Operationelles Programm 'Ost-Wales'

Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes operationelles Programm im Rahmen des Ziels 'Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung'

Vereinigte Königreich

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Am 13. August 2007 genehmigte die Europäische Kommission ein regionales Entwicklungsprogramm für Ost-Wales für den Zeitraum 2007-2013 mit dem Titel „Programm für regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung Ost-Wales“. Das Programm ist mit einer Gemeinschaftsförderung für Ost-Wales im Rahmen des Ziels „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ verbunden. Der Gesamtetat des Programms beläuft sich auf rund 140 Mio. EUR, davon entfallen auf Gemeinschaftsfördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) rund 72 Mio. EUR (etwa 0,7 % der gesamten im Rahmen der Kohäsionspolitik 2007-2013 für das Vereinigte Königreich vorgesehenen EU-Fördermittel).

1. Ziel und Zweck des Programms

Ost-Wales hat Fördermittel in Höhe von mehr als 126 Mio. EUR aus dem EFRE-Ziel-2-Programm 2000-2006 erhalten. Zusammen mit den entsprechenden Fördermitteln des öffentlichen, privaten und freiwilligen Sektors wurden über 300 Projekte mit einem Wert von rund 352 Mio. EUR gefördert. Dies schlug für die Zukunftsaussichten der Unternehmen, Gemeinden und Menschen in der gesamten Region ganz erheblich zu Buche. Im Rahmen der aktualisierten Halbzeitbewertung des Ziel-2-Programms 2000-2006 wurde geschätzt, dass bis zum Ende des Programmplanungszeitraums im Jahr 2009 bis zu 5 500 neue Netto-Arbeitsplätze geschaffen und 500 neue KMU netto gegründet werden. Die Strukturfonds haben einen erheblichen Beitrag zur Verbesserung des wirtschaftlichen Wohlstands der Region im Einklang mit den Reformagenden von Lissabon und Göteborg geleistet.

Das neue EFRE-Programm für regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung 2007-2013 baut auf diesem Erfolg auf und lernt aus den Erfahrungen vergangener Strukturfondsprogramme. Im Rahmen der für 2007-2013 festgelegten Prioritäten wird das neue Programm die bereits bestehenden Interventionen, die nachweislich erfolgreich waren, weiterführen und zugleich neue und innovative Ansätze fördern. Die verfügbaren Fördermittel werden für den Aufbau dauerhafter Wirtschaften und Gemeinschaften eingesetzt, die florieren und für ein starkes und nachhaltiges Wirtschaftswachstum sorgen werden. Auf der Grundlage des künftigen Potenzials werden Investitionen getätigt, während das Thema des Aufbaus langfristiger wirtschaftlicher Kapazitäten, eine maßgebliche Voraussetzung für Arbeitsplätze und Wachstum, der Eckpfeiler bei der Vergabe der Mittel sein wird.

Das übergeordnete Ziel des EFRE-Programms besteht darin, Ost-Wales in eine dynamische, von Unternehmergeist geprägte Region zu verwandeln, die wegbereitend für nachhaltiges Wachstum sein wird.

Die wichtigsten Triebfedern zur Erreichung der vorstehend genannten Ziele im Rahmen des EFRE-Programms lauten:

  • Unterstützung der Unternehmen, um unaufhörlich in der Wertschöpfungskette weiter aufzusteigen, den von jedem Arbeitsplatz geschaffenen Mehrwert zu steigern und dadurch die Produktivität zu verbessern und die Einkommen anzuheben;
  • Schaffung eines attraktiven Wohn- und Arbeitsumfelds für die Menschen, einschließlich durch Erneuerung der ärmsten Gemeinden in der Region.

2. Erwartete Auswirkungen der Investitionen

Mit dem Programm sollen aus Mitteln der Strukturfonds 5340 neue Arbeitsplätze geschaffen und 510 Unternehmensneugründungen finanziert werden. Aus den EFRE-Fördermitteln sollen 108 Mio. EUR materielle und immaterielle Investitionen getätigt werden. Dadurch, dass der Schwerpunkt des Programms auf der Forschung liegt, werden mithilfe des Programms über 800 neue Erzeugnisse und Prozesse eingeführt.

3. Prioritätsachsen

Das Programm wird über eine vereinfachte Struktur umgesetzt, die vier Hauptprioritätsachsen sowie eine Prioritätsachse „Technische Hilfe“ umfasst:

Prioritätsachse 1: Wissen und Innovation für Wachstum [rund 44,6 % der Gesamtförderung]

Im Mittelpunkt dieser Prioritätsachse steht die Förderung des Wirtschaftswachstums über die Entwicklung und Förderung von Erzeugnissen und Prozessen mit höherer Wertschöpfung. Die Unternehmen werden in die Lage versetzt, zu wachsen und ihre Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität durch die Nutzung technologischer Vorteile und von Prozessinnovationen zu steigern. Diese Prioritätsachse umfasst auch die Förderung der Forschung und der technologischen Entwicklung sowie die Fähigkeit der Vermarktung der Erzeugnisse und Prozesse, ferner die Förderung einer verstärkten Nutzung von IKT.

Prioritätsachse 2: Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und Wachstum [rund 19,5 % der Gesamtförderung]

Über diese Prioritätsachse wird das Unternehmertum gefördert, Wachstum und Expansion von Unternehmen werden unterstützt und gezielte Verbesserungen beim Zugang zur Unternehmensfinanzierung vorangetrieben.

Prioritätsachse 3: Umgang mit dem Klimawandel [rund 19,5 % der Gesamtförderung]

Diese Prioritätsachse erleichtert den Umgang mit den Herausforderungen des Klimawandels über Schadensminderungs- und Anpassungsmaßnahmen. Sie fördert den Umweltschutz und hilft, auf ökologische Gefahren zu reagieren. Dazu gehören auch die Förderung des Einsatzes sauberer und erneuerbarer Energien sowie die Förderung der Energie- und Ressourceneffizienz.

Prioritätsachse 4: Erneuerung für Wachstum [rund 14,8 % der Gesamtförderung]

Im Mittelpunkt dieser Prioritätsachse stehen gezielte Ansätze für den Umgang mit Benachteiligungen und für die Verbesserung der lokalen Wirtschaften in den am meisten benachteiligten Gemeinden in Ost-Wales auf eine ganzheitliche Art und Weise. Damit werden Menschen, die in den am meisten benachteiligten Gemeinschaften leben, in die Lage versetzt, zur Verwirklichung der Ziele von Lissabon zugunsten von Wachstum und Arbeitsplätzen beizutragen und davon zu profitieren.

Prioritätsachse 5: Technische Hilfe [rund 2,6 % der Gesamtförderung]

Im Rahmen dieser Prioritätsachse werden die Verwaltung und Durchführung des Programms einschließlich technische Unterstützung, Kommunikation und Werbung, Forschung und Bewertung sowie gezielte Maßnahmen zum Aufbau von Kapazitäten gefördert.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Ost-Wales'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007UK162PO012

Number of decision

C/2007/3948 + C/2011/1610

Datum der endgültigen Annahme

13/08/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Wissen und Innovation für Wachstum 32 201 650 31 294 532 63 496 182
Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und Wachstum 14 076 400 11 884 497 25 960 897
Umgang mit dem Klimawandel 14 076 400 15 187 223 29 263 623
Erneuerung für Wachstum 10 647 271 9 546 916 20 194 187
Technische Hilfe 1 450 000 1 175 025 2 625 025
Gesamtausgaben 72 451 721 69 088 193 141 539 914