Grenzüberschreitende Zusammenarbeit für bessere Katastrophenabwehr

Zwei grenzüberschreitende Regionen in Italien und Österreich haben eine Online-Plattform entwickelt, die ihnen hilft, in Notsituationen effizienter zu sein und den Katastrophenschutz zu verbessern.

 Weitere Extras

 
„Mit der mehrsprachigen Kommunikationsplattform für sofortigen Daten- und Informationsaustausch im Katastrophenfall wurde eine optimierte IKT-Versorgung für die künftige Katastrophenbekämpfung geschaffen, die auch den sofortigen Einsatz grenzüberschreitender Hilfe unterstützt.“  – Elisabeth Janeschitz, SISSIE-Projektkoordinatorin. © SISSIE „Mit der mehrsprachigen Kommunikationsplattform für sofortigen Daten- und Informationsaustausch im Katastrophenfall wurde eine optimierte IKT-Versorgung für die künftige Katastrophenbekämpfung geschaffen, die auch den sofortigen Einsatz grenzüberschreitender Hilfe unterstützt.“ – Elisabeth Janeschitz, SISSIE-Projektkoordinatorin. © SISSIE

" Die Katastrophenressourcendatenbank und besonders das neue Internetportal wurden als langfristige IKT-Infrastruktur angelegt. Sie werden das grenzüberschreitende Netzwerk enorm stärken, das beiden Partnern Katastrophen- und Krisenbewältigung ermöglicht. Deshalb leisten sie auch einen bedeutenden Beitrag zur Minderung von Umweltschäden in den Projektregionen. "

Elisabeth Janeschitz, Amt der Kärntner Landesregierung

Das Projekt SISSIE wurde in den Alpenregionen Kärnten und Friaul-Julisch Venetien entwickelt, um Daten in Echtzeit auszutauschen und im Katastrophenfall schnell Informationen zu liefern. Die SISSIE-Plattform ermöglicht beiden Regionen gegenseitige Hilfestellung in diesem Bereich sowie die Koordinierung von grenzüberschreitenden Rettungsmaßnahmen. Das Projekt brachte Experten verschiedener Bereiche, wie etwa Hochwasserschutz, Luftverschmutzung, chemische Gesundheitsrisiken und Bergrettung zusammen.

Wichtige Daten

Das Projektteam hat zwei Katastrophenressourcendatenbanken entwickelt, die alle für den Umgang mit Katastrophen notwendigen Informationen enthalten, einschließlich Expertenverzeichnis, Details zu Notunterkünften und Bereitstellung von Erste-Hilfe-Mitteln. Sie boten auch Risikobewertungsdaten zu Themen wie Lawinensicherheit und Schutz von Kulturgütern.

Die Datenbanken wurden anschließend mit einer gemeinsam entwickelten, benutzerfreundlichen IT-Schnittstelle verbunden, die den Zugriff in italienischer und deutscher Sprache ermöglicht. Umfangreiche Schulungen richteten sich an das gesamte betroffene Personal und zwei grenzüberschreitende und groß angelegte Übungen wurden durchgeführt, um das System unter Praxisbedingungen zu testen. Öffentlichkeitsarbeit wurde auch durchgeführt, um die Einwohner beider Regionen für die Arbeit des Projekts zu sensibilisieren. Daneben wurden die im Rahmen des Projekts gewonnenen Erkenntnisse auf einer SISSIE-Wiki-Seite veröffentlicht.

Leben retten

Das Projekt bietet eine nachhaltige Unterstützung, da es helfen wird, Leben zu retten und Objekte zu schützen. Dank der mehrsprachigen Online-Plattform ist es möglich, auf alle wichtigen Ressourcen und Informationen zuzugreifen, die zur Bewältigung jeglicher Art von Krisensituation erforderlich sind – dies wird eine enorme Hilfe für Rettungsdienste auf beiden Seiten der Grenze sein.


Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „SISSIE, Safety information service for Carinthia/Friuli Venezia Giuli” (SISSIE, Sicherheitsinformationsservice Kärnten - Friaul-Julisch Venetien) belaufen sich auf 273 500 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 173 606 EUR im Rahmen des operationellen Programms „Italien – Österreich“ für den Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 beteiligt. 


Datum des Entwurfs

22/12/2015