Vernetzung lokaler Unternehmen im globalen Energieeffizienznetzwerk über das Mechatronik-Cluster

Das EFRE-geförderte Mechatronik-Cluster in Niederösterreich hat lokale Unternehmen in Österreich in gemeinsamen globalen Projekten zusammengebracht. Damit will man die Energieeffizienz-Vorteile für Wirtschaft und Umwelt aufzeigen und sicherstellen, dass die gewonnenen Erkenntnisse in Zukunft berücksichtigt werden.

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The Mit dem Mechatronik-Cluster möchte man innovative Arbeitsplätze in Niederösterreich halten. Dazu werden F&E-Projekte gefördert. © Cluster-Programm Niederösterreich The Mit dem Mechatronik-Cluster möchte man innovative Arbeitsplätze in Niederösterreich halten. Dazu werden F&E-Projekte gefördert. © Cluster-Programm Niederösterreich

" Das langfristige, zentrale Ziel des gesellschaftlichen Nutzens ist es, die Industrie und die Arbeitsplätze in der Region zu halten. In einer globalisierten Welt stehen wir vor der Herausforderung, Produktion und Arbeitsplätze nicht an Regionen mit geringeren Kosten zu verlieren. Umweltvorschriften können Innovation und Wettbewerbsfähigkeit fördern, wenn Unternehmen die richtigen Rahmenbedingungen bekommen. Das Mechatronik-Cluster trägt hierzu bei, indem man lokales und europäisches Know-how frühzeitig verbindet und die Zusammenarbeit eingeleitet wird. Menschen kooperieren und lernen voneinander. Dies schafft neue Dynamiken und hervorragende Ergebnisse. "

Harald Bleier, Mechatronik-Cluster-Manager, ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH

Das Mechatronik-Cluster wird von der Wirtschaftsagentur Business Upper Austria und ecoplus, Die Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich GmbH verwaltet. 334 Mitglieder profitieren derzeit von dieser regionenübergreifenden Clusterinitative. Der niederösterreichische Teil der Initiative wurde über das Cluster-Programm 2007-2014 der Region finanziert und mit Mitteln des EFRE kofinanziert. 

Die Mechatronik-Cluster-Initiative umfasst die Bereiche Maschinen- und Anlagenbaubau und verwandte Wirtschaftszweige wie Geräte- und Anlagenbau, Technologie- und Komponentenzulieferer, Forschungs- und Entwicklungs- sowie Bildungseinrichtungen. Bevor dieses Projekt an den Start ging, hatte eine Mapping-Studie genügend Potenzial für eine Cluster-Initiative sowie Bedarf an Unternehmensunterstützung ergeben. 

Bewusstsein für Energieeffizienz schärfen 

In den letzten Jahren hat das Energiebewusstsein bei lokalen Unternehmen in der Region Niederösterreich zugenommen. Einer der Gründe hierfür ist das jüngste Energieeffizienzgesetz (EEffG) in Österreich. Eine Hauptmotivation für dieses Projekt war es, lokale Unternehmen aus der Mechatronikbranche gut auf die Erfüllung der neuen Erfordernisse vorzubereiten. 

Zu diesem Zweck wurden Aktivitäten organisiert, um lokalen Unternehmen zu helfen, Energiemanagementsysteme gemäß ISO 50001 Standards umzusetzen. Daneben wurden internationale gemeinschaftliche F&E-Projekte ins Leben gerufen, mit denen der Einsatz praktischer Werkzeuge und Methoden für Energieüberwachung, -planung und -management gefördert werden soll. 

Langfristige Vorteile

Das Ergebnis ist, dass Unternehmen in der Region die Energieverbrauchsmessung und das Erkennen von Ineffizienz als Ansatzpunkt für das Erreichen von Produktivitätsverbesserungen und Prozessinnovationen ansehen – und das Know-how für die Umsetzung haben. Etwa 80 Unternehmen in der Region haben bereits von verbesserter Energieffizienzüberwachung und einem optimierten Energieffizienzmanagement profitiert.

Es wurden zahlreiche konkrete Ergebnisse erzielt. Dazu gehört auch die Gründung einer auf Energieeffizienz spezialisierten Forschungsgruppe an der Technischen Universität Wien. Diese Gruppe führt gemeinsam mit anderen Unternehmen aus ganz Österreich F&E-Projekte durch und bietet Schulungs- und Ausbildungskurse an.

Gesamtinvestitionen und EU-Mittel

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt „Das Mechatronik-Cluster in Niederösterreich” belaufen sich auf EUR 2 150 000 , von denen der Europäischer Fonds für regionale Entwicklung EUR 600 000 aus dem Operationellen Programm „Niederösterreich” für den Programmzeitraum 2007 bis 2013 beiträgt.

Datum des Entwurfs

01/12/2015