Operationelles Programm : 'Alentejo'

Vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Ziels „Konvergenz“ kofinanziertes Programm

Portugal

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Am 9. Oktober 2007 genehmigte die Europäische Kommission für den Zeitraum 2007-2013 ein operationelles Programm für die Region Alentejo (Portugal).

Das operationelle Programm fällt unter das Ziel „Konvergenz“ und verfügt über einen Gesamtetat von ca. 1,46 Mrd. EUR. Von der Europäischen Union (EU) werden dafür rund 869 Mio. EUR an Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereitgestellt. Dies entspricht etwa 4,0  % der Fördermittel der Gemeinschaft, die im Rahmen der Kohäsionspolitik 2007-2013 für Portugal vorgesehen sind.

1. Zielsetzung und Zweck des Programms

Hauptziel des operationellen Programms ist die Schaffung geeigneter Wachstumsbedingungen durch:

  • Erschließung und Aufwertung des Gebiets;
  • Qualifizierung der Humanressourcen;
  • Innovation und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen;
  • Förderung der Forschung und der Informationsgesellschaft;
  • Nutzung der natürlichen Ressourcen und des regionalen Erbes;
  • Anhebung der Umweltqualität;
  • Ausbau des regionalen Straßennetzes und seine Anbindung an andere regionale und nationale Verkehrsinfrastrukturen;
  • Modernisierung der Verwaltungs- und Managementsysteme.

Das operationelle Programm der Region Alentejo wird einen Beitrag zur Verwirklichung eines der wichtigsten Ziele des nationalen strategischen Rahmenplans (NSRP) Portugals, nämlich zur ausgewogenen räumlichen Entwicklung in der gesamten Region, leisten.

2.  Erwartete Wirkung der Investitionen

Das Programm sieht die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit vor, und zwar durch

  • die Förderung der Innovation und die Gründung kleiner Unternehmen sowie die Schaffung günstiger Bedingungen für Investitionen in der Region;
  • die Revitalisierung der Städte und die Verbesserung der Lebensbedingungen zum Beispiel im Verkehrs-, Gesundheits- und Kulturbereich sowie durch die Aufwertung subregionaler Räume;
  • die Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und des ländlichen Raums, die Dynamisierung der Regionalwirtschaft und die Aufwertung der lokalen Produkte im Bereich der Lebensmittelerzeugung.

Der Fremdenverkehr stellt ebenfalls eine Komponente der wirtschaftlichen Entwicklung der Region dar, insbesondere aufgrund der Möglichkeiten, die sich durch die Projekte im Zusammenhang mit dem Alqueva-Staudamm und dem Flughafens Beja eröffnen.

3. Prioritäten

Das operationelle Programm gliedert sich in sechs Prioritätsachsen:

Prioritätsachse 1: Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Wissen [ca. 37,9 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Die für diese Prioritätsachse vorgesehenen Investitionen betreffen die Entwicklung der Informationsgesellschaft sowie Maßnahmen zur Gründung und Modernisierung von Unternehmen.

Prioritätsachse 2: Stadtentwicklung [ca. 17,0 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Die für die Sanierung des städtischen Erbes, die Verbesserung städtischer Netzwerke sowie die urbane Mobilität bestimmten Investitionen werden dazu beitragen, die Sicherheit und die Lebensqualität der Einwohner zu steigern.

Prioritätsachse 3: Anbindung und territoriale Gliederung [ca. 19,7 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Diese Prioritätsachse verfolgt das Ziel, die Qualität von Gütern und Leistungen in ländlichen Gebieten durch die Verbesserung der Mobilität und die Schaffung von Infrastrukturen für den sozialen und territorialen Zusammenhalt anzuheben. Weiters ist vorgesehen, die Anbindung an die wichtigsten Verkehrsinfrastrukturen auf nationaler (Eisenbahn) und regionaler (Flughafen Beja) Ebene zu optimieren.

Prioritätsachse 4: Aufwertung der Umwelt und des ländlichen Raums [ca. 15,1 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Die in diesem Zusammenhang vorgesehenen Maßnahmen betreffen die Bewirtschaftung der Wasserressourcen, die Aufwertung der Küstengebiete, den Schutz und die Aufwertung von Problemgebieten und des ländlichen Raums sowie die Abfallwirtschaft.

Prioritätsachse 5: Verwaltung und institutionelle Kapazitäten [ca. 8,3 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Diese Prioritätsachse ist auf Maßnahmen ausgerichtet, die die Verwaltungs- und Managementstrukturen der Region verbessern sowie die Verwaltungsverfahren vereinfachen sollen.

Prioritätsachse 6: Technische Hilfe [ca. 2,1 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Zur Durchführung des Programms wird technische Hilfe angeboten, die sich auf die Verwaltung und die Überwachung erstreckt.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm : 'Alentejo'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007PT161PO004

Number of decision

C/2007/4685

Datum der endgültigen Annahme

09/10/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Wissen 293 555 861 259 280 035 552 835 896
Stadtentwicklung 139 911 758 107 816 986 247 728 744
Anbindung und territoriale Gliederung 200 873 309 86 088 561 286 961 870
Aufwertung der Umwelt und des ländlichen Raums 131 413 521 88 949 985 220 363 506
Verwaltung und institutionelle Kapazitäten 77 179 529 44 363 791 121 543 320
Technische Hilfe 26 000 000 4 588 235 30 588 235
Gesamtausgaben 868 933 978 591 087 593 1 460 021 571