Operationelles Programm 'Umbrien'

Aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm im Rahmen des Ziels „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“

Italien

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Die Europäische Kommission hat am 4. Oktober 2007 ein Regionalentwicklungsprogramm für die italienische Region Umbrien für den Zeitraum 2007-2013 genehmigt. Das operationelle Programm wird im Rahmen des Ziels „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ mit einem Gesamtetat von rund 348 Mio. EUR durchgeführt. Die Gemeinschaftsinvestition über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) beläuft sich auf rund 150 Mio. EUR, das entspricht ca. 0,5 % der gesamten EU-Gelder, die im Rahmen der Kohäsionspolitik im Zeitraum 2007-13 für Italien vorgesehen sind.

1. Zweck und Ziel des Programms

Das Hauptziel des Regionalentwicklungsprogramms für Umbrien besteht darin, durch Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Unterstützung nachhaltiger Entwicklung die allgemeine Lebensqualität der Einwohner dieser Region zu verbessern. Der Schwerpunkt des Programms liegt auf Forschung und Innovation, die als kritischer Bereich ermittelt wurden, sowie auf nachhaltiger Entwicklung. Das Programm ist insbesondere darauf ausgerichtet, sowohl das Angebot als auch die Nachfrage im Bereich der umweltfreundlichen Technologien und Dienstleistungen zu stärken. Daneben wird die Steigerung der unternehmerischen Effizienz gefördert. Ferner trägt das Programm durch die Stärkung wettbewerblicher Strukturen, verbesserten Zugang zu IKT und deren effiziente Nutzung unter Gewährleistung ökologischer Nachhaltigkeit zur Weiterentwicklung einer wissensgestützten Wirtschaft bei.

Durch die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit, innovativer ökonomischer Strukturen und nachhaltiger Entwicklung wird das Programm auch zu einem wichtigen Instrument zur Verwirklichung der im Rahmen der erneuerten Lissabon-Strategie für Wachstum und Beschäftigung festgelegten Ziele. So entfallen auf die Ziele der Lissabon-Strategie ca. 62 % des Gesamtbudgets. Die Region strebt folgende Ziele an:

  • Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch Forschung und Innovation (46 %)
  • Verringerung der Kohlenstoffemissionen durch Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz (15 %)
  • Steigerung der Attraktivität der Region mit besonderem Schwerpunkt auf Zugänglichkeit und Stadtentwicklung (21 %).

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Durch das Programm sollen 2000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Daneben wird ab 2013 eine Verringerung der Treibhausgasemissionen um 49 340 Tonnen jährlich erwartet. Ferner wird das Programm gewährleisten, dass die Voraussetzungen für den Schutz und die Verbesserung der Umweltqualität gegeben sind und weitere Ressourcen für die Naturrisikoprävention und Erforschung erneuerbarer Energien mobilisieren.

3. Prioritäten:

Das Regionalentwicklungsprogramm für Umbrien umfasst die folgenden Prioritäten:

Priorität 1: Innovation und Wissenswirtschaft [ca. 46,7 % der Gesamtförderung]

Im Mittelpunkt dieser Priorität steht die Unterstützung von Innovation und wissensgestützter Gesellschaft, wobei besonderes Gewicht auf die erneuerte Lissabon-Strategie für Wachstum und Beschäftigung gelegt wird. Durch die Förderung von Vernetzung, Clustern und Kompetenzzentren werden Forschung und Entwicklung (FuE) unterstützt. Außerdem wird die Entwicklung der Innovationskapazitäten von Industrie, Technologie und IKT insbesondere auf dem Gebiet der lokalen wirtschaftlichen Entwicklung gefördert.

Priorität 2: Umwelt und Naturrisikoprävention [ca. 15,0 % der Gesamtförderung]

Im Rahmen dieser Priorität soll im Einklang mit der von Umbrien angestrebten Verbesserung der ökologischen Nachhaltigkeit die Lebensqualität der Einwohner der Region verbessert werden. Die Finanzmittel werden vorwiegend zur Finanzierung technischer Infrastruktur zur Beobachtung, Ermittlung, Überwachung und Prognose wasserbedingter Gefahren sowie zur Ausgabe frühzeitiger Warnungen eingesetzt. Die Region beabsichtigt, den Schutz und die Verbesserung der Umwelt zu fördern und die Fähigkeit zur angemessenen Reaktion auf Umweltrisiken zu entwickeln.

Priorität 3: Energieeffizienz und Entwicklung erneuerbarer Energien [ca. 15,0 % der Gesamtförderung]

Diese Priorität ist darauf ausgerichtet, den Energieverbrauch zu reduzieren und die Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen zu steigern, um die Luftverschmutzung und klimaschädliche Emissionen deutlich zu verringern.

Priorität 4: Zugänglichkeit und Stadtentwicklung [ca. 21,0 % der Gesamtförderung]

Kennzeichnend für diese Priorität ist ein stark territorial ausgeprägtes Konzept; sie wird im Zuge von integrierten territorialen oder städtischen Programmen mit Schwerpunkt auf Zugänglichkeit und nachhaltiger Mobilität in die Praxis umgesetzt. Gefördert wird die umfassende Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsträger sowie die Sanierung und Entwicklung im städtischen Bereich.

Priorität 5: Technische Unterstützung [etwa 3,0 % der Gesamtförderung]

Die Mittel für technische Unterstützung werden für die Umsetzung des Programms eingesetzt. Gefördert werden Verwaltungs-, Überwachungs-, Bewertungs- und Kontrollmaßnahmen sowie Information und Öffentlichkeitsarbeit.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Umbrien'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007IT162PO013

Number of decision

C/2007/4621

Datum der endgültigen Annahme

04/10/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Innovation und Wissenswirtschaft 69 988 909 91 144 493 160 133 402
Umwelt und Naturrisikoprävention 22 496 383 29 721 030 52 217 413
Energieeffizienz und Entwicklung erneuerbarer Energien 22 496 383 29 721 030 52 217 413
Zugänglichkeit und Stadtentwicklung 31 494 937 41 609 442 73 104 379
Technische Unterstützung 4 499 278 5 944 207 10 443 485
Gesamtausgaben 150 975 890 198 140 202 348 116 092