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News

    EU-Kommissar Johannes Hahn und Alejandro Nieto Enríquez, Staatssekretär im mexikanischen Bundesministerium für Landwirtschafts-, Gebiets- und Stadtentwicklung (SEDATU) haben am 8. Oktober in Brüssel eine Absichtserklärung unterzeichnet und damit ein neues internationales Kooperationsabkommen zwischen der EU und Mexiko zur Regional- und Stadtentwicklung bestätigt. Das Abkommen ist das elfte seiner Art und ist Teil eines Prozesses, der 2006 mit dem ersten Kooperationsabkommen auf diesem Gebiet mit China begann. Das Abkommen mit Mexiko ist das fünfte mit einem lateinamerikanischen Staat und bestätigt das zunehmende Interesse für Gebietspolitik auf diesem sich rasant entwickelnden Kontinent.

    Kommissar Hahn betonte, dass die neue Partnerschaft mit Mexiko den Austausch von Know-how und bewährten Verfahren bei der Konzeption und Umsetzung regionalpolitischer Maßnahmen zwischen Mexiko und der EU fördern wird. Er erklärte: „Es ist ein Prozess, bei dem beide Seiten voneinander lernen.“ Wie unmittelbar danach in der mexikanischen Presse berichtet wurde, wird der politische Dialog im Rahmen des neuen Abkommens als wichtiges Element in der strategischen Partnerschaft zwischen Mexiko und der EU zur „Schaffung einer gerechteren, ausgewogeneren und egalitäreren Gesellschaft“ gesehen. Jorge Diaz Cuervo, Direktor im SEDATU, begleitete Alejandro Nieto Enríquez und stellte bei den OPEN DAYS in der Sitzung zur Kooperation zwischen der EU und Lateinamerika auf dem Gebiet der Kohäsionspolitik die erste Präsentation Mexikos zur Regionalpolitik vor. Er erläuterte die großen Ungleichheiten zwischen den Regionen in Mexiko und die neuen Regionalprogramme, mit denen diese Ungleichheiten abgebaut werden sollen.

    Das Ministerium für Landwirtschafts-, Gebiets- und Stadtentwicklung (SEDATU) wurde 2013 eingerichtet und ist in der mexikanischen Bundespolitik federführend in allen Fragen der Regionalentwicklung. Außerdem ist es im Zusammenhang mit der Stadtentwicklung und der Entwicklung des ländlichen Raums für die Koordination mit anderen Ministerien zuständig. Die Hauptziele der regionalen, städtischen und ländlichen Entwicklung sind im nationalen Entwicklungsplan der mexikanischen Bundesregierung für 2013-2018 festgelegt. Der Entwicklungsplan stellt eine Kombination aus horizontalen Programmen für das gesamte Territorium und Programmen dar, die speziell auf benachteiligte Regionen ausgerichtet sind. Laut dem Regionalausblick 2014 der OECD weist Mexiko von allen OECD-Ländern die zweitgrößten regionalen Ungleichheiten beim Pro-Kopf-BIP nach den Vereinigten Staaten auf. 65 % der mexikanischen Bevölkerung lebt in Städten, und 53 % lebt in städtischen Gebieten mit über 500 000 Einwohnern. Dagegen liegt der OECD-Durchschnitt bei 49 %.

    Unter diesem Link finden Sie weitere Informationen zu internationalen Kooperationsmaßnahmen der GD REGIO.

    Im Bereich der internationalen Zusammenarbeit legt die GD REGIO den Schwerpunkt ihrer Tätigkeit – unterstützt durch die vorbereitende Maßnahme „Förderung der regionalen und lokalen Zusammenarbeit durch Information über die Regionalpolitik der EU auf globaler Ebene“ des Europäischen Parlaments – zunehmend auf die Förderung einer dezentralisierteren Zusammenarbeit, die regionale und städtische Behörden aus der EU und Drittländern zusammenbringt. Bei dieser Zusammenarbeit geht es um mehr als die Stärkung des Verständnisses für das europäische sozioökonomische Modell in Drittländern. Darüber hinaus bringt sie unter anderem Akteure aus Drittländern mit öffentlichen und privaten (gewerblichen) Anbietern von Finanzierungen und Dienstleistungen für die Regional- und Stadtentwicklung zusammen.

    Ein jüngeres Beispiel für letzteren Punkt ist das technische Hilfsprojekt „Zusammenarbeit zwischen der EU und Lateinamerika bei regionalen Innovationssystemen“, das soeben abgeschlossen wurde und an dem die lateinamerikanischen Regionen Córdoba (Argentinien) und Santa Catarina (Brasilien) sowie die EU-Regionen Emilia-Romagna und Baden-Württemberg beteiligt waren. Das Projekt wurde durch die Arbeit in der EU zum Thema regionale Innovationssysteme inspiriert und sollte den lateinamerikanischen Regionen helfen, den Zugang von KMU zu Innovation zu fördern und Governance-Regelungen zu verbessern, welche die wichtigen im Bereich Innovation arbeitenden Akteure zusammenbringen. Der Schwerpunkt lag auf zwei Branchenclustern (den Sektoren Agrar- und Lebensmittelindustrie sowie Biotechnologie, wobei der Fokus insbesondere auf Biotechnologie in den Anwendungsbereichen Landwirtschaft, Agrar- und Lebensmittelindustrie, IKT und Energie lag), die in der lokalen Wirtschaft sowohl der beteiligten europäischen als auch der lateinamerikanischen Regionen eine wichtige Rolle spielen und außerdem ein bedeutendes Entwicklungspotenzial aufweisen.

    Die Maßnahmen auf der Abschlusskonferenz des Projekts, die vom 5. bis 8. März 2013 in Chapecó (Santa Catarina, Brasilien) stattfand, zeigten deutlich den Wunsch der EU- und lateinamerikanischen Behörden, den interregionalen Austausch und die Zusammenarbeit in der regionalen Innovationspolitik fortzuführen und zu stärken. Dies bestätigte das Interesse der Privatwirtschaft an dem Projekt, das auch an der Beteiligung von Unternehmen beider Seiten deutlich wurde. Letztendlich beteiligten sich auf beiden Kontinenten über 40 Unternehmen und eine Reihe von EU-Behörden und -Unternehmen exportierten Dienstleistungen, einschließlich Know-how, an lateinamerikanische Firmen in Córdoba und Santa Catarina. In der Tat war das Projekt für die europäischen Behörden und Firmen vor allem aufgrund ihres Interesses an Einsichten in die Funktionsweise der Märkte dieser beiden aufstrebenden und dynamischen lateinamerikanischen Regionen als Basis für den Aufbau von wirtschaftlichen und Handelsverbindungen attraktiv.

    Die Provinz Córdoba hat zum Beispiel bereits eine Reihe von Folgemaßnahmen ins Auge gefasst, die für ihre lokalen Interessengruppen interessant sind: Förderung des Ausbaus der Verbindungen zwischen lateinamerikanischen Unternehmen und der Agrar- und Lebensmittelindustrie sowie dem Mechatroniksektor der Emilia-Romagna durch die Dienste von Reggio Emilia Innovazione; Stärkung und Formalisierung der Verbindungen bestimmter lateinamerikanischer Cluster (z. B. Cluster Quesero de Villa María, Córdoba) zu wirtschaftlichen Forschungseinrichtungen und Konsortien (z. B. Parmigiano-Reggiano-Konsortium); Ermöglichung der Teilnahme lateinamerikanischer KMU der Agrar- und Lebensmittelindustrie an europäischen Messen (z. B. „R2B – Research to business“ in Bologna, „Nutrire il pianeta, energia per la Vita“ in Mailand); Förderung der Aufnahme und Beteiligung lateinamerikanischer Unternehmen in das bzw. am Enterprise Europe Network mit Unterstützung baden-württembergischer Einrichtungen. Gleichzeitig laufen Gespräche über eine Reihe von gemeinsamen biotechnologischen Forschungs- und Entwicklungsprojekten mit dem Ziel einer gemeinsamen Beantragung von Forschungsbeihilfen in der EU und Deutschland.

    Dieses Projekt hat bestätigt, dass Ansätze und Maßnahmen der Regionalpolitik, die auf eine Verbesserung der regionalen Entwicklung und Beteiligung abzielen, in Brasilien und Argentinien in Zukunft eine zunehmend entscheidende Rolle spielen werden. Im Zuge dieses Trends ist die regionale Innovationspolitik unerlässlich, wenn es darum geht, lokale politische Maßnahmen wie Bildung, Ausbildung, gewerbliche Dienstleistungen für KMU, angewandte wirtschaftliche Forschung und Technologietransfer zusammenzubringen.

Mehr Neuigkeiten

International Affairs

In the international relations arena, the Directorate General for Regional and Urban Policy acts in support of, and in cooperation with the External Relations family of Directorates General (European External action Service EEAS and DEVCO) and with DG TRADE. There is a growing interest in different parts of world in the process of European integration, not just from an institutional point of view but also in terms of the policies that promote European cohesiveness. First and foremost among the latter is European regional policy which seeks to ensure that the benefits of the single market in Europe based on the free movement of goods and services, labour and capital, are as widely spread as possible.

Principal among the features of EU regional policy that are of interest to third countries such as China, Russia and Brazil, as well as to international organisations such as MERCOSUR and ASEAN, are the financial dimension and the geographical targeting of resources between Member States and regions; the geographical and strategic objectives; and the different dimensions of the implementation system. So far as countries in the European Neighbourhood are concerned the EU wishes to promote key concepts of EU regional policy such as open markets, respect for the environment, participative democracy and partnership in the conception and implementation of development policy.

This interest comes at a time when the policy has undergone substantial changes. In effect, EU regional policy today is a means of delivering the Union's policy priorities across its territory. It does so by co-financing integrated, national or regional investment programmes, where the Union's contribution to the programmes is greatest in the least prosperous areas.

Today therefore, EU regional policy is an integral part of economic policy, but with the unique feature that it is delivered with the consent and involvement of the grassroots through a multi-level governance system where each level - European, national, regional and local - has a role to play. The involvement of the grassroots, for example, in devising regional and local strategies and selecting projects creates a sense of ownership of European policy and in that way contributes to territorial integration. It is these features that have inspired interest in large countries with major territorial imbalances that are seeking to combine the pursuit of a more even pattern of growth with governance systems that contribute to transparent public policies and that help to further integration through decentralisation.

As well as projecting notions of inter-regional solidarity and good governance, cooperation in the field of regional policy also provides the opportunity to project other values such as respect for the free market through competition, state aid and public procurement rules, for environmental rules and policies and for equal opportunities and minority rights. These create the framework conditions under which EU financial support is granted and provide positive incentives to achieving high standards in public policy.

Regional Policy Dialogues

The Commission, DG REGIO, has concluded formal agreements on regional policy cooperation with China PDF EN zh, Russia PDF EN EN, Brazil PDF EN EN, and Ukraine PDF EN Ukrainian, Georgia PDF EN, Moldova PDF EN, Chile PDF EN es, Peru PDF EN es, Argentina PDF en es, Japan PDF EN, Mexico PDF EN es, Sistema de Integracion de Centro-America (SICA) PDF EN es, Colombia PDF EN es. These countries are confronted with wide regional disparities as well as major challenges in terms of coordinating the different levels of government, and ensuring that decentralization can be achieved without compromising efficiency.

Brochure : European Regional Policy, an inspiration for Countries outside the EU?

November 2009 - PDF en es fr hy ka mo pt Russian Ukrainian Chinese

Posters: PDF en