ClusteriX: Stärkung der Innovationskraft durch die Verknüpfung regionaler Cluster

Um europäische Innovationen und technologisches Know-how besser nutzen zu können, stellte das EU-finanzierte Projekt ClusteriX Verknüpfungen zwischen regionalen Innovationsclustern in Europa her und sorgte damit für neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit und eine höhere Produktivität.

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Die Kompetenzlandkarte von ClusteriX trug zur Herstellung wichtiger Geschäftskontakte zwischen Clustern bei. © Simone Hagenauer (ecoplus Österreich) Die Kompetenzlandkarte von ClusteriX trug zur Herstellung wichtiger Geschäftskontakte zwischen Clustern bei. © Simone Hagenauer (ecoplus Österreich)

" Die Erfahrung zeigt, dass Innovationen und neue Technologien oft aus bestehenden Branchen und Clustern entstehen. Aus diesem Grund müssen wir die Entwicklung von Innovationsclustern aus einer strategischen politischen Perspektive angehen. Dazu bedarf es neuer Verfahren, um vorhandene Cluster an Kompetenzen und weltweite Technologietrends zu erkennen und herauszufinden, wie diese Kompetenzen zur Sicherstellung einer regionenübergreifenden Spezialisierung kombiniert werden können. "

Simone Hagenauer, ecoplus, die Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich

Dank dem Projekt ClusteriX kamen politische Entscheidungsträger und Experten aus acht Ländern mit starken Clustern zusammen, um wichtige Themen zu besprechen, unter anderem die Finanzierung der Clusterentwicklung, die Bündelung aufstrebender Branchen durch Cluster und die Schaffung positiver Rahmenbedingungen, um das in regionalen Innovationsclustern vorhandene Know-how zur verknüpfen.

Auf der Grundlage dieser ersten Gespräche erstellte ClusteriX einen Fahrplan für die Umsetzung regionenübergreifender bewährter Verfahren für Cluster. Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Regionen sowie ihr Innovationpotenzial gestärkt werden und die Grundlagen für ein interregionales Cluster-Netz geschaffen werden.

Die Bedeutung von Clustern

Verschiedenen Studien zufolge erreichen Unternehmen, die innerhalb eines Clusters tätig sind, ein höheres Produktivitäts- und Innovationsniveau. Cluster unterstützen außerdem aufstrebende Branchen und Dienstleister, weil sie ihnen ein positives Umfeld bieten, das die Interaktion und Zusammenarbeit zwischen regionalen Innovatoren fördert.

Darum unterstützen die europäische Politik und die Initiativen der Europäischen Clusterpolitikgruppe (ECPG) schon seit langem regionale Technologie- und Innovationscluster. Und obwohl diese Bemühungen weitestgehend erfolgreich waren, reichen sie jetzt nicht mehr aus. Nun wird ein Mittel gebraucht, um die Rahmenbedingungen für die Herstellung von Verbindungen zwischen verschiedenen Wirtschaftssektoren und Technologien zu verbessern – hier trat das Projekt ClusteriX auf den Plan.

Eines der zentralen Projektziele bestand darin, europäische Innovationen und Know-how besser zu nutzen, indem zwischen bestehenden regionalen Clusternetzen Synergien geschaffen und Technologien verknüpft werden. Dazu stellte das Projekt den bestehenden regionalen Clustern das Konzept der „Kompetenzlandkarte“ vor – eine Methode, mit der die Selbstbewertung von Unternehmen, Patentrecherche und Workshops mit Clustermanagern und externen Innovationsprofis kombiniert wird. Das Konzept bietet einen systematischen Ansatz, um potenzielle Möglichkeiten für sektorübergreifende Innovationen zu erkennen und regionale wirtschaftliche Stärken zu entwickeln.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Verbesserung der Wirksamkeit öffentlicher Ausgaben für die clusterübergreifende Zusammenarbeit. In diesem Zusammenhang half ClusteriX Regionen dabei, die Vergabe öffentlicher Aufträge im Bereich Innovationen zu verstehen, indem zum Beispiel der Kauf innovativer Lösungen statt gewöhnlicher Waren und Dienstleistungen ermöglicht wurde.

Clusterbildung zwischen Regionen

Im Ergebnis dieses vielschichtigen Ansatzes konnte ClusteriX erfolgreich sektorübergreifende Verbindungen stärken, sowohl innerhalb der Regionen als auch regionenübergreifend. Die bewährten Verfahren und Instrumente, die durch ClusteriX umgesetzt wurden, zeigten auch nach Projektabschluss weiterhin Wirkung.

So ist die Kompetenzlandkarte, die im Laufe des Projekts von Niederösterreich auf Südtirol, Schweden und Rumänien übertragen wurde, bislang zur Analyse von fast 80 Unternehmen und Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in ganz Europa eingesetzt worden. Auf diese Weise konnten nicht nur potenzielle neue Innovationen innerhalb der Cluster identifiziert werden, sondern es wurde auch ein Beitrag zur Herstellung wichtiger Geschäftskontakte zwischen Clustern geleistet.


Gesamtinvestition und EU-Finanzierung

Die Gesamtinvestition für das Projekt „Clusters for European Innovation Cross-Linking“ beläuft sich auf 1 687 872 EUR, an der sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung mit 1 296 064 EUR im Rahmen des operationellen Programms „INTERREG IVC“ für den Programmplanungszeitraum 2007-2013 beteiligt.


Datum des Entwurfs

28/11/2016