Schaffung eines Unternehmensclusters von Weltklasse im Bereich saubere Technologie

ECO WORLD STYRIA hatte es sich zum Ziel gesetzt, die Konzentration erfolgreicher Cleantech-Unternehmen im österreichischen Bundesland Steiermark zu erhöhen und diesen so entstehenden Cluster als weltweiten Spitzenstandort für innovative Cleantech-Unternehmen zu etablieren.

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ECO WORLD STYRIA wurde 2005 als Cleantech-Cluster für Umwelt- und Energietechnik gegründet und diente darüber hinaus dem Zweck, ein „Green Tech Valley“ von Weltrang im österreichischen Bundesland Steiermark (Styria) aufzubauen.

Es soll die Wettbewerbsfähigkeit der Region auf internationaler Ebene durch Innovationen im Bereich der grünen Technologien erhöhen und das Wirtschaftswachstum fördern.

Das Bundesland kann auf eine lange Tradition im Cleantech-Sektor zurückblicken. ECO WORLD STYRIA spielt eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der Wirtschaftspolitik in der Steiermark und wird von der steirischen Landesregierung finanziell unterstützt. Der Cluster stellt einen wesentlichen Bestandteil der neuen Wirtschaftsstrategie Steiermark 2020 dar.

Der Cluster wurde als öffentlich-private Partnerschaft eingerichtet. Seine Triebfeder ist die Zusammenarbeit zwischen Forschung, Wirtschaft und Regierung, durch die Ökoinnovationen auf ein höheres Niveau gehoben werden sollen. ECO WORLD STYRIA stellt gemeinsam mit strategischen Partnern eine Unterstützungsstruktur bereit, die es den Cluster-Kunden ermöglicht, in den Bereichen Biomasse, Solarenergie, Abfall- und Stoffströme sowie Wasser und Abwasser nachhaltig zu wachsen.

Heimat für 170 Cleantech-Unternehmen

Im Bundesland Steiermark sind heute mehr als 170 Cleantech-Unternehmen angesiedelt, von denen 15 auf ihrem Gebiet weltweite Technologieführer sind. Diese Unternehmen weisen mit einer durchschnittlichen (realen) Wachstumsrate von 19 % pro Jahr im Vergleich zum Wachstum des weltweiten Markts für saubere Technologien mit jährlich 10 % eine fast doppelt so hohe Wachstumsrate auf.

Die durch diese Cleantech-Unternehmen erwirtschafteten Erträge sind im Jahr 2010 auf 3,1 Milliarden EUR angestiegen, was 9 % des Bruttoregionalprodukts gegenüber 5 % im Jahr 2005 entspricht. Die Steiermark verfügt heute über eine der weltweit höchsten Konzentrationen von Cleantech-Unternehmen der Spitzenklasse im Umkreis von einer Stunde Fahrzeit.

Schaffung eines Clusters von Weltrang

Infolgedessen hat dieser Cluster von Weltrang ebenfalls zahlreiche große Unternehmen dazu bewegt, ihren Hauptsitz in die Steiermark zu verlegen.

Seit Projektbeginn haben ökoinnovative Unternehmen 5 000 neue Arbeitsplätze geschaffen, wobei ihre Mitarbeiterzahl pro Jahr durchschnittlich um über 10 % anstieg.

Zur Förderung der Dienstleistungsinnovation hat ECO WORLD STYRIA zusammen mit 30 internationalen Experten und sieben internationalen Fachmedien die Broschüre „ECO Future Radar“ konzipiert, in der schwerpunktmäßig die Trends und Marktentwicklungen im Cleantech-Bereich betrachtet werden. Mehr als 500 Unternehmen ziehen den Future Radar heran, um ihre Geschäftsstrategie zu überprüfen und Möglichkeiten für die Dienstleistungsinnovation zu ermitteln.

Des Weiteren wurden sogenannte „Technology Round Tables“ ins Leben gerufen, an denen Kunden, Wissenschaftler und Unternehmen teilnehmen. Das Ziel dieser Rundtischgespräche zum Thema Technologie besteht darin, die Unternehmen bei der Entwicklung neuer Technologien und Dienstleistungen zu unterstützen.

ECO WORLD STYRIA war eines der 20 Pilotcluster, die in der Pilotphase der European Cluster Excellence Initiative im Hinblick auf die Auszeichnung für exzellentes Cluster-Management geprüft wurden. Der Cluster erzielte 99 % der maximalen Punktzahl, weshalb er mit dem Status „World Class Cluster“ (Cluster von Weltrang) ausgezeichnet wurde. ECO WORLD STYRIA wurde von der Cleantech Group, dem renommierten Netzwerk von US-Investoren, zur weltweiten Nummer 1 der Cleantech-Cluster gekürt.

Der Erfolg des Clusters hat dazu beigetragen, den Umfang der Selbstfinanzierung von nahezu Null zu Projektbeginn auf heute weit über 40 % des Gesamtbudgets (Jahresgebühren für die Unternehmen, Dienstleistungsentgelte) zu erhöhen.

Gesamtkosten und EU-Finanzmittel

Die förderfähigen Gesamtkosten des Projekts „ECO WORLD STYRIA“ betragen 888 000 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 444 000 EUR für den Programmzeitraum von 2007 bis 2013 beteiligt.

Datum des Entwurfs

01/01/2007

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