Österreichisch-slowenische Grenzregion profitiert von geringeren Kohlendioxidemissionen

Österreichisch-slowenische Grenzregion profitiert von geringeren Kohlendioxidemissionen

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Der MOVE Projektdemonstrations-Campus in Ptuj (Pettau), Slowenien Der MOVE Projektdemonstrations-Campus in Ptuj (Pettau), Slowenien

Das grenzüberschreitende Kooperationsprojekt MOVE wurde von 2009 bis 2012 durchgeführt. Hauptziel war die Senkung der Kohlendioxidemissionen durch die Umsetzung eines Maßnahmenpakets zur effizienten Energienutzung, die Förderung der Entwicklung und Nutzung alternativer Energiequellen sowie eine nachhaltigere Energieversorgung.

Projektbeteiligte waren slowenische und österreichische Partnerorganisationen, die zusammen an der Entwicklung eines regionalen Modells für erneuerbare Energien arbeiteten. Dazu gehörte eine Untersuchung der Verfügbarkeit und potenziellen Kapazität für die Gewinnung erneuerbarer Energien und die Durchführung von Energieeffizienzprojekten in den Grenzregionen beider Länder. Als Ergebnis wurde ein Aktionsplan erarbeitet, den lokale Behörden für die Entwicklungsplanung von Energieprojekten nutzen können.

Das MOVE-Projekt beinhaltete auch die Entwicklung von Schulungskursen in den Bereichen Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen und Energieeffizienz. Insgesamt wurden drei viertägige Seminare organisiert. Vor allem Architekten und Planer bekamen hier Informationen zur Energiezertifizierung in neuen Gebäuden und bei der Renovierung alter Gebäude. Im Laufe des 42-monatigen Projekts fanden insgesamt 32 Seminare, Workshops und Konferenzen statt, bei denen 1 446 Teilnehmer anwesend waren.

Auch die Energieeffizienz von 280 öffentlichen Gebäuden wurde getestet und anhand von Richtwerten wählte man die 35 ineffizientesten Gebäude aus. Diese wurden anschließend eingehend auf Umweltverträglichkeit und Energieverbrauch geprüft. Das Ergebnis war die Erarbeitung von Plänen für eine Wärmedämmung in acht slowenischen Gebäuden.

Gemeinsam mit lokalen Behörden und Vertretern aus der Industrie wurde festgestellt, dass 28 Orte in der österreichisch-slowenischen Grenzregion für die Gewinnung von Sonnenenergie durch ein Photovoltaiksystem geeignet sind. Entsprechende Businesspläne für Systeme an diesen Standorten wurden vorbereitet.

Im Rahmen des Projekts wurde auch eine Demonstrationsanlage gebaut. Hier arbeiten zwei Straßenlampen im Probebetrieb mit autarker Versorgung durch Solar- und Windenergie. Zwei weitere Demonstrationsanlagen boten Informationen zur Solarenergie. Mit diesen Demonstrationsanlagen soll der allgemeinen Öffentlichkeit gezeigt werden, wie erneuerbare Energien durch vielversprechende technologische Alternativen in den Alltag integriert werden können.

Projektleiter Saša Erlih erklärte, das Projekt sei eines der größten grenzüberschreitenden Projekte Sloweniens und habe seine Ziele erreicht. Erlih betonte, er sei besonders erfreut darüber, dass viele junge Menschen, Fachleute, Bildungsinstitute und auch der öffentliche und private Sektor an dem Projekt beteiligt waren. Die Veranstaltungen mit ihren umfassenden Informationen für die allgemeine Öffentlichkeit und auch die Publikation von Informationen hätten sich besonders gelohnt.


Gesamtinvestition und EU-Mittel

Die Gesamtkosten des Projekts „MOVE for energy sustainability“ betrugen 2 977 855 EUR, an denen sich der Europäische Fonds für regionale Entwicklung der EU mit 2 506 185 EUR im Rahmen des grenzüberschreitenden Kooperationsprogramms Österreich-Slowenien von 2007 bis 2013 beteiligte. 491 671 EUR wurden über nationale öffentliche Mittel und Beiträge der Projektpartner bereitgestellt.


Datum des Entwurfs

05/08/2013