekts für die Region Niederösterreich einen Gesamteffekt von 19,3 Millionen EUR und führten zur Schaffung von 253 Arbeitsplätzen.

„Die Zusammenarbeit mit Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen wird für das Baugewerbe in Niederösterreich immer wichtiger. Der Cluster initiiert innovative und ökonomisch vielversprechende Projekte zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Außerdem war er bei der Einreichung von Anträgen für nationale und internationale Förderprogramme behilflich.“

- Christian Murhammer, Österreichischer Fertighausverband


Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „Bau.Energie.Umwelt Cluster" betrugen 3 400 000 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 937 370 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Niederösterreich“ für den Programmplanungszeitraum 2007-2013 beteiligte.


Datum des Entwurfs

07/01/2014