Operationelles Programm 'Lowlands und Uplands von Schottland'

Vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm im Rahmen des Ziels „Wettbewerb und Beschäftigung“

Vereinigte Königreich

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Am 27. September 2007 billigte die Europäische Kommission ein operationelles Regionalprogramm für die Lowlands und Uplands von Schottland, das von 2007 bis 2013 durchgeführt werden wird. Das Programm fällt unter das Ziel „Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ und verfügt über einen Gesamtetat von rund 910 Mio. EUR. Die Gemeinschaft stellt über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) rund 376 Mio. EUR bereit. Dies entspricht etwa 3,5 % der gesamten EU-Fördermittel, die im Rahmen der Kohäsionspolitik der Europäischen Union im Zeitraum 2007-2013 für das Vereinigte Königreich vorgesehen sind.

 

1. Ziel und Zweck des Programms

In den schottischen Regionen Lowlands und Uplands gibt es zwar einige wenige städtische Zentren, ansonsten sind diese Regionen jedoch eher ländlich geprägt. Der größte Teil der Wirtschaftstätigkeit findet im „Central Belt“ statt, der sich von Glasgow im Westen bis Edinburgh im Osten erstreckt – ein Gebiet, das die höchste Bevölkerungsdichte Schottlands aufweist.

Das Programm verfolgt zwei Hauptziele:

  • die Entwicklung eines auf die gesamte Region ausgerichteten Schwerpunkts in Bezug auf Forschung, Innovation und Unternehmenswachstum in den wirtschaftlich wettbewerbsfähigen Kernbereichen der Region und
  • die Entwicklung eines geografisch ausgerichteten Schwerpunkts, bei dem die Stadtsanierung und die Entwicklung des ländlichen Raums im Mittelpunkt stehen. Die Arbeiten in diesem Bereich werden sich mit den spezifischen Probleme befassen, die mit dem gravierenden Niedergang der Städte verbunden sind, und den besonderen Bedürfnissen der ländlichen Gebiete und der Gebiete in den äußersten Randlagen der Region Rechnung tragen.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Es wird erwartet, dass durch das Programm 25 600 Arbeitsplätze und 5 500 neue Unternehmen entstehen werden. Die Investitionen dürften den Umsatz der geförderten Unternehmen um rund 380 Mio. EUR erhöhen. Ferner werden mehr als 4 000 Unternehmen bei der Durchführung von Umweltaudits und bei der Einführung von Energiesparsystemen unterstützt werden. Darüber hinaus wird das Programm 240 Projekte direkt kofinanzieren, die sich mit den Themen Erneuerbare Energien und Energieeffizienz befassen.

3. Prioritätsachsen

Das Programm umfasst die folgenden Prioritätsachsen:

Prioritätsachse 1: Forschung und Innovation [rund 22,5 % der Gesamtförderung]

Über den EFRE werden bedeutende Projekte gefördert werden, die einen Beitrag zu Forschung und Innovation in den wichtigsten Sektoren der Region (darunter Luft- und Raumfahrttechnik, Chemie, digitale Medien, Elektronik, Energie, Biowissenschaften sowie Mikro- und Optometrik) leisten. Dabei wird dem Bereich „Erneuerbare Energien“ besonderes Augenmerk geschenkt werden. Diese Prioritätsachse wird schwerpunktmäßig auf die Unterstützung wachstumsstarker Unternehmen und Forschungszentren ausgerichtet sein und die Vernetzung zwischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und Partnern aus der Forschung fördern.

Prioritätsachse 2: Unternehmenswachstum [rund 33,6 % der Gesamtförderung]

Im Rahmen dieser Prioritätsachse wird das Problem des Marktversagens hinsichtlich des Zugangs zu Finanzmitteln (vor allem zu Risikokapital) angegangen. Um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken, wird das Programm den elektronischen Handel (E-Commerce) und den Einsatz von Energieeffizienzsystemen fördern.

Prioritätsachse 3: Stadtsanierung [rund 27,9 % der Gesamtförderung]

Diese geografisch ausgerichtete Prioritätsachse ist den Bedürfnissen der am stärksten benachteiligten städtischen Gemeinden gewidmet. Die Aktivitäten zur Förderung der baulichen Erneuerung werden auch eine Verbesserung der Arbeitsbereiche und der Schulungseinrichtungen umfassen.

Prioritätsachse 4: Entwicklung des ländlichen Raums [rund 14 % der Gesamtförderung]

Diese Prioritätsachse ist schwerpunktmäßig auf die Unterstützung ländlicher Gebiete ausgerichtet, die ähnliche Merkmale aufweisen wie eine geringe Bevölkerungsdichte, dünne Besiedlungsstrukturen sowie ein wertvolles Naturerbe und bedeutende kulturelle Ressourcen. Ziel ist, die ländlichen Industrien zu stärken, die Diversifizierung zu fördern und gleichzeitig die wichtigsten gemeinsam genutzten Dienste („shared services“) zu unterstützen und das Problem der Zugänglichkeit anzugehen.

Prioritätsachse 5: Technische Hilfe [rund 2 % der Gesamtförderung]

Im Rahmen dieser Prioritätsachse wird technische Hilfe bei der Programmdurchführung bereitgestellt.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Lowlands und Uplands von Schottland'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007UK162PO001

Number of decision

C/2007/4504

Datum der endgültigen Annahme

27/09/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Forschung und Innovation 92 109 671 112 578 487 204 688 158
Unternehmenswachstum 122 186 299 183 279 449 305 465 748
Stadtsanierung 101 508 618 152 262 925 253 771 543
Entwicklung des ländlichen Raums 51 130 268 76 695 402 127 825 670
Technische Hilfe 9 022 988 9 022 990 18 045 978
Gesamtausgaben 375 957 844 533 839 253 909 797 097