Operationelles Programm 'Highlands and Islands von Schottland'

Vom Europäischen Fonds zur regionalen Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm im Rahmen des Ziels 'Konvergenz'

Vereinigte Königreich

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Am 3. November 2007 billigte die Europäische Kommission ein operationelles Regionalprogramm für die Highlands and Islands von Schottland für den Zeitraum 2007-2013. Das operationelle Programm fällt unter das Ziel „Konvergenz“ und verfügt über einen Gesamtetat von rund 291 Mio. EUR. Die Gemeinschaft stellt über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) rund 122 Mio. EUR bereit. Dies entspricht etwa 1,1 % der gesamten EU-Fördermittel, die im Rahmen der Kohäsionspolitik im Zeitraum 2007-2013 für das Vereinigte Königreich vorgesehen sind.

1. Ziel und Zweck des Programms

Mit einem Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt (BIP), das bei 90 % des EU-Durchschnitts liegt, stehen die Highlands and Islands vor einer Reihe von Herausforderungen, die auf die einzigartige Kombination aus geografischer Isolation, Insellage, geringe Bevölkerungsdichte und eine weit verstreute Unternehmensbasis zurückzuführen sind.

Trotz des niedrigen BIP und der geringen Wertschöpfung des Unternehmenssektors, herrscht in der Region beinahe Vollbeschäftigung. Das Programm zielt auf eine Verbesserung der Situation ab, indem es wettbewerbsfähige und innovative Geschäftsbereiche fördert. Ferner soll auch die Forschungsbasis in der Region wie auch die Netze der höheren Bildung und der Weiterbildung erweitert werden. Darüber hinaus werden Maßnahmen eingeleitet werden, um das natürliche und das kulturelle Erbe der Region zu stärken und Themen wie die Stabilität der Gemeinden anzugehen.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Es wird erwartet, dass durch das Programm 4 700 neue Arbeitsplätze und 150 neue Unternehmen entstehen werden. Ferner werden 250 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Durchführung von Umweltaudits und bei der Einführung von Energiesparsystemen unterstützt werden. Außerdem werden rund 30 Forschungsprojekte Fördermittel erhalten.

Das Programm wird auch das University of Highlands and Islands Millennium Institute (UHI) unterstützen, bei dem es sich um einen einzigartigen Zusammenschluss von 15 Colleges und Forschungseinrichtungen handelt. Dieses Netz gestattet es den Hochschulen in den schottischen Highlands and Islands wie auch den Studenten aus abgelegenen Gebieten, die Möglichkeiten der Informationstechnologie zu nutzen und in einer virtuellen Lernumgebung zu arbeiten. Das UHI strebt den Status einer vollen Universität an und will eine erstklassige Forschungsbasis schaffen, die helfen soll, dass mehr Studenten in die Region kommen und sich später dafür entscheiden, in ihr zu bleiben und zu arbeiten. Eine solche Entwicklung könnte einen Beitrag zur Lösung der Probleme der strukturschwachen Gemeinden leisten, die mit sinkenden Bevölkerungszahlen einhergehen.

3. Prioritätsachsen

Das Programm umfasst die folgenden Prioritätsachsen:

Prioritätsachse 1: Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, der Vermarktung und der Innovation [rund 40,8 % der Gesamtförderung]

Diese Prioritätsachse zielt darauf ab, die Zahl und die Vielfalt der Unternehmen in der Region zu erhöhen und deren Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Dabei wird eine Reihe der wichtigsten Sektoren der Region (darunter erneuerbare Energien, Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, Forstwirtschaft, Biowissenschaften und neue Technologien zur Stilllegung von nuklearen Anlagen) im Mittelpunkt stehen.

Prioritätsachse 2: Stärkung der wichtigsten Triebkräfte für ein nachhaltiges Wachstum [rund 31,6 % der Gesamtförderung]

Im Rahmen des Programms wurden drei wichtige Triebkräfte ermittelt, auf die diese Prioritätsachse ausgerichtet ist:

  • die Kernkapazitäten der Region im Forschungs- und Bildungsbereich, die durch das UHI und dessen Netzwerk bereitgestellt werden,
  • die breitere Forschungsinfrastruktur und
  • die nachhaltige wirtschaftliche Nutzung der natürlichen und kulturellen Werte der Region.

Prioritätsachse 3: Verbesserung des nachhaltigen Wachstums in den strukturschwachen Gemeinden in Randlagen [rund 25,1 % der Gesamtförderung]

Die Nachhaltigkeit der strukturschwachen Gemeinden auf den Inseln und in entlegenen Gebieten auf dem Festland ist ein besonders wichtiges Thema. Viele dieser Gemeinden haben nur begrenzten Zugang zu Dienstleistungen und leiden unter Abwanderung und einer geschwächten Unternehmensbasis. In diesem Zusammenhang ist diese Prioritätsachse schwerpunktmäßig auf die Entwicklung kleiner Infrastrukturprojekte ausgerichtet, die unternehmensbezogene Einrichtungen, Ausbildungsstätten und Zentren für die Vermittlung von E-Skills schaffen werden. Erneuerbare Energie, Verkehr und Telekommunikation sind ebenfalls Bereiche, die durch das Programm Unterstützung erhalten werden.

Prioritätsachse 4: Technische Hilfe [rund 2,5 % der Gesamtförderung]

Im Rahmen dieser Prioritätsachse sind Mittel für technische Hilfe bei der Durchführung des operationellen Programms vorgesehen.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Highlands and Islands von Schottland'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007UK161PO001

Number of decision

C/2007/4172

Datum der endgültigen Annahme

03/11/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, der Vermarktung und der Innovation 47 526 332 71 289 496 118 815 828
Stärkung der wichtigsten Triebkräfte für ein nachhaltiges Wachstum 41 433 214 50 640 596 92 073 810
Verbesserung des nachhaltigen Wachstums in den strukturschwachen Gemeinden in Randlagen 29 246 973 43 870 460 73 117 433
Technische Hilfe 3 655 873 3 655 873 7 311 746
Gesamtausgaben 121 862 392 169 456 425 291 318 817