Operationelles Programm 'Nordostengland'

Vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm im Rahmen des Ziels „Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung 2007-2013“

Vereinigte Königreich

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Am 10. Dezember 2007 billigte die Europäische Kommission ein operationelles Regionalprogramm für Nordostengland für den Zeitraum 2007-2013. Das operationelle Programm fällt unter das Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ und verfügt über einen Gesamtetat von rund 750 Mio. EUR. Die Gemeinschaft stellt aus dem EFRE rund 375 Mio. EUR bereit. Dies entspricht etwa 3,5 % der gesamten EU-Fördermittel, die im Rahmen der Kohäsionspolitik im Zeitraum 2007-2013 für das Vereinigte Königreich vorgesehen sind.

1. Zweck und Ziel des Programms

Mit einem Pro-Kopf-BIP von 80 % des EU-Durchschnitts ist der Nordosten Englands in besonderem Maße vom Niedergang der traditionellen Industriezweige und einer schwachen Unternehmensbasis betroffen. Dem niedrigen BIP und der verhältnismäßig geringen Wertschöpfung durch den Unternehmenssektor steht die annähernde Vollbeschäftigung in der Region gegenüber. Dieses Programm, das wettbewerbsfähige und innovative Unternehmen fördert, die Grundlagen der Forschung unterstützt und Unternehmen dabei hilft, die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit der regionalen Forschungseinrichtungen für sich zu nutzen, kann eine Wende herbeiführen. Ein weiteres Ziel dieses Programms ist die Verbesserung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der schwächsten Gemeinden der Region.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Das Programm wird voraussichtlich fast 30 000 Arbeitsplätze schaffen bzw. sichern und zur Gründung von 3 000 neuen Unternehmen beitragen. Der aufgrund des Programms erwartete jährliche Zuwachs des BIP der Region beläuft sich auf schätzungsweise 1,1 Mrd. GBP. Ein besonderes Ziel ist die Unterstützung einer Mindestanzahl von Projekten in den am stärksten benachteiligten Gebieten der Region (es ist vorgesehen, dass mindestens 15 % der unterstützten Unternehmen ihren Sitz in diesen Gebieten haben). Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) werden erhöht, und das Umweltmanagement und die Energieeffizienz in 2 800 Unternehmen werden verbessert.

Einen besonderen Schwerpunkt des Programms bildet das Netzwerk der regionalen Innovationszentren. Auf Innovationszentren abzielende Projekte steigern die Leistungsfähigkeit der Hochschulen und Kompetenzzentren der Region, indem sie wissenschaftlich und innovationsorientierten Aktivitäten, vor allem in den für die Prioritätssektoren relevanten Bereichen, eine räumlich-geografische Dimension verleihen. Innovationszentren verbinden Spitzeneinrichtungen, gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprogramme von Wirtschaft und Hochschulen, Bildung sowie den Zugang zu Beschäftigungsprogrammen. Weitere Maßnahmen zielen darauf ab, den Einsatz modernster Technologien zur Lösung der Probleme in der Region ansässiger kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) zu fördern.

3. Prioritäten

Das operationelle Programm gliedert sich in folgende Prioritätsachsen:

Prioritätsachse 1: Förderung und Nutzung von Innovation [ca. 53,0 % der Gesamtförderung]

Diese Prioritätsachse zielt darauf ab, die Nutzung von Wissenschaft, Technologie und Innovation innerhalb der Unternehmensbasis und weiterer Kreise der Region zu fördern. Priorität genießt dabei eine Reihe ermittelter „Innovationszentren“.

Prioritätsachse 2: Wachstum und Ausbau der Unternehmensbasis [ca. 43,0 % der Gesamtförderung]

Im Rahmen dieser Prioritätsachse soll die Unternehmensbasis in der Region ausgebaut werden, indem insbesondere in den benachteiligten Gebieten der Region die Gründung von Unternehmen und deren langfristige Überlebensfähigkeit unterstützt werden. Ein weiteres Ziel ist die Förderung einer dynamischeren und wachsenden Unternehmensbasis in der gesamten Region. Der Fokus der Prioritätsachse liegt in erster Linie auf der Notwendigkeit, das relativ schlechte Ergebnis der Region in Bezug auf Produktivität, Unternehmensneugründungen und Überlebenschancen von neu gegründeten Unternehmen zu verbessern, und in zweiter Linie auf der vorrangigen Verwendung der für Unternehmen vorgesehenen Mittel für die am stärksten benachteiligten Gebiete der Region.

Prioritätsachse 3: Technische Hilfe [ca. 4,0 % der Gesamtförderung]

Im Rahmen dieser Prioritätsachse sollen eine effektive Verwaltung des Programms sowie eine effektive Rechenschaftslegung während der Programmlaufzeit ermöglicht werden. Diesem Zweck dienen Maßnahmen, die auf eine effektivere Partnerschaft abzielen, eine verbesserte Koordination der Anstrengungen zur regionalen wirtschaftlichen Entwicklung und die Förderung von Innovation und Lernen durch Erfahrung.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Nordostengland'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007UK162PO005

Number of decision

C/2007/6372

Datum der endgültigen Annahme

10/12/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Förderung und Nutzung von Innovation 199 120 428 199 120 428 398 240 854
Wachstum und Ausbau der Unternehmensbasis 161 550 536 161 550 536 323 101 072
Technische Hilfe 15 027 956 15 027 956 30 055 914
Gesamtausgaben 375 698 920 375 698 920 751 397 840