Wirtschaftliche Expansion durch kreatives Design

Eine grenzüberschreitende Initiative hat die Wettbewerbsfähigkeit traditioneller KMU aus dem herstellenden Gewerbe in der österreichisch-italienischen Grenzregion gesteigert und dabei gleichzeitig hohe ökologische und Sozialstandards eingeführt.

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Arbeiten im Farblabor und einige der ausgeführten Prototypen und Studien. © Consorzio Innova FVG Arbeiten im Farblabor und einige der ausgeführten Prototypen und Studien. © Consorzio Innova FVG

" Durch die Verbesserung der Ökodesignaspekte gewinnen die Produkte einen erheblichen Mehrwert, der auf eine höhere Attraktivität abzielt, insbesondere für Premiumkunden. "

Günter Getzinger, Professor, Stellvertretender Vorstand des Instituts für Technik- und Wissenschaftsforschung (STS), Alpen-Adria-Universität Klagenfurt/Wien/Graz

Das Industriedesign ist in all seinen Aspekten für Unternehmen, die mit dem globalen Markt zu tun haben, ein zunehmend bedeutender Wettbewerbsfaktor. Der Erfolg des Produkts hängt von vielen Faktoren ab, vom Preis bis zur Unterstützung, von technischen Eigenschaften bis zur Werbung. Das Design kann für das Endprodukt einen enormen Mehrwert bedeuten, zum Einen von einem funktionalen Gesichtspunkt aus, zum Anderen im Hinblick auf die Reduzierung der Produktionskosten und die damit einhergehende Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit.

Mit dem Ziel, das kreative und innovative Potenzial von KMU, die in den Bereichen der Messer- oder Brillenherstellung tätig sind, sowie holzverarbeitender KMU zu erschließen, half das Projekt „Desire“ diesen Branchen erfolgreich bei der Entwicklung von Designerprodukten, welche die aktuellen Erwartungen des Markts für die Zukunft erfüllen.

Dank dieser Initiative konnten die beteiligten KMU Erfahrungen und Technologien austauschen und außerdem neues Wissen über die jüngsten Innovationen im formellen und kreativen Design, zu neuen Produkten, zur Modell- und Prototypentwicklung sowie zu Materialien und Oberflächenbehandlungen sammeln. Es wurden dynamische Instrumente entwickelt, um die Produktionskosten und das Farbmanagement zu optimieren, Programme zu planen und Produkte zu aktualisieren.

Designethik

Einer der wichtigsten Vorteile, in dessen Genuss die beteiligten KMU durch „Desire“ kamen, ist die Erschließung neuer Märkte. Eine solide Geschäftsstrategie und eine integrierte Marketing- und Kommunikationsstrategie haben zusammen mit der Kreativität der Unternehmer und ihrer Bereitschaft zur Kooperation und Innovation geholfen, dies Wirklichkeit werden zu lassen.

Neben dem wirtschaftlichen Erfolg wurden im Rahmen von „Desire“ auch freiwillig soziale und ökologische Standards übernommen, die strenger sind als die gesetzlichen Vorgaben. Das Geschäftsmodell passt deshalb nicht nur zu der Chance, die sich durch die Globalisierung bietet, sondern auch in den Kontext einer größeren sozialen, ethischen und ökologischen Kompatibilität.


Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „Desire – das Design der Zukunft“ belaufen sich auf 997 782 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 714 764 EUR im Rahmen des operationellen Programms „INTRREG IV Italien – Österreich“ für den Programmplanungszeitraum 2007 bis 2013 beteiligt.


Datum des Entwurfs

02/11/2015