Operationelles Programm 'Madrid'

Im Rahmen des Ziels 'Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung' vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm

Spanien

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Am 12. Dezember 2007 billigte die Europäische Kommission ein operationelles Programm für die Region Madrid in Spanien für den Zeitraum 2007-2013.

Dieses operationelle Programm fällt unter das Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ und verfügt über einen Gesamtetat von ca. 694 Mio. EUR. Die Europäische Union stellt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ca. 337 Mio. EUR bereit. Dies entspricht etwa 1 % der Fördermittel der Gemeinschaft, die im Rahmen der Kohäsionspolitik im Zeitraum 2007-2013 für Spanien vorgesehen sind.

1. Zweck und Ziel des Programms

Die Strategie des operationellen Programms stützt sich vor allem auf:

  • die Chancen der Region, wie sie im Anschluss an die Analyse des Potenzials des Gebiets festgestellt wurden;
  • die aus früheren Programmen der Gemeinschaft hervorgehenden Besitzstände und;
  • die strategischen Ausrichtungen der Gemeinschaft und den nationalen strategischen Rahmen, in denen die Grundsätze der Zweckbindung der Fonds der Gemeinschaft festgelegt sind.

Innovation, Zugang zu Informationen und Wissen und deren Verbreitung sowie die Stadtentwicklung – einschließlich der Förderung eines sauberen innerstädtischen Verkehrs – stehen im Mittelpunkt der Strategie für eine nachhaltige und integrierte Entwicklung der Region Madrid.

Hauptziel ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des regionalen Systems.

Die Produktionsstruktur ist durch hochproduktive spezialisierte lokale Systeme, durch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und die Konzentration öffentlicher Forschungsstrukturen gekennzeichnet und erfordert eine Stärkung der Kapazitäten in den Bereichen Forschung und Innovation. Darüber hinaus zielt das Programm auf die Verbesserung der Mechanismen des Technologietransfers zwischen öffentlichen Forschungszentren und Unternehmen ab, damit alle potenziellen Möglichkeiten der Region besser zur Entfaltung kommen können.

Das Programm leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Ziele der Strategie von Lissabon. Ziele des operationellen Programms sind außerdem eine bessere Ausstattung und eine bessere Zugänglichkeit zu umweltfreundlichen Verkehrsdienstleistungen sowie die Steigerung der Energieeffizienz und der Ausbau der Energiegewinnung durch Kraft-Wärme-Kopplung bei gleichzeitiger Förderung einer nachhaltigen Stadtentwicklung, vor allem, um dem demografischen Wandel der Region Rechnung tragen zu können.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Mit der Durchführung des Programms sollen folgende Ergebnisse erreicht werden:

  • Steigerung der Zahl der – auf 280 geschätzten – neu geschaffenen Arbeitsplätze;
  • Durchführung von schätzungsweise 3100 kofinanzierten Projekten im Bereich Forschung und Entwicklung (FuE);
  • Mobilisierung des privaten Sektors für die stärkere finanzielle Unterstützung des FuE-Sektors mit einem geschätzten Volumen von 730 Mio. EUR.

3. Prioritäten

Das operationelle Programm gliedert sich in vier Prioritätsachsen:

Prioritätsachse 1: Wissenswirtschaft, Innovation und Unternehmens-entwicklung [ca. 61,6 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Diese Prioritätsachse ist der Förderung von Forschung und Innovation und neuen Technologien gewidmet und soll durch Stärkung und Vernetzung der Ressourcen umgesetzt werden. Besondere Aufmerksamkeit soll dabei den Forschungsprogrammen zukommen, bei denen Unternehmen, Universitäten und Forschungszentren eng miteinander verzahnt werden. Damit wird das Ziel verfolgt, Technologien zu entwickeln und zu verbreiten, die einen positiven Einfluss auf die Umwelt, die Stärkung produktiver Bereiche von regionalem Interesse sowie auf Beschäftigungswachstum und Qualifikation haben.

Mit dieser Prioritätsachse soll außerdem das Wachstum der KMU durch Entwicklung ihres Innovationspotenzials gefördert werden, um ihnen den Zugang zu neuen Märkten in einem globalisierten wirtschaftlichen Kontext zu ermöglichen.

Prioritätsachse 2: Energieressourcen und Verkehrsdienstleistungen [ca. 17,4 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Ziele dieser Prioritätsachse sind die Förderung der Erzeugung und des Einsatzes erneuerbarer Energien sowie die Verbesserung der Zugänglichkeit zu umweltfreundlichen Verkehrsdienstleistungen.

Im Rahmen dieser Prioritätsachse ist die Kofinanzierung eines Projekts der Energiegewinnung durch Kraft-Wärmekopplung vorgesehen. Außerdem wird ein Projekt zum Ausbau des U-Bahn-Netzes durchgeführt, um auf diese Weise die negativen Einflüsse, die aus der Überlastung des Straßenverkehrsnetzes herrühren, zu verringern. Das Ziel besteht also in der Verringerung der Luftverschmutzung und der Lärmbelastung sowie in der Verbesserung des Energieverbrauchs.

Prioritätsachse 3: Nachhaltige Stadtentwicklung [ca. 20,8 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Mit den innerhalb dieser Prioritätsachse angedachten Aktionen soll im Endeffekt Folgendes erreicht werden:

  • Durchführung integrierter städtischer Projekte;
  • Bewahrung des Natur- und Kulturerbes;
  • Verbesserung touristischer und kultureller Dienstleistungen und;
  • Entwicklung kultureller Infrastrukturen.

Prioritätsachse 4: Technische Hilfe [ca. 0,2 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Eine technische Hilfsmaßnahme ist für Maßnahmen in den Bereichen Management, Weiterverfolgung, Evaluierung, Anleitung, Information und Kommunikation vorgesehen.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Madrid'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007ES162PO004

Number of decision

C/2007/6667

Datum der endgültigen Annahme

12/12/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Wissenswirtschaft, Innovation und Unternehmens-entwicklung 213 808 509 213 808 509 427 617 018
Energieressourcen und Verkehrsdienstleistungen 50 300 000 70 450 000 120 750 000
Nachhaltige Stadtentwicklung 72 244 618 72 244 618 144 489 236
Technische Hilfe 600 000 600 000 1 200 000
Gesamtausgaben 336 953 127 357 103 127 694 056 254