Operationelles Programm 'Yorkshire and The Humber'

Vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm im Rahmen des Ziels „Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“

Vereinigte Königreich

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Die Europäische Kommission genehmigte am 7. Dezember 2007 ein regionales Entwicklungsprogramm für Yorkshire and The Humber für den Zeitraum 2007-2013. Das Programm für Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung in Yorkshire and The Humber im Rahmen des Ziels „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ umfasst Gemeinschaftsmittel für Yorkshire and The Humber sowie vorübergehend für South Yorkshire als neu hinzukommende Region, die von 2000-2006 als förderfähig eingestuft war. Der Gesamtetat des Programms beläuft sich auf rund 1,17 Mrd. EUR und der Gemeinschaftsbeitrag über den EFRE auf rund 584 Mio. EUR.

1. Zweck und Ziel der EU-Investitionen

Das Programm zielt darauf ab, die Vorzüge der Region zu nutzen und den Menschen und Unternehmen dort eine gute Zukunft in einer nachhaltigen wissensbasierten Wirtschaft zu sichern.

Zur Erreichung dieser Zielsetzung wurden die folgenden Schlüsselmaßnahmen ermittelt:

  • Ausbau von Forschung und Entwicklung, Innovation und Technologietransfer
  • Schaffung von Dynamik und Unternehmensgeist in den Betrieben
  • mehr Kreativität im Prozess der Produktentwicklung
  • Ankurbelung von Unternehmensinnovation und Einbeziehung des technischen Fortschritts in den Produktionsprozess
  • neue Ausrichtung der Unternehmensbasis hin zu einer Wirtschaft mit hoher Wertschöpfung
  • Absicherung der physischen/elektronischen Infrastruktur, die die Produktivität der Unternehmen ausmacht
  • Gewährleistung des Nutzens des Wirtschaftswachstums auch für benachteiligte Gruppen

Mindestens 75 % der Mittel des Programms sind auf die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und die Schaffung von Arbeitsplätzen ausgerichtet (Lissabon-Prioritäten).

2. Wichtigste erwartete Auswirkungen

Mit dem Programm sollen 46 187 neue Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert, die Gründung von 4072 neuen Unternehmen gefördert und 19 192 Betriebe bei der Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit unterstützt werden.

3. Prioritätsachsen

Es gibt drei Prioritätsachsen für die gesamte Region und eine vierte spezifische Infrastrukturachse für South Yorkshire. Eine fünfte Prioritätsachse für das gesamte Programm betrifft die technische Hilfe.

Prioritätsachse 1: Förderung von Innovation und Forschung und Entwicklung

Die Region Yorkshire and the Humber gibt weniger für Forschung und Entwicklung aus als alle anderen Regionen im Vereinigten Königreich. Mit dem Programm soll in der gesamten Region eine innovationsfreundliche Umgebung geschaffen werden mit dem übergeordneten Ziel, sowohl die öffentlichen als auch die privaten Investitionen in Forschung und Entwicklung anzukurbeln. Die Innovationskultur soll angeregt und die entsprechende Infrastruktur ausgebaut werden. Das Programm wird Unternehmen dabei unterstützen, in Form neuer Produkte und Verfahren, neuer organisatorischer Umstrukturierungen und innovativer Marketingmethoden kontinuierlich zu innovieren. Gefördert wird auch der Technologietransfer zwischen Unternehmen, Betrieben, Instituten und Universitäten.

Prioritätsachse 2: Unterstützung und Förderung erfolgreicher Unternehmen

Diese Prioritätsachse zielt ab auf die Förderung einer stärkeren Hinwendung zu wissensintensiven Wachstumssektoren durch die Steigerung der Anzahl von Unternehmen und Arbeitsplätzen in stark wachsenden, wissensbasierten Industriezweigen und die Entwicklung von mehr Unternehmergeist. Im Rahmen dieser Prioritätsachse konzentriert sich das Programm auf die Ausräumung von Hindernissen für Unternehmensneugründungen und bestehende Unternehmen, die Förderung des Unternehmergeists und die Steigerung der Anzahl kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in der Region. Zu diesem Zweck kann die Region auf den JEREMIE-Mechanismus (Joint European Resources for Micro and Medium Enterprises) zurückgreifen, der die Vergabe von Kleinkrediten aus Mitteln der Strukturfonds und der Europäischen Investitionsbank (EIB) ermöglicht.

Prioritätsachse 3: Zukunftsfähige Gemeinschaften

Bei dieser Prioritätsachse werden die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Gründung von Unternehmen in benachteiligten Gemeinden gefördert. Durch den Ausgleich wirtschaftlicher Ungleichgewichte und die Verbesserung des territorialen Zusammenhalts wird gewährleistet, dass alle vom Wirtschaftswachstum der Region profitieren. Die Mittel fließen in die am stärksten benachteiligten Gemeinden, wo dauerhaft erhöhte Arbeitslosigkeit die kontinuierliche Wirtschaftsentwicklung der Region bedroht.

Prioritätsachse 4: Wirtschaftsinfrastruktur für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft

Das Programm wird weiterhin in die Wirtschaftsinfrastruktur von South Yorkshire investieren, um die bisherigen Auswirkungen der Europäischen Strukturfonds in der Region zu maximieren und die Entwicklung einer wissensbasierten Wirtschaft zu ermöglichen. Investitionen in die Bereitstellung einer fortschrittlichen Breitbandinfrastruktur in städtischen Zentren sind eine Voraussetzung dafür, dass neue Unternehmen angesiedelt werden können, die ihrerseits die Triebfeder des Wirtschaftswachstums sein sollen.

Prioritätsachse 5: Technische Hilfe

Vorgesehen ist Unterstützung für die Verwaltung und Durchführung des Programms, einschließlich technischer Hilfe, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, Forschung und Evaluierung.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Yorkshire and The Humber'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007UK162PO009

Number of decision

C/2007/6313

Datum der endgültigen Annahme

07/12/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Förderung von Innovation und Forschung und Entwicklung 112 379 531 84 743 217 197 122 748
Stimuler et soutenir la réussite des entreprises 264 465 832 249 531 581 513 997 413
Zukunftsfähige Gemeinschaften 116 716 192 111 868 293 228 584 485
Wirtschaftsinfrastruktur für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft 66 676 166 114 094 630 180 770 796
Technische Hilfe 23 343 238 23 343 238 46 686 476
Gesamtausgaben 583 580 959 583 580 959 1 167 161 918