Operationelles Programm 'Bratislava'

Vom Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes operationelles Programm im Rahmen des Ziels 'Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung'

Slowakei

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Am 3. Dezember 2007 genehmigte die Europäische Kommission ein operationelles Programm für die slowakische Region Bratislava für den Zeitraum 2007-2013. Das Programm beinhaltet eine Förderung im Rahmen des Ziels „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“. Der Gesamtetat beläuft sich auf rund 112 Mio. EUR. Davon entfallen rund 95,2 Mio. EUR auf Gemeinschaftsfördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Dies entspricht etwa 0,8 % der gesamten im Rahmen der Kohäsionspolitik 2007-2013 für die Slowakische Republik vorgesehenen EU-Fördermittel.

1. Zweck und Ziel des Programms

Gesamtziel des operationellen Programms für die Region Bratislava ist die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Region durch die Förderung einer wissensbasierten Wirtschaft. Gleichzeitig sollen der Charme und die Lebensqualität der Region weiter gesteigert werden. Mit diesem Programm wird auf die Notwendigkeit reagiert, die innovativen Kapazitäten der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der Region auszubauen und die Informationsgesellschaft zu stärken, um Wirtschaftswachstum und Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Gleichzeitig bildet die Steigerung der Attraktivität der Region für ihre Bürger und Touristen einen weiteren Schwerpunkt. Dies soll durch Unterstützung der Sanierung von Wohnsiedlungen und des regionalen und städtischen öffentlichen Verkehrssystems geschehen. Einige Maßnahmen werden ferner zur Steigerung der Energieeffizienz und der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen beitragen.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Das operationelle Programm sieht die Sanierung von etwa drei Stadtgebieten in Bratislava (einschließlich Wohnungsbau) vor. Diese Maßnahmen werden auch zur Verbesserung der Energieeffizienz der Gebäude beitragen, die im Rahmen dieser integrierten Stadtentwicklungsstrategie gefördert werden. Außerdem werden mit den Programmmitteln Projekte unterstützt, die auf die Sanierung von etwa 50 Siedlungen bzw. auf die Verbesserung der touristischen Infrastruktur ausgerichtet sind. Weitere Maßnahmen betreffen die Förderung eines „sauberen“ städtischen Nahverkehrs und die Schaffung von Anreizen für eine stärkere Inanspruchnahme des regionalen und städtischen öffentlichen Verkehrssystems.

Die wissensbasierte Wirtschaft wird mit Hilfe von Projekten gefördert, die schwerpunktmäßig auf Innovations- und Technologietransfer an KMU (einschließlich umweltfreundlicher Produkte und Produktionsprozesse) sowie die Entwicklung der Informationsgesellschaft in der Region ausgerichtet sind. Daher werden diese Maßnahmen zur Entstehung neuer Arbeitsplätze führen.

3. Prioritäten

Die Hauptziele des operationellen Programms für Bratislava lauten:

  • Steigerung der Attraktivität der Region durch Verbesserung der Qualität und des Standards von Wohnsiedlungen und der Qualität des öffentlichen Verkehrssystems unter Berücksichtigung des Kriteriums der nachhaltigen Entwicklung;
  • Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Region durch Unterstützung der Innovation und des Zugangs zur Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), insbesondere für KMU.

Das operationelle Programm gliedert sich um folgende Prioritäten:

Priorität 1: Infrastruktur [rund 52,8 % der Gesamtförderung]

Im Rahmen dieser Priorität ist die Sanierung von etwa drei Stadtgebieten von Bratislava geplant, die von materiellen Schäden und sozialer Ausgrenzung betroffen oder bedroht sind. Dies soll durch die Umsetzung ihrer integrierten Entwicklungsstrategien geschehen, die auch die Renovierung von Wohngebäuden beinhalten. Außerdem sind die Maßnahmen dieser Prioritätsachse auf folgende Schwerpunkte ausgerichtet:

  • Wiederbelebung von etwa 40 Wachstumspolen und Aufwertung ihrer physischen Umwelt;
  • Erhaltung und Regenerierung des Naturerbes;
  • Förderung von Fahrradwegen im Hinblick auf die bessere Erschließung des Tourismus;
  • Öffentlicher Regional- und Stadtverkehr.

Priorität 2: Wissensbasierte Wirtschaft [rund 43,2 % der Gesamtförderung]

Diese Priorität ist auf folgende Schwerpunkte ausgerichtet:

  • Förderung von Innovations- und Technologietransfers an KMU (einschließlich innovative Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz und der Nutzung erneuerbarer Energieträger);
  • Reduzierung und Vermeidung von Luftverschmutzung;
  • Förderung der Informationsgesellschaft durch Digitalisierung der Regionalverwaltung und Entwicklung elektronischer Dienstleistungen auf regionaler und lokaler Ebene;
  • Förderung der Zugangsmöglichkeiten zum Breitband-Internet;
  • Verbesserung des Zugangs und des effizienten Einsatzes von IKT durch KMU.

Die geplanten Maßnahmen werden zum Übergang der Region Bratislava zu einer wissensbasierten Wirtschaft beitragen.

Priorität 3: Technische Hilfe [rund 4,0 % der Gesamtförderung]

Für die effektive Umsetzung des operationellen Programms ist ferner technische Hilfe vorgesehen. Dabei handelt es um die finanzielle Unterstützung bei der Vorbereitung, Verwaltung, Überwachung und Bewertung sowie bei der Informations- und Kontrolltätigkeit und um Maßnahmen zur Verbesserung der Verwaltungskapazitäten bei der Programmdurchführung.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Bratislava'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007SK162PO001

Number of decision

C/2007/6125 + C/2007/6459

Datum der endgültigen Annahme

03/12/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Infrastruktur 54 140 147 9 554 145 63 694 292
Wissensbasierte Wirtschaft 37 587 460 6 633 082 44 220 542
Technische Hilfe 3 480 000 614 118 4 094 118
Gesamtausgaben 95 207 607 16 801 345 112 008 952