Die Energie in Gebäuden richtig nutzen

Experten der Baubranche arbeiten in Niederösterreich daran, sicherzustellen, dass sowohl alte als auch neue Gebäude so umweltfreundlich errichtet werden. Der Schwerpunkt des Bau.Energie.Umwelt Clusters liegt auf „Innovation durch Kooperation“ und basiert auf neuen Techniken und Konzepten wie z. B. Passivhäusern und erneuerbaren Energien.

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Projekte wie dieses helfen der EU dabei, gemäß den Vorgaben der Wachstumsstrategie EU 2020 bis zum Jahr 2020 eine intelligente, nachhaltige und integrative Wirtschaft zu werden. Die EU sieht sich einigen schwierigen Herausforderungen gegenüber, unter anderem einer älter werdenden Bevölkerung, einer unzureichend qualifizierten Arbeitnehmerschaft, einem größeren Bedarf an Innovation, der Schaffung eines Gleichgewichts zwischen Wirtschaftswachstum und Umweltschutz sowie der Sicherstellung sicherer, sauberer Energielieferungen. Projekte im Bereich Regionalpolitik in der ganzen EU spielen bei der Bewältigung dieser und zahlreicher anderer Herausforderungen eine aktive Rolle. Dies geschieht durch die Durchführung von Projekten zur Schaffung von Arbeitsplätzen, der Verbesserung des Bildungsniveaus, der Entwicklung erneuerbarer Energiequellen, der Ankurbelung der Produktivität sowie zur Schaffung von Möglichkeiten für alle Bürgerinnen und Bürger. Die Projekte und Regionen spielen hierbei eine wichtige Rolle, da sie echte Ergebnisse generieren, die zur Erreichung der wesentlichen Ziele der Strategie beitragen.

Bisher wurden im Rahmen des Clusters bereits 230 Kooperationsprojekte mit 200 Partnern gestartet und bereits eine deutliche Verbesserung der Energieleistung in alten Gebäuden verzeichnet – ein Beitrag zur Erreichung des EU 2020-Ziels eines energieeffizienten Europas.

Ein kluger Zug

Das Cluster wird von „ecoplus“ verwaltet und verfügt über ein Kernteam aus fünf Experten: Architekten, Energieexperten und Fachleute aus dem Er  und Einrichtungsbereich. Hauptziel des Clusters ist es, das in Niederösterreich bereits vorhandene Kompetenzen im Bereich nachhaltiges Bauen und Wohnen insbesondere durch Forschungsarbeit mit Hochschulen, Forschungsinstitutionen und technischen Schulen zu vernetzen und zu stärken. Es fördert intelligente, innovative, nachhaltige und umweltfreundliche Projekte, von dem die Region durch den Austausch von Informationen und Fachkenntnissen über seine Website, Newsletter, Presseberichte, Präsentationen, Pressekonferenzen, Veranstaltungen der Industrie und Handelsmessen profitieren kann.

Das Cluster engagiert sich im Bereich der energieeffizienten Sanierung alter Gebäude sowie im Bereich des Baus neuer, mehrstöckiger Gebäude nach Passivhausstandards. Seit dem Jahr 2001 wurden 230 Kooperationsprojekte unter Beteiligung von 463 Unternehmen durchgeführt. Die Ergebnisse waren deutlich: zwischen 2003 und 2008 konnte die Energieleistung alter Gebäude in Niederösterreich bereits von 280 auf durchschnittlich 78 kWh/m²/Jahr verbessert werden.

Schulung und Qualifikationen

Qualifikationen werden für die Verbesserung der Reputation der Baubranche als wichtig angesehen. Zu den Zielgruppen der Schulungsprogramme des Clusters gehören KMU, Architekten, Maschinenbauingenieure, Sanitär  und Heizungstechniker, Schreiner und sonstige Handwerker. 200 Unternehmer wurden bereits gemäß anerkannter Standards in der Sanierung alter Gebäude geschult. 

Marktveränderungen

Die Verwaltung des Clusters bietet auch Anregungen für Bauvorschriften, finanzielle Anreize sowie Maßnahmen zur Sensibilisierung für umweltfreundliches Bauen. Es war wesentlich dafür verantwortlich, dass aus einem kleinen Nischenmarkt ein großer Markt geworden ist: bis zu 50 % aller neuen Häuser werden mittlerweile als Passivenergiehäuser gebaut.

Datum des Entwurfs

17/08/2011