GewALT: Verhinderung von Gewalt bei der Altenpflege unterstützt soziale Integration

Ein EU-gefördertes grenzüberschreitendes Projekt mit dem Ziel, Gewalt durch und gegen ältere Menschen durch Information und Sensibilisierung der Öffentlichkeit, Beratung und Schulung für Pflegepersonal und Eltern zu verhindern.

 Weitere Extras

 
Das Informationsmaterial wurde als Teil des Projekts entwickelt, um das Bewusstsein für das Thema Gewalt gegen ältere Menschen in Pflege zu schärfen. Das Informationsmaterial wurde als Teil des Projekts entwickelt, um das Bewusstsein für das Thema Gewalt gegen ältere Menschen in Pflege zu schärfen.

" Vom Anbeginn des Projekts führten wir Vor-Ort-Besuche von Pflegeheimen durch, um die Gründe besser verstehen zu lernen, die auf dem Gebiet Gewalt gegen ältere Menschen in der Pflege auftreten. Unsere Bewertungsstudie über Gewalt gegen ältere Menschen in Pflege zeigte, dass insbesondere Familienmitglieder, die ihre Eltern pflegen, oft überfordert sind und größtenteils nicht über andere Unterstützungsmöglichkeiten informiert waren. Aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung, die Probleme zu diesem Thema in die Öffentlichkeit zu bringen. Zusätzlich zu Prospekten, Flugblättern und Postern wurde die Website www.gewaltimalter.eu entwickelt, die sich mit diesen Themen beschäftigt. "

Esther Jennings, Projektleiterin

Das Hauptziel des Projekts ist der Beitrag zum Erreichen einer Situation, in der die Pflege von älteren Menschen nicht von Gewalt oder Missbrauch begleitet wird. Prospekte, Flugzettel, Schulungen und anderes Informationsmaterial für die Zielgruppe Pflegepersonal, um beim Umgang mit Missbrauch Wege aufzuzeigen und das Ansprechen rechtlicher Themen bei Gewalt gegen ältere Menschen in Österreich und Italien. Gleichzeitig bricht eine allgemeine Informationskampagne mit dem Tabu, über häusliche Gewalt in der Öffentlichkeit zu sprechen und macht die Bevölkerung auf das Problem aufmerksam.

Die Projektaktionen tragen dazu bei, die Lebensqualität älterer pflegebedürftiger Menschen, deren Pfleger und Eltern zu verbessern. Sie helfen auch dabei, den Generationskonflikt zu überwinden und stärkt die soziale Integration von älteren Menschen.

Hilfe und Ratschläge für Pfleger und Krankenschwestern

In einem ersten Schritt bestimmte eine Bewertungsstudie das Ausmaß und die Art von Missbrauch und Gewalt unter älteren Menschen in Tirol und Bozen. Das Ergebnis dieser Studie wurde als Grundlage für die Erstellung eines umfassenden Schulung- und Bildungsprogramms einschließlich E-Lernelemente verwendet. Eine fachübergreifende Expertengruppe für soziale Forschung und Bildung, Pflegepersonal und Experten für die Vermeidung von Gewalt entwickelten den Inhalt und das Material der Schulung, das aus Flugzettel für Zielgruppen, Poster, Prospekte und akademische Artikel auf der Website besteht. Es bietet ebenfalls konkrete Anleitungen für richtiges Benehmen bei der Konfrontation mit Missbrauch durch oder gegen ältere Menschen und Klarstellungen bezüglich der rechtlichen Lage in Österreich und Italien.

Missbrauch und Gewalt unter älteren Menschen ist ein weit verbreitetes Problem. In Europa sind jeden Tag etwa 10 000 ältere Menschen von Missbrauch betroffen. Allerdings haben sich Projekte gegen häuslichen Missbrauch bisher hauptsächlich auf Gewalt gegen Frauen oder Kinder konzentriert. Dieses Projekt setzt auf einem früheren Projekt auf, das durch das grenzüberschreitende Programm Interreg für Italien und Österreich gefördert wurde, mit der Bezeichnung „Diagnose: Gewalt“, das auf häuslichen Missbrauch unter dem medizinischen Personal und Pflegepersonal aufmerksam machte.


Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „GewALT – Violence among elderly people (Gewalt im Alter/Violenza nella terza età)“ betragen 330 210 EUR, wozu der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Zeitraum 2007–2013 167 589 EUR durch das operationelle Programm „Italien-Österreich“ beiträgt.


Datum des Entwurfs

03/11/2014