An EU Strategy for the Alpine Region

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News

    Heute hat die Europäische Kommission den allerersten Gesamtbericht über die Durchführung der vier bestehenden makroregionalen Strategien der Europäischen Union (EU) veröffentlicht: die EU-Strategie für den Ostseeraumdie EU-Strategie für den Donauraumdie EU-Strategie für die Region Adria-Ionisches Meer und die EU-Strategie für den Alpenraum.

    Der Bericht enthält eine Bewertung des Standes der Durchführung der aktuellen Strategien und zieht eine Bilanz der wichtigsten bisher erreichten Ergebnisse. Im Bericht werden Lehren aus den bisher gemachten Erfahrungen gezogen und eine Reihe Empfehlungen zu möglichen Weiterentwicklungen der Strategien und ihrer Aktionspläne, auch im Hinblick auf die künftige Kohäsionspolitik, ausgesprochen.

    Der Bericht befasst sich mit bereichsübergreifenden Fragen, die alle vier Strategien betreffen, unabhängig von ihrem Reifegrad (z. B. Politikgestaltung und Planung, politische Steuerung, Überwachung und Evaluierung, Finanzierung und Kommunikation). Die wesentlichen Ergebnisse und Herausforderungen jeder makroregionalen Strategie werden in eigenen Abschnitten behandelt.

    Die Durchführung der vier makroregionalen Strategien der EU, an denen 19 EU-Mitgliedstaaten und acht Nicht-EU-Länder beteiligt sind, hat insgesamt ein größeres Interesse an und ein höheres Bewusstsein für die europäische territoriale Zusammenarbeit und den territorialen Zusammenhalt sowie die daraus entstehenden Mehrwerte bewirkt. Sie haben zur verstärkten Koordinierung und verbesserten Zusammenarbeit in einigen Bereichen (z. B. Befahrbarkeit, Energie, Klimawandel) und zwischen den beteiligten Ländern sowie zur intensivierten Zusammenarbeit mit Nicht-EU-Ländern geführt, die dadurch näher an die EU herangerückt sind. Die Strategien haben außerdem einen Beitrag dazu geleistet, die Politik zu gestalten, die vorhandenen Rechtsvorschriften umzusetzen und einen engeren Dialog zwischen verschiedenen Akteuren in Gang zu setzen.

    Die Strategien haben ihr volles Potenzial jedoch noch nicht ausgeschöpft und müssen gewisse Herausforderungen noch meistern. Die Mitgliedstaaten, die diese Strategien ins Leben gerufen haben, müssen mehr Eigenverantwortung übernehmen; die Wirksamkeit des Verwaltungssystems muss verbessert werden; die wichtigen vorhandenen Finanzierungsquellen (der EU sowie regional und national) müssen besser koordiniert werden. Im Bericht wird auch auf die Bedeutung der administrativen Mittel und Kapazitäten zur Erreichung der festgelegten Ziele hingewiesen.

    Im Hinblick auf die künftige Kohäsionspolitik werden einige Fragen aufgeworfen. Diese beziehen sich insbesondere auf Synergien und Komplementarität zwischen den makroregionalen Strategien der EU und den durch die europäischen Struktur- und Investitionsfonds unterstützten Programmen sowie auf die Abstimmung mit länderübergreifenden interregionalen Programmen und die weitere Verbesserung des Verwaltungssystems.

    Der Bericht wird durch ein Arbeitsdokument der Kommissionsdienststellen ergänzt, das ausführlichere Informationen zum Stand der Durchführung der makroregionalen Strategien sowie spezifische Empfehlungen beinhaltet.

    Der Bericht schafft ein umfassendes Verständnis dafür, wie die vier makroregionalen Strategien der EU funktionieren, da konkrete Beispiele für die Durchführung in den jeweiligen Bereichen aufgeführt werden. Jedes von ihnen hat einen eigenen Mehrwert, z. B.:

    • die Qualität des Ostseewassers verbessert sich und Zuflüsse von Nährstoffen werden durch die Durchführung von Projekten wie PRESTO oder Interaktives Wassermanagement (IWAMA) verringert;
    • die innovative und nachhaltige Nutzung der Meeresressourcen und die Zusammenarbeit zwischen wichtigen Akteuren und Initiativen im Ostseeraum in diesem Bereich werden weiterhin aktiv durch das SUBMARINER-Netzwerk gefördert;
    • im Donaubecken verringern die koordinierte Wasserbewirtschaftung und das Risikomanagement in Projekten wie SEERISK das Hochwasserrisiko erheblich;
    • Engstellen in der Befahrbarkeit der Donau werden entfernt und die Sicherheit der Navigation durch Projekte wie FAIRWAY und DARIF erhöht;
    • die Zusammenarbeit mit den EU-Ländern in konkreten Themenbereichen von gemeinsamem Interesse im Zusammenhang mit der EU-Strategie für die Region Adria-Ionisches Meer hilft den teilnehmenden Ländern vom westlichen Balkan, sich auf den EU-Beitritt vorzubereiten;
    • blaue und grüne Korridore, deren Ziel ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum unter Achtung der Umwelt ist und die Land und Meer in der Region Adria-Ionisches Meer miteinander verbinden, wurden als Schlüsselbereich ermittelt, in dem strategische Projekte gefördert werden sollten;
    • die Errichtung eines grenzüberschreitenden Bildungsraums für duale Berufsausbildung im Alpenraum wird durch Projekte wie „mountErasmus“ bewerkstelligt;
    • die grenzüberschreitende Anbindung im Alpenraum im Personenverkehr wird durch die Entwicklung des „AlpInfoNet“ zu einem grenzüberschreitenden Verkehrsinformationssystem verbessert. 

    Weitere Informationen

    Im Rahmen der Strategie werden mehr als 70 Millionen Bürgerinnen und Bürger die wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Herausforderungen in der Makroregion Alpenraum gemeinsam in Angriff nehmen. Der Schwerpunkt der EUSALP liegt ganz klar auf der Förderung eines innovativen und nachhaltigen Wachstumsmodells. Die sieben Länder der Makroregion werden bei ihrer Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung und Innovation, Unterstützung der KMU, Mobilität, Tourismus, Umweltschutz und Energieressourcenmanagement einen Gang zulegen können.

    Auf der von der Europäischen Kommission und dem slowenischen Außenministerium gemeinsam organisierten Veranstaltung treffen wichtige Akteure für die Governance und die Umsetzung der EUSALP zu einem Meinungs- und Ideenaustausch über die besten Arbeitsverfahren und die effiziente Verwaltung der Strategie zusammen.

    Weitere Informationen

    Die Europäische Kommission hat heute ein neues Interreg-Programm zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Italien und Österreich angenommen. Für das Programm werden Mittel in Höhe von über 98 Mio. EUR bereitgestellt, davon über 82 Mio. EUR aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

    Im Rahmen des Programms soll insbesondere die grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen Forschungs- und Innovationseinrichtungen in der Region unterstützt werden. Ein weiterer Schwerpunkt des Programms sind der Schutz und Erhalt des gemeinsamen Natur- und Kulturerbes. 

    Zudem handelt es sich bei diesem Programm um das einzige europäische Programm für die territoriale Zusammenarbeit, das auf einer von der örtlichen Bevölkerung betriebenen lokalen Entwicklung (CLLD) mit aktiver Beteiligung aller örtlichen Akteure beruht.

    Weitere Informationen:

Mehr Neuigkeiten

The EU Strategy for the Alpine Region involves 7 countries: Austria, France, Germany, Italy, Liechtenstein, Slovenia and Switzerland.

It builds on the experiences of the already existing macro-regional strategies: the European Strategy for the Danube Region and the European Strategy for the Baltic Sea Region and the European Strategy for the Adriatic and Ionian Region.

The Commission adopted a Communication and an Action Plan on the EU Strategy for the Alpine Region on 28 July 2015 . This followed the invitation from the European Council in December 2013. It also took account – inter alia – of the on-line public consultation that was held in 2014, and the debates and discussions in the Stakeholder Conference on the EU Strategy for the Alpine Region (Milano, December 2014).

The Alpine region is one of the largest economic and productive regions in Europe where about 70 million people live and work, as well as it is an attractive tourist destination for millions of guests every year. However, it faces several major challenges:

  • Economic globalisation requiring the territory to distinguish itself as competitive and innovative
  • Demographic trends characterised by ageing and new migration models
  • Climate change and its foreseeable effects on the environment, biodiversity and living conditions of the inhabitants
  • Energy challenge at the European and worldwide scales
  • Its specific geographical position in Europe as a transit region but also as an area with unique geographical and natural features

Better cooperation between the regions and States is needed to tackle those challenges.

The main added value of the Strategy for the Alpine Region will consist in a new relationship between metropolitan, peri-mountain, and mountain areas.

According to the political resolution adopted by the representatives of the 7 Alpine States and 15 Alpine Regions in Grenoble in October 2013, the new strategy will focus on the following 3 thematic priorities:

  • Competitiveness and Innovation
  • Environmentally friendly mobility
  • Sustainable management of energy, natural and cultural resources

The Commission has encouraged Member States and regions to ensure that the Alpine Strategy is properly embedded in EU regional policy 2014-2020 programmes, as well as other relevant EU, regional and national policy frameworks.

As for the implementation, the Strategy will be based on the key principles applied for the existing macro-regional strategies: no new EU funds, no additional EU formal structures and no EU legislation, while relying on a coordinated approach, synergy effects and a more effective use of existing EU funds and other financial instruments. The aim is to produce a clear added value based on jointly identified objectives.

To get in contact with the team in DG REGIO please send an e-mail to REGIO D1 TRANSNATIONAL AND INTERREGIONAL COOPERATION