Operationelles Programm 'Norte'

Programm im Rahmen des Konvergenzziels, kofinanzierung durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Portugal

 Weitere Extras

 

Am 10. Oktober 2007 hat die Europäische Kommission ein operationelles Regionalprogramm für die portugiesische Region Norte für den Zeitraum 2007-2013 genehmigt. Das operationelle Programm im Rahmen des Ziels „Konvergenz“ ist mit insgesamt etwa 4,3 Milliarden EUR ausgestattet. Die gemeinschaftliche Förderung durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) beläuft sich auf etwa 2,7 Milliarden EUR, was ungefähr 12,3 % der gesamten EU-Investitionen in Portugal im Rahmen der Kohäsionspolitik 2007-2013 entspricht.

1. Zweck und Ziel des Programms

Der Hauptzweck des operationellen Programms ist eindeutig die Förderung eines höheren technischen Standards der regionalen Wirtschaft, wodurch ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig erhöht werden soll. Zu den Tätigkeitsbereichen der regionalen Wirtschaft gehören unternehmerische Aktivitäten, kollektive Dienstleistungen, Umweltschutz, Stadtentwicklung, Verkehrswesen und Tourismus. Die Ziele des Programms umfassen auch einen stärkeren sozialen und territorialen Zusammenhalt aufgrund einer Verbesserung der Beschäftigungsqualität und der Beschäftigungsbedingungen sowie ein breites Spektrum kollektiver Dienstleistungen hoher Qualität, insbesondere in ländlichen und benachteiligten Gebieten.

2. Schwerpunkte

Das operationelle Programm ist in die folgenden sechs Schwerpunkte untergliedert:

Schwerpunkt 1: Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Wissensförderung [etwa 29,0 % der Gesamtmittel]

Mit den Interventionen im Rahmen dieses Schwerpunkts soll hauptsächlich die regionale Produktionsbasis erweitert werden, wodurch die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Sektoren gefördert wird, die handelsfähige Güter produzieren bzw. anbieten. In erster Linie sollten Firmen in nichttraditionellen Sektoren unterstützt werden, insofern sie technologiegestützt operieren und dazu beitragen, das technische Niveau von Firmen in traditionellen Exportsektoren (z. B. Textilien und Bekleidung) zu erhöhen. Es wird damit gerechnet, dass die relative Bedeutung innovativer und technologiegestützter Unternehmen in der regionalen Wirtschaft beträchtlich zunehmen wird.

Schwerpunkt 2: Wirtschaftliche Nutzung spezifischer Ressourcen [etwa 10,3 % der Gesamtmittel]

Das Ziel besteht darin, lokale Ressourcen und bestimmte natürliche Gegebenheiten, wie die Landschaft (Tourismus) und das Meer (Fischerei und verwandte Industriezweige, Tourismus, Schiffbau) sowie kulturelle und kreativitätsbezogene Aktivposten (Mode, Architektur und Kunst usw.) zweckmäßiger zu nutzen. Man will sich ebenfalls darum bemühen, die unternehmerische Effizienz insgesamt zu erhöhen.

Schwerpunkt 3: Verbesserung der Umweltsituation und der regionalen Leistungsfähigkeit sowie entsprechende Entwicklungsmaßnahmen [etwa 28,4 % der Gesamtmittel]

Beim Umweltschutz geht es hauptsächlich um Verhütung von Naturkatastrophen und technologiebedingten Gefahren, Behandlung kommunaler Abfälle, Rückgewinnung ökologisch gefährdeter Gebiete (wie z. B. verseuchte Böden, aufgelassene Bergbaubetriebe) sowie Ressourcenmanagement in Küsten- und Flussgebieten. Das Hauptziel der Regionalentwicklung besteht darin, die Qualität eines breiten Spektrums kollektiver Dienstleistungen zu verbessern, wie z. B. Wasserversorgung und Abwasserbehandlung, Bildungsangebote, Sportaktivitäten und Gesundheitsversorgung. Vorgesehen ist auch eine Unterstützung für benachteiligte oder behinderte gesellschaftliche Gruppen (ältere Menschen, Immigranten, Drogenabhängige).

Schwerpunkt 4: Entwicklung des Städtesystems [etwa 23,8 % der Gesamtmittel]

Mit Maßnahmen in diesem Bereich gedenkt man in erster Linie Wettbewerbsfähigkeit und Innovation städtischer Netze zu fördern, hauptsächlich dadurch, dass die unternehmerische Effizienz insgesamt im Rahmen der Städtekooperation stimuliert wird. Man will auch in benachteiligten Stadtgebieten tätig werden, um sich mit den hauptsächlichen sozialen und ökologischen Problemen auseinanderzusetzen. Im Rahmen dieses Schwerpunkts handelt es sich auch darum, die städtische Mobilität zu fördern (Investitionen in Mikrologistik, Unterstützung des öffentlichen Verkehrs) und den Verzicht auf die Nutzung von Automobilen zu Gunsten der Fortbewegung zu Fuß und des Radfahrens zu fördern. Schließlich soll auch ein kleiner Betrag bereitgestellt werden, um die Verknüpfung des regionalen Städtesystems zu verbessern.

Schwerpunkt 5: Governance und Steigerung der Leistungsfähigkeit der Institutionen [etwa 5,2 % der Gesamtmittel]

Im Rahmen dieses Schwerpunkts sind drei Haupttätigkeitsbereiche vorgesehen:

  • intensivierte Nutzung neuer Technologien in der öffentlichen Verwaltung, einschließlich von Kommunalbehörden, um Qualität, Effizienz und Koordinierung der Leistungen zu verbessern;
  • Dezentralisierung öffentlicher Dienste, damit diese für Bürger und Unternehmen leichter zugänglich werden;
  • Stärkung der institutionellen Kapazität auf regionaler und lokaler Ebene.

Schwerpunkt 6: Technische Unterstützung [etwa 3,2 % der Gesamtmittel]

Die technische Unterstützung dient dazu, entsprechende Systeme einzurichten und die Voraussetzungen für eine solide Koordinierung, Verwaltung, Begleitung, Kontrolle und Evaluierung des operationellen Programms zu schaffen.

3. Verwaltungsbehörde

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Norte'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007PT161PO002

Number of decision

C/2007/5070

Datum der endgültigen Annahme

10/10/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Wissensförderung 786 645 133 661 614 905 1 448 260 038
Wirtschaftliche Nutzung spezifischer Ressourcen 280 000 000 134 814 815 414 814 815
Verbesserung der Umweltsituation und der regionalen Leistungsfähigkeit sowie entsprechende Entwicklungsmaßnahmen 770 000 000 330 000 000 1 100 000 000
Entwicklung des Städtesystems 645 000 000 347 307 692 992 307 692
Governance und Steigerung der Leistungsfähigkeit der Institutionen 141 871 534 53 813 340 195 684 874
Technische Unterstützung 88 128 466 15 552 082 103 680 548
Gesamtausgaben 2 711 645 133 1 543 102 834 4 254 747 967